Samstag, 17. März 2018

Heikles wird verbannt



Wir sind letztendlich doch nicht nach Gotland geflogen. Ich hatte mich geweigert mit Gunnar zu gehen, da wir doch erst vor ein paar Tagen hier angekommen waren. Nun, vielleicht am kommenden Wochenende. Wir werden sehen.

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Gestern hatte ich mir einen Vortrag angesehen und dergleichen hier überhaupt zur Sprache zu bringen ist nicht unbedenklich. Aber heute hielt mich Gunnar auf, einen weiteren Vortrag hier im Zentrum zuzustimmen, der doch überaus politisch wirkt und wies mich darauf hin, es bessere sein zu lassen diese Themen hier in Zentrum an die Öffentlichkeit zu bringen. Schließlich wären wir ein spirituelles Zentrum und kein wie auch immer politisch motiviertes Komitee.
Ich gab ihm Recht und wir lassen es nun besser, hier über wirklich heikle Themen zu sprechen/sprechen zu lassen, die etwaige Sanktionen nach sich ziehen…..könnten.
„Wir haben ohnehin schon zu viel gewagt.“, meinte Gunnar noch und ich zuckte mit den Schultern. Stimmte ihm zu. „Beschäftige dich lieber mit magischen Dingen. Denn im Physischen wirst du nichts ändern können. Magie ist tausendmal stärker und bringt letztendlich mehr, als noch wegen irgendeines Satzes der Freiheit beraubt zu werden.“
Gunnar hat selbstredend und vollkommen Recht und….wir lassen das jetzt, heikle Themen an diesem Ort in die Öffentlichkeit zu bringen. Punkt. Ende der "Geschichte".
An dieser Stelle vermag ich nur noch zu sagen, die Willkür lässt grüßen. Womöglich könnte ich unbedarfter sein, wäre ich noch mit Sasha zusammen, der für meinen Schutz garantierte, aus seiner hohen Position heraus. Nun ja, wir (Gojim) sind offenbar alle….vogelfrei.
Okay, mag sein, dass da noch meine (gut bezahlten!) Anwälte sind. Aber all das ist es mir schlichtweg nicht mehr wert. Infolgedessen sind wir…..“brave“….Bürger(?)/Leute, aber doch eher….“Menschen“, die weiterhin….selber denken.
Das Handeln geschieht im Geiste…….so weit.

Donnerstag, 15. März 2018

Eine Nacht mit Kevin



Die vergangene Nacht war ich mit Kevin zusammen, alldieweil mein Mann für sich befand in die Stadt zu seinen Brüdern fahren zu müssen. Ein reiner Männerabend soll es gewesen sein. Nun ja, mit ein paar kleinen Abweichungen fraulicher Art, mit denen Gunnar nur geredet hat, wie er sagt.
Ich hingegen, rief aus dem Bauchgefühl heraus Kevin an. Er war total erstaunt angesichts meines Anliegens und meiner Frage, ob er nicht zu mir kommen könne.
Selbstredend belog er seine Frau. Sagte ihr, er sei mit Gunnar in Stockholm gewesen. Gunnar weiß über die Nacht mit Kevin Bescheid. Ich sagte es ihm, gleich, nachdem er angekommen war. Er hätte es ohnehin in meinem Kopf gesehen. Nun dient mein Ehemann nun sogar noch als Alibi für Kevins Frau. Gunnar sieht dies glücklicher Weise nicht so eng. Er weiß ganz genau, dass ich schlicht und einfach nicht alleine seinen wollte. Intimitäten gab es ohnehin nicht, zwischen Kevin und mir. Wir hatten zusammen gesessen, geredet, fern gesehen und dann lagen nur in meinem Bett. Da war nichts…..weiter.
Gunnar weiß natürlich, dass ich Kevin mag und heute Morgen im Büro gab es einige derbe Scherze zwischen den beiden Männern. Gunnar schien sogar ein wenig eifersüchtig zu sein.
In jedem Fall habe ICH mir NICHTS vorzuwerfen. Gunnar ging fort und ließ mich allein. Schon am Tag zuvor erachtete er es als nötig, zu Malika zu gehen, wo sie es offenbar für richtig hielt, ihm ein schnelles Fellatio entgegenzubringen, was ich Gunar im Grunde sogleich verzieh.
Alles in allem finde ich es schon einigermaßen liederlich von meinem Mann, dass er, so kurz nach unserer Ankunft hier, mich erneut so oft alleine lässt. Schließlich hat er mich doch erst vor kurzem zu sich zurückgeholt. Und als ob es noch nicht genug damit wäre, beabsichtigt er nun am Wochenende nach Gotland zu seinem Vater zu fliegen. Selbstredend möchte er, dass ich mit ihm komme. Mir jedoch fehlt jeglicher Sinn dafür und die Kraft so wie so. Denn, ich bin bereits voll in die Beschäftigung eingestiegen, was die Leitung des Zentrums betrifft. Und auch Gunnar tut das, was er muss.

Derek ist mir ebenfalls begegnet. Wir redeten eine Weile und ich erkundigte mich bei ihm, wie es mit all seinen Frauen so steht.
Er lachte. „Was denkst du nur immer von mir? Um Giselle kümmere ich mich nur. Nichts weiter.“
„Hat sie noch immer nicht den Tod ihres Kindes verwunden?“, fragte ich ihn und bemerkte sogleich, dass meine Frage doch reichlich unangemessen war.
Er schüttelte mit dem Kopf. „Nein. Für eine Frau ist das sicherlich noch weitaus folgenschwerer als für einen Mann. Sie trägt das Kind schließlich neun Monate unter ihrem Herzen und bringt es zur Welt. Aber auch ich kann meine Tochter Marilyn nicht vergessen.“
„Was ist eigentlich mit dieser, wie heißt sie noch? Jasmin?“, fragte ich nach einer kurzen Zeit der Stille, um das Thema zu wechseln, weil es Derek offenbar sehr nahe ging.
Er pustete die Luft durch seine Lippen. War jedoch offensichtlich dankbar für die Veränderung in unserem Gespräch. „Ja. Sie studiert und kommt zumeist nur am Wochenende. Wenn überhaupt.“ Er hob und senkte die Schultern leicht.
Ich musste lächeln und fragte dann noch nach Dieser und Jener und zum Schluss nach Laurianne Grelli, mit der er schließlich noch immer, rein rechtlich, verheiratet ist.
„Oh!“ Er schien überrascht. „Was wird das hier? Willst du mich etwa doch noch heiraten?“ er zwinkerte mir zu und lachte verschmitzt.
Formidabel ausgewichen. Dachte ich so. „Hat sie sich nie mehr bei dir gemeldet?“, ließ ich nicht nach.
Derek schnaufte, als wäre es ihm so allmählich zu viel….der Fragen. „Ich denke, sie wird sich scheiden lassen wollen.“
„Du denkst? Hat sie das zu dir gesagt?“
Derek sah mich mit durchdringenden Augen an. Gerade so, als wolle er fragen, hast du etwa doch noch Pläne für eine gemeinsame Zukunft. „Ja.“
„Was JA?“
„Sie hatte mich vor einigen Wochen angerufen und mir genau Das versucht zu sagen. Traute sich jedoch nicht recht.“
„Tja, der Moor hat seine Schuldigkeit getan.“ OMG! Das war in der Tat im wahrsten Sinne des Wortes. Ich presste meine Hände rasch auf den Mund und formte mein Gesicht zu einer entschuldigenden Mimik. „Tut mir leid. Das ist mir so heraus gerutscht. Ich wollte das nicht.“, flehte ich fast.
Derek stutzte kurz. Fixierte mich. Aber dann,….das entschärfende Lächeln von ihm. „Schon gut. Kein Problem.“
Ich stand auf und ging auf ihn zu. Gedachte mich zu vergewissern, dass er mir bezüglich dieses Versehens nicht böse ist. Deshalb nahm ich seine Hand, drückte sie leicht und sah ihm schweigend um Verzeihung flehend an.
Derek lächelte, griff mein Genick mit seiner Hand und zog mich zu sich heran. Drückte mich. „Alles okay. Ich liebe dich auch.“

Mittwoch, 14. März 2018

In Schweden zurück



Ja, wir reisten am Montagmorgen aus New Orleans ab und kamen mitten in der Nacht in Stockholm an. Wir schliefen jedoch nur ein paar Stunden. Den Lunch ließ ich mir nach Hause bringen. Wollte nicht ins Restaurant. Mir war nicht danach viele Leute zu sehen. Ich gedacht erst einmal anzukommen. Kevin rief ich ebenso nicht an. Er jedoch mich, als er davon erfuhr, dass wir wieder im Lande sind. Und auch Derek meldete sich beinahe zeitgleich auf meinem iPhone. Durch Gerüchte hatte er von unserer Ankunft gehört.
„Hey. Schön, dass du wieder da bist.“, sagte er. „Und ich hoffe, dass Du dieses Mal auch bleibst.“
Ähnliches sprach Kevin. „Und du gehst auch nicht wieder zurück zu dem Juden?“
„Nein Kevin. Das tue ich nicht.“, beruhigte ich ihn und er schien erleichtert zu sein.

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….und da wieder Malika…am selben Abend. Ich sah alleine fern. Gunnar hatte mich für ein paar Stunden alleingelassen. War bei seinem Bruder Taylor UND bei IHR. Kurz anscheinend nur, um ihr Bescheid zu sagen, was SIE anscheinend nicht daran hinderte mit ihm auf die Schnelle intim zu werden. WARUM? Es ist nicht wirklich ihre Art. Liebt sie Gunnar etwa? Schließlich war SIE in meiner Abwesenheit zusammen mit meinem Mann in meinem Haus (als wäre sie (ich) seine Frau)….für ein paar Tage. Was denkt er sich dabei, sie umgehend nach unserer Ankunft zu besuchen? Bedeutet sie ihm doch etwas? Was Gunnar selbstredend verneinte und mir versicherte, dass es belanglos sei, wie eh und je. Er bat mich schier inständigst darum, diese Sache nicht so ernst zu nehmen. „Vergiss es doch.“
Nun ja,….vielleicht fühlte er sich ihr irgendwie verpflichtet. Ich verstehe das.

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Heute Morgen (vielleicht eine kleine Revanche) hielt es Kevin nicht mehr aus und kam zu uns ins Restaurant, als wir bei Frühstücken waren und noch bevor wir ins Büro gegangen sind. Auf Krücken kam er zur Tür herein. Freude strahlend. Einer seiner Pfleger schob den Rollstuhl hinter ihm her und ein anderer achtete darauf, dass er nicht ins Wanken kam.
Ich stand auf und wir umarmten uns. Ich fühlte seinen Körper an dem Meinen. Ahhhh! Ihn so nah bei mir zu fühlen war schlicht und einfach wunderbar.
Und auch Gunnar war aufgestanden und begrüßte ihn….wie Männer es so tun.
Kevin steht nun wieder….auf seinen eignen Beinen. Das Laufen scheint sich immer optimaler zu vollziehen. Wie fabelhaft…für ihn!
Aber kurz zuvor war Derek an unserem Tisch gekommen, um uns zu begrüßen. Er hatte sich rasch hingesetzt. Wir unterhielten uns. Nur irgendwie kam das Gespräch nicht gut in Gang. Unruhe strahlte mir unterschwellig entgegen. Und auch Gunnar war, eigenartiger Weise, mit ihm recht kurz angebunden. Womöglich interpretiere ich da auch etwas hinein was nicht ist. Wer weiß.  Vielleicht war es einfach nur,….die falsche Zeit, um uns zu begrüßen.

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Mit Sorge stelle ich erneut viel zu viele Zugriffe von Italien aus fest auf, meiner Seite.
Liebe, sicherlich „Nicht-Italiener“, lässt das nach, wenn ich nichts mehr schreibe?
Und wie bereits erwähnt, die "geborenen Italiener" sind selbstverständlich herzlich willkommen hier.