Donnerstag, 27. April 2017

Nicht mehr zu haben und trouble in paradise



Ich war nicht mit im Kino gewesen. Wollte nicht. Zu laut, zu hektisch zu anstrengend. So hatte ICH nun das Nachsehen und musste bei den Kindern bleiben. ICH! Gerade ich! Wo ich keine Kinder mag. Und wirklich gewonnen hatte ich dadurch nichts. Ebenfalls zu laut, zu hektisch und zu anstrengend.
Nun gut, es waren nur drei Stunden am frühen Abend. Und die Turners waren schließlich ebenfalls noch da. Dennoch dachte ich im Nachhinein, wäre es wohl besser gewesen, ich wäre mit Gunnar, Marie und Henrik in die Stadt gegangen.

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„Ich bin da.“, sagt Gunnar Gestern Abend. Küsst mich sacht und zärtlich auf den Mund mit dem süßesten Lächeln, das er mir geben konnte. Dabei greift er mit seinen beiden Händen meine Schultern und drückt sie sanft.
Aufatmen…….meinerseits. Denn es hatte sich eine Panik-Attacke eingestellt (die offenbar der Überforderung mit den Kindern geschuldet war).

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Oh. Oh! Helle Aufregung heute Morgen. Wir erhielten einen Anruf von Kevin und Janina, der besagte, dass sie sogleich nach der Heirat am dreißigsten in die Flitterwochen fahren. Gunnar sprach mit ihnen. Ich hielt mich da besser raus. New Orleans war offenbar das erste Ziel, welches sie sich ausgesucht hatten, um mit uns zu feiern, wenn wir schon nicht mit in Schweden dabei seien konnten. Dann sollte es weiter gehen nach Hawaii. Kevins Sohn hatte es dort so gut gefallen. Und selbstredend auch Janina. Deren Eltern waren ebenfalls eingeladen, mit ihnen in diesem Paradies (in meinem Haus) zu sein, für……tja nun, für wie lange? Vier Wochen Minimum, intervenierte Janina. Gunnar stimmte selbstverständlich zu. Nur WER leitet das Zentrum, währenddessen wir allesamt abwesend sind? Mag sein. Es würde sich schließlich nur um ein paar Tage handeln. Nichts destotrotz, dass wir dann alle hier zusammen waren, wäre es nötig für Gunnar und mich, umgehend zurück nach Schweden zu reisen.
Zu all dem kam noch der Ärger mit Alexa. Sie wollte allein nach Kalifornien fliegen, alldieweil wir, nach einigen Tagen, wenn Kevin und Janina hier angekommen sind, doch zwangsläufiger Weise nach Hause müssten, um unsere Arbeit zu tun. Derek war schließlich ebenso wenig verfügbar für diesen Job.
„Ich lass dich nicht allein mit dem Kind.“, sagte Gunnar zu ihr.
„Was soll denn schon passieren? Mein Vater holt mich am Flughafen ab und hier, bringst du mich hin.“
Gunnar schnaufte. Es gefiel ihm nicht, seine Konkubine mit seinem Sohn alleine fliegen zu lassen. Es scheint wohl so, als würde er mit ihr gehen. 
„Hättest du Imara nicht entlassen.“, sagte Gunnar dann noch zu mir. (Das mir dieser Name noch einmal begegnet!)
„Was hat Imara damit zu tun? Einer Muslima hätte ich ohnehin das Zentrum nicht überlassen. Gleichgültig wie lange sie bei uns ist.“
Gunnar lief unruhig hin und her. Ordnete seine Gedanken. Bevor er sie jedoch auszusprechen vermochte, hatte ich ihm einen doch recht plausible Offerte vorzubringen.
„Ist nicht Mike für derartige Fälle bevollmächtigt?“, fragte ich ihn.
„Ja. Natürlich. An ihn dachte ich ebenfalls schon.“
„Also ruf ihn an und sage ihm Bescheid, dass er für ein paar Tage das Zentrum leiten muss, bis wir wieder anwesend sind.“
Gesagt. Getan.
Die Diskussion mit Alexa wurde dann ebenfalls beendet. Die Lösung lag auf der Hand.
Wir alle bleiben vorerst in New Orleans. Warten auf Kevin, Janina und ihre Eltern. Feiern hier ein wenig. Und während der Heiratstross weiter gen Westen zieht, wird Gunnar mit Alexa und dem Baby nach Kalifornien fliegen. Ich allerdings, bleibe hier in New Orleans. Gunnar kommt dann hier her zurück und wir fliegen nach Schweden.
So der Plan.

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Donnerstag – Wie zu vermuteten war, an diesem Tag, rief mich zu all dem Desaster noch Derek an.
„Komme ich dir ausschließlich am Donnerstag in den Sinn?“, fragte ich ihn.
Er verneinte. „Nein. Selbstverständlich nicht.“
Und dann……(verärgerte er mich)…..
„Die Karten sind verteilt. Ausgespielt. Es ist wie es ist.“, lies er hören und ich fragte mich, was das jetzt soll. Der Ton seiner Stimme klang allerdings eher kapitulierend. „Trotz alldem ist offenbar an diesem Tag mein Verlangen nach dir am größten. Ich möchte dich so gern sehen. Dich in meinen Armen halten. Oder zumindest, wie jetzt, mit dir zu reden.“
Oh! Oh! Soll mir das nun implizieren, dass er seine Rolle als Ehemann angenommen hat? Der Grund, warum er sie antrat, schien nun ebenfalls nicht mehr wichtig zu sein.
Aber vielleicht ist es doch eigentlich so, dass ICH diejenige bin, die ihre Rolle als Gunnars Frau schon längst für sich unterzeichnet hat. Mit all dem, was und wie er ist. Und ich diese Signale bereits seit geraumer Zeit nach außen sende, zu all den anderen…..Männern, das ich eben NICHT MEHR zu haben bin.
Aber egal. Zurück zu Derek. Es war ein Glück, das er zumindest nach der Auflösung des Debakels angerufen hatte und demzufolge so gut wie sicher war, dass ich ein, oder zwei Tage hier allein sein würde. Ha! Welch‘ formidabler Zufall!
„Ich hätte eine Lösung für dich anzubieten.“, offerierte ich ihm.
Eine kurze Pause entstand.
„Welche denn?“, fragte er schließlich.
„Du kommst, allein versteht sich, für ein oder zwei Tage nach New Orleans. Von New York aus sind es schließlich nur zwei eineinhalb Stunden.“ Und ich erzählte ihm noch von Gunnars bevorstehender Reise mit Alexa und dem Baby nach Kalifornien, die aller Wahrscheinlichkeit nach am Ende der kommenden Woche stattfand.
Erneut entstand eine Pause. Derek dachte offenbar nach.
„Ich versuche es. Rufe dich an, wenn ich genaueres weiß. Ich liebe dich. Wir sehen uns.“
Ups. Nun war mein Ärger gänzlich verflogen.


Mittwoch, 26. April 2017

Meine Bereitschaft zur Genügsamkeit wächst - Oder: Wieder Heiterkeit finden



Es ist ein beständiger Wechsel der Gefühle. Ich schwanke zwischen gespielter Freude, die Echte kommt stets zu kurz, Zorn und Traurigkeit. Die meiste Zeit über jedoch, versuche ich gleichmütig zu sein, was mir nur gelingt, indem ich bei mir, in mir bleibe. Was zur Folge hat, dass ich des Öfteren einfach nur unbeteiligt dasitze und vor mich hin starre.
Ich möchte so gern fröhlich sein. Alle umarmen. Dennoch kann ich es nicht. Gunnar würde dies natürlich über die Maßen begrüßen, könnte ich es doch. Nicht nur wegen sich selbst, oder Alexa. Insbesondere auch wegen mir. Es ginge mir sicherlich besser damit, würde ich es tun.
Gunnar erinnert mich stets daran, mehr Heiterkeit zu finden.
Es fällt mir jedoch immer noch schwer, Gunnar und Alexa (vor meinen Augen) schmusen zu sehen. (Wie sollte da bei mir „Heiterkeit“ (!) aufkommen können?)

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Man muss nicht denken, dass hier in den USA Milch und Honig fließt. Wie es gern in den Medien verbreitet wird. Nein. Es gibt tausende von Menschen, die am ersten jedes Monats mit den neuen Lebensmittelmarken vor den Geschäften stehen.
Ja natürlich, der „amerikanische Traum“. Die meisten Leute hier träumen von einem Häuschen, das sie irgendwann einmal abbezahlt haben, ihre Kinder auf die Universität schicken können und fürs Alter ein wenig Geld auf der hohe Kante haben.
So träumen die Sklaven der Matrix. Allesamt. Gleichmachung eben. Am besten alles und alle. Genau DAS geschieht jetzt in Europa.
Vor einem halben Jahrhundert, oder sogar noch vor Jahrzenten, war man sich sicher, dass der amerikanische Traum bedeutet, dass man groß werden und ALLES erreichen kann. Sky’s the Limit.Und nun, in diesen Zeiten, jubeln die Studenten dem Schatten dessen zu. Bemerken nicht, wie sie immer mehr eingeschränkt werden. Sogar, oder gerade im Denken. Die kleinbürgerliche Vorstellung wird frohlockend akzeptiert. Die meisten Menschen sind derart Gehirn gewaschen, dass es kaum zu ertragen ist. Insbesondere auch die Jungen. Man bemerkt, wie in der Vorstellungswelt der Menschen, in Ruhe gelassen zu werden und in einen völlig eingeengten, oder limitierten Rahmen zu existieren, ein Ziel geworden ist, dass vor gut zehn Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach eben NICHT als american dream durchgegangen wäre. Ist das nicht erstaunlich, welche manipulierte Entwicklung der Mensch hier nimmt?
Und selbst dieser kleine Traum, ist für viele Menschen ausgeträumt. Nicht erreichbar.
Selbst wenn ein junger Mensch hier die Möglichkeit bekommt zu studieren, bekommt er später keinen Job, um die Gebühren zurückzuzahlen, die er sich hat leihen müssen, um sein Studium zu finanzieren. Was nichts anderes bedeutet, dass sie schon jung verschuldet sind. Orwel lässt grüßen. Dies ist gleichwohl der beste Weg, um Menschen am Funktionieren zu halten in diesem System. Denn wer Schulden hat, wird sich sicherlich nicht erheben und nichts in Frage stellen. So funktioniert die Welt der Plutokraten. Des Establishments.
Aber das ist Politik…….an der ich auf diese Weise sicherlich nichts zu ändern vermag.

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Ein ruhiger, friedlicher Abend gestern, für uns alle. Ich empfand es segensreich. Gunnar sicher ebenso. Insbesondere im Hinblick auf seine große, glückliche Familie.
Er wandte sich mir besonders oft zu. Massierte mir Kopf und Füße, so nebenbei. Schien über die Gesamtsituation zufrieden zu sein. Und mich. Alldieweil ich doch recht genügsam und friedfertig bin (gegenüber meiner Konkurrentin).
Manchmal frage ich mich, was Henrik von alledem hält. Ich hörte ihn bisher nie über seine Gefühle reden. Weiß nicht, wie es ihm tatsächlich im Innersten geht, wenn er Gunnar so mit den Kindern spielen sieht, die er sonst wie seine eigenen behandelt.
Auch Marie hat sich diesbezüglich nicht geäußert. Für sie scheint alles völlig normal zu sein.

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Heute Morgen erneut ein wenig Sex mit meinem Ehemann auf eine andere Art und wieder hatten wir Glück, obwohl es schon fast zehn gewesen war. Alexa und die Kinder kamen, als wir gerade fertig waren (…..mit Felatio – Gunnar hatte es sich gewünscht).


Dienstag, 25. April 2017

Halbherzigkeiten



In diesen Tagen bin ich nur halbherzig bei meinen Einträgen hier und überhaupt des Lebens ein wenig überdrüssig. Obgleich es mir im Augenblick doch verhältnismäßig ordentlich geht  derzeit. Allerdings tue ich auch einiges dafür. Hatte ich doch erst vor zwei Tagen einen Anflug von Beschwerden, wo sie nicht hingehören. Schließlich ist die 6-8 Wochen-Marke nach dieser vermaledeiten Erkältung noch nicht geknackt, wo wer weiß was passieren kann.
Ein Streifen, quer über meinen Po, war taub. Kein gutes Zeichen. Infolgedessen brauchte es offenbar Entzündung Hemmer wie Boswelia und Bromelain. Es ist besser geworden. Zum Glück!

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Nun, was macht mich des Lebens so überdrüssig?
Vielleicht dieses Leben hier mit der Konkubine meines Mannes und seinen Kindern mit diesen anderen Frauen. So auch mit Marie. Diese Bälger nerven.
Es ist oft in der Gänze recht anstrengend für mich. Beispielsweise bei einem Ausflug in die Stadt. Oder auch im Allgemeinen. Ruhe ich mich dann aus, denken die Kinder, ich bin für sie da. Nur reicht meine Kraft in diesem Augenblick nicht aus. Ruhe wäre angesagt. Die Privatsphäre lässt ebenfalls zu wünschen übrig.
Gut, mag sein, dass Marie und sogar Alexa in dieser Hinsicht auf mich achten und die Zwillinge dann zu sich nehmen. Aber auch mit dem Baby, selbst, wenn ich es nur gelegentlich halte, bin ich oft schon überfordert.
Es ist nun einmal nicht mein Wesen, mit Kinder umzugehen. Trotz alledem tue ich es und lächele dabei. Des lieben Friedens willen. WAS sollte ich auch anderes tun? Beständig zornig sein? DAS schadet mir nur. Da ist nur viel zu oft diese Melancholie und auch Traurigkeit…..die es zu überwinden gilt, wie Gunnar lächelnd zu mir sagt und drückt mir dabei einen Kuss auf die Lippen.
„Du musst fröhlich sein!“, ruft er aus.
Aus diesen Gründen, tun wir jeden Morgen dies: (Link)

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Gunnar hat Kevin angerufen. Alles in Ordnung im Zentrum. Wir müssen uns darum nicht sorgen.

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Sasha Fliess rief mich an. Allerdings war es gerade ungünstig gewesen. Ich ging dann nach draußen und dehnte das Gespräch nicht allzu lang aus. Er sagte er sehne sich nach mir. Auf meine Frage hin, wie er die Einsamkeit ohne mich meistert, kam er jedoch ins Stolpern. Aber nur für einen Moment.
Dieser Mann ist samt und weiß sich in jeder Situation gleichwohl kommunikativ zu helfen.
Ich vermag ihn noch immer nicht wirklich einzuordnen.

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Gunnar und ich kommen wieder näher zueinander. Der Sex am Morgen hilft. Inwieweit er gleichwohl noch mit Alexa schläft, kann ich nicht sagen. Ich fragte ihn nicht danach. Männer mögen es nicht, wenn man ihnen zu viele Fragen stellt.
„Jag älker dig.“, sagt Gunnar immer wieder zu mir und ich fühle, dass es es aufrichtig meint. Ohne Frage! Seine Augen verraten es mir ebenfalls. Allerdings bedeutet dies nicht, dass Alexa nun außen vor wäre. Nein. Gunnar ist sie nach wie vor wichtig. Was sonst? Und sein Baby so wie so. Das spüre nicht nur ich und man sieht es auch.
Tja nun, wie gehen die Zwillinge, Óðinn Asger und Inula Castanea, mit diesem Aufmerksamkeitsdefizit um, welches durch das Baby entsteht? Mit viel Geschrei. Ein näher kommen der Kinder ist da noch nicht. Da hat Gunnar die (magischen) Zwillinge offenbar doch überschätzt.

Montag, 24. April 2017

Hinweise, Gedanken und fehlende Kommunikation



Der Besuch mit Ruby Jane in der Kirche, war wie erwartet. Man kennt uns dort selbstverständlich noch.
Nach dem Gottesdienst tauschten wir einige Worte mit diesem oder jenen aus. Blieben allerdings nicht mehr all zu lang. Wir, Gunnar und ich, wollte es nicht. Marie und Henrik ebenso wenig. Nur Ruby Jane konnte nicht enden, mit uns anzugeben. Wir gönnten es ihr.

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Die anfängliche Euphorie, was Marie betrifft, hat sich bereits zum größten Teil gelegt und all meine Hoffnung, dass wir uns wie früher vertragen, sind für den Augenblick ebenfalls verschwunden. Wir dulden jeweils des anderen Gegenwart, was über die Maßen bedauernswert und auch anstrengend ist. Erschwerend kommt an dieser Stelle hinzu, dass Alexa dies nutzt und sich nun auf Maries Seite gegen mich stellt. Zumindest ist das mein Eindruck der Situation. Selbstverständlich lässt Alexa keinerlei Feindseligkeiten durchscheinen, wenn sie mir begegnet. Sie ist immer freundlich und gut gelaunt. Ist nach wie vor entgegenkommend und nickt mir stets gefällig zu. Das Interessante ist für mich die Energie dahinter und auch das, was sie denkt. Nur hier erspähe ich bedauerlicher Weise nur bescheidene Fetzen von dem, was in ihrem Kopf so vor sich geht. Gunnar muss ihr beigebracht haben, ihre Gedanken zu verbergen.
Marie scheint immer nur verärgert zu sein und ihre Körpersprache zeigt eine Abwehrhaltung mir gegenüber. Nicht dass sie jetzt die Konfrontation mit mir sucht. Nein. Dafür ist ohnehin keine Zeit, wegen der Kinder. Aber dennoch spüre ich da eine gewisse Animosität. Aber womöglich irre ich mich auch. Wer weiß. Die Gedanken in ihrem Kopf sind recht wirr. Drehen sich zumeist um Óðinn Asger und Inula Castanea, ihren Mann und das Haus. Aber gelegentlich denkt sie auch über Gunnar, Adam, oder sogar Felicio nach, was eigenartig ist. Großen Raum nehmen Gedanken an ihren verstorbenen Sohn Raymond ein und an ihre (Zieh-) Mutter Ruby Jane. Zuweilen denkt sie auch an ihren Onkel und an Camille, die Voodoo-Priesterin. Eine bunte Mischung von noch manch anderen Personen, was ihr Gedankenfeld durchstreift. Und so sehr ich auch suche, finde ich an diesem Ort in ihrem Hirn keinerlei Hass gegen mich.  
In jedem Fall verbinden Marie und Alexa die Kinder. Gunnars Kinder. Wo ich nur abseits stehen kann. Selbstredend kam es mir gleichwohl nie in den Sinn, welche zu bekommen. Ich mag keine Kinder.

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Am Nachmittag spielten wir Karten und redeten……beispielsweise über Frequenzverschiebungen. Aber dann eher über andere spirituelle Dingen, alldieweil niemand weiter etwas damit anzufangen wusste, außer Gunnar und mir. Alexa ist in dieser Hinsicht offenbar noch nicht so weit. Obwohl ihr Gunnar sicherlich ab und an etwas erklärt. Nur im Augenblick hat das Baby natürlich Priorität und nimmt allen Raum ein, wo kaum etwas übrig bleibt für andere Dinge. Bis auf Gunnar selbstverständlich.

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An manchen Tagen schreibe ich die allgemein schlechte Stimmung der Menschen den Energien zu, die derzeit am Wirken sind.
So war ich beinahe einen Tag lang mit Gunnar böse, alldieweil er nicht neben mir lag, als ich aufgewacht bin. Aber wusste ich nicht, dass dies geschehen kann? Schließlich ist Alexa ebenso an diesem Ort wie ich. Von ihr nehme ich, wie beschrieben, keine Feinseligkeiten wahr.
Aber WARUM diese durgängige Uneinigkeit mit Marie? Obwohl ich in ihrem Hin nichts wirklich Böses finden kann. Ich dachte, die Eifersüchteleien ließen wir hinter uns? Um Gunnar kann es nicht gehen. Gleichwohl nicht um Henrik, ihren Mann. Denn ICH habe in keinster Weise auch nur einen Hauch von Interesse an ihm. Ja. Mag sein. Er ist ein durchaus attraktiver Mann. Dennoch kommt es mir nicht wirklich in den Sinn mit ihm zu flirten. (WENN, dann möglicherweise nur aus Rachegründen, die allerdings nicht gegeben sind.)
Womöglich wäre es gut, eine bessere Art der Kommunikation untereinander zu finden. Vor allem offener zu sein. (Was natürlich gleichermaßen für mich gelten sollte.) Aber zu Beginn muss dieses Thema in versammelter Runde von mir angesprochen werden. So als Hinweis gedacht, zum Nachdenken für alle. Vor allem für die beiden Frauen. Ganz speziell Marie.

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Derek ruft vermutlich erst am Donnerstag wieder an. Gewohnheit eben. Der Donnerstagsmann.

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Und nun endlich wieder Sex mit meinem Ehemann. Am gestrigen, späten Abend und heute Morgen. Alexa wäre beinahe noch herein geplatzt. Denn kurz nachdem Gunnar zu Ende gekommen war und noch über mir lag, kam sie mit dem Baby ins Zimmer gelaufen.