Samstag, 11. Januar 2020

Was soll das werden?


Seitdem ich in Schweden bin, vermag ich an nichts anders zu denken als an Gunnar. In der ersten Nacht träumte ich sogar von ihm. Sasha beschwerte sich bereits bei mir, ich würde ihn kaum noch beachten (wahrnehmen), was wohl in der Tat so sein kann/könnte. Denn meine Gedanken kreisen Tag und Nacht um Gunnar, meinen einstigen, schwedischen Ehemann.

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Kevin und seine Frau Janina waren am ersten Abend bei uns gewesen. Nur wirkliche Stimmung kam nicht auf, alldieweil ich zu erschöpft gewesen war, was man selbstredend verstand und recht bald den Abend beendete.

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Mein Verlangen Derek zu sehen hält sich in Grenzen. Es müsste nicht sein. Gleichwohl ich mit ihm im Guten auseinandergegangen bin und auch sonst nur wenig Probleme mit ihm hatte.

Aber Gunnar……? In jedem Augenblick scheint es mir so, als käme er geradewegs durch die Tür und würde Freude strahlend, mit ausgestreckten Armen, auf mich zu spazieren. 
Genau genommen könnte man sagen, ich warte bereits darauf…..ihn zu sehen. 
Wird es tatsächlich geschehen?

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Wie geht es mir?
Tja nun, ich schwächle noch immer körperlich. Die Muskeln schmerzen, insbesondere und nach wie vor in Beinen und Armen.
Die paar Schritte hinunter zum See bin ich gegangen und….zurück. Für mehr genügt meine Kraft leider noch nicht. Aber immerhin!
Dank meinem Wundermittel, kann ich normal essen, worüber ich glücklich bin. Denn mein Koch freut sich, dass ich endlich zurückgekommen bin und gibt sich alle Mühe, dass ich mit seinen Speisen zufrieden sein kann.
Vom Seelischen her dauerte es offenbar eine kurze Weile, bis ich hier angekommen war. Zudem……..fehlt mir mein wirklicher Ehemann. Meine andere Hälfte, welche Sasha niemals ersetzen kann.



Montag, 6. Januar 2020

Ein paar Worte zu mir, eine gute Tat und die Ängste, welche umsonst gewesen waren


Womöglich stört(e) man sich, im Zusammenhang mit mir und meinem Leben, an dem Wort „bescheiden“, aus meinem gestrigen Post. Das ist nicht wirklich so abwegig wie man meint. 
Ich war nie ein Model oder ein It-Girl und wollte gleichwohl nie eines sein. - Ich bleibe doch lieber bei meinem intakten Intellekt. Bei Kultiviertheit, Eleganz und Manieren. Bei einer guten Erziehung und Anständigkeit. - DAS ist NICHT MEINE Lebensweise! Partys und größere Menschenansammlungen sind mir zuwider. Eher liebe ich es allein zu sein, oder das Leben zu zweit zu genießen. Ich kaufe ausschließlich was ich benötige. Ich shoppe nicht zum Spaß, weil ich keinerlei Sinn darin sehe, den Konsumwahn zu fördern. Vor allem, weil es um die Ressourcen unserer Mutter Erde geht. Wenn es die Situation erfordert, bin ich in jedem Fall mit Wenigem zufrieden. Passe mich an. Es ist nicht nötig jeden Tag die teuersten Speisen zu verzehren. Eine gesunde Lebensweise mit BIO zertifizierten Nahrungsmitteln (welche man zurück zum Anbau verfolgen kann) ist mir genug. Worauf im Übrigen jeder Mensch achten sollte, sofern seine Finanzen es ihm erlauben. In der Tat ist es so, dass man ist was man ißt. Denn die Nahrung, welche man sich zuführt, wird letztendlich…….zur Materie, zum eigenen Körper, weil unser Essen der Brennstoff für unsere Zellen ist.
Mag sein, meine Eltern lehrten mir KEINE Bescheidenheit. Nein. Dennoch hat diese Tugend für mich Gültigkeit gewonnen. Eben gerade darum. Welche Tochter, welcher Sohn wünscht sich nicht ANDERS zu sein als seine Eltern? Viele lehnen sich in der Pubertät gegen ihre Erzeuger auf, was an den Hormonschüben liegt, die Chaos in jungen Menschen verursachen. Nur die Wenigsten behalten Änderungen bei und wenn, dann eher zum Schlechten hin. Das war bei mir nicht der Fall. Obgleich meine Mutter mir stetig Moralpredigten hielt, ob meiner häufig wechselnden Partner. Nun ja, es lag zumeist eben NICHT an mir, sondern an den mich betrügenden Männern. Zudem hatte ich stets eine wirklich feste Beziehung im Sinn, die fürs Leben sein sollte. Nur die meisten Leute in meinem Alter sind nicht mehr so gestickt. Es war schwer für mich einen Grad zu finden, einen Weg, auf dem ich wandeln konnte/kann, wo ich doch so anders bin.
Ja, ich suchte lange Zeit nach dem viel besagten Märchenprinzen. Nach einem Mann, welcher mir in seinen Attributen ähnlich ist. Irgendwann bemerkte ich dann, dass es einen solchen nicht gab, nicht gibt und nie geben wird. Frau muss sich arrangieren, oft, mit DEM was ist, was einer begegnet, oder geboten wird. Auch schöne Frauen gibt es genug. Infolgedessen nimmt Frau am besten DEN, welcher sie am meisten zu lieben scheint. Welcher für sie kämpft und ALLES riskiert. Jedoch, einige kleine Kompromisse ist es schon gut einzugehen, wenn man eine wirklich gute Partnerschaft will.

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Vergas ich die gute Tat zu erwähnen, welche Sasha auf mein Einwirken hin in die Wege leitete?
Kurz vor dem Neujahrsfest trafen wir hier ein Ehepaar aus Deutschland. Das Alter passt und auch sonst sind sie recht nett. Der Mann, ein Kleinunternehmer und seine Frau, die ihm zur Seite steht. Tja nun ward die Frau schrecklich krank und ihr Mann wollte natürlich eine angemessene Behandlung. Er nahm sich einen Kredit, damit dies geschehen kann. Das hat mich berührt. Daher bat ich Sasha ihnen zu helfen und er regelte, ohne Murren, noch umgehend das Finanzielle für dieses Ehepaar. (Für ihn sind es Peanuts. Für dieses Ehepaar…das Leben.) Nun stehe ich wohl noch mehr in seiner Schuld…….

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Noch kurz zu mir:
Meine ganzen Ängste des Dentisten wegen, waren völlig umsonst. Der Termin war heute gleich und er hat es noch umgehend repariert. Schmerzen hatte ich keine. Alles ist soweit gut,…was DAS betrifft.
Infolgedessen werden wir nun am Donnerstag nach Schweden fliegen, nachdem hier alles soweit abgeschlossen ist. 




Sonntag, 5. Januar 2020

Die Sprache der Liebe?


Ich begrüße Euch im Neuen Jahr!
Was wird es bringen? Fragen und Hypothesen gibt es zur Genüge.
Ich denke,……wir lassen uns überraschen!

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Tja nun, das Wichtigste: Wie geht es mir?
Ich würde sagen,……einigermaßen, so neun Tage nach der letzten Chemo, die zwar abgeschwächt war, aber dennoch sind all die mir bisher bekannten Nebenwirkungen recht spürbar. Das Wundermittel für Magen und Darm wirkte erstaunlich rasch, sodass ich doch bereits jetzt relativ annehmbar essen kann. Nur das Süße ist noch immer problematisch. Aber, so wie so gedachte ich dieses in der Zukunft gänzlich zu lassen. – „In einem basischen Körper können keine Krankheiten entstehen!“
Schwäche ist nach wie vor gleichermaßen ein Thema für mich, welches sicherlich und bedauerlicher Weise noch einige Zeit anhalten wird. Zumindest SO LANG, bis man das Gift aus meinem Körper schwemmt.
Meine Haare, was soll ich sagen, selbst die Echthaarperücke, welche Sasha sich etwas kosten ließ, ersetzt es nicht.
In jedem Fall bin ich hoffnungsvoll, dass es für mich recht bald aufwärtsgeht. Aber da stünde noch immer die Sache der angedachten Bestrahlung im Raum, welche noch längst NICHT von mir entschieden wurde.
Anti-Hormon-Therapie ist ebenso ein Stichwort, bei welchen es mir graust. Denn nur das Pillchen zu nehmen, wie die Ärzte einen glauben machen wollen, sooooo einfach ist das bei Weitem nicht! Denn, solch‘ Therapie (?) verändert die gesamte Persönlichkeit. Aber dazu…..später.

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Sashas Familie hat sich nun wieder von hier aus in alle Richtungen verteilt. Die Eltern nach Kanada mit Sashas Tochter Deborah und ihrer Mutter Asha, welche, lt. Ihren eigenen Worten, demnächst nach Hause, nach Tel Aviv fliegen wird. Sashas Brüder jeweils nach Berlin und Jerusalem.
Was nun Sasha selbst betrifft, ist er, wie ich ohnehin vermutete, beinahe der Alte und erneut in die Familie eingegliedert worden. Meiner Meinung nach, verließ er sie nie. Es war nur ein Schachzug,….wofür auch immer,…..diese Leute Dieses und Jenes tun. Aber egal. Zumindest ist er im Wandel begriffen – da bin ich mir (verhältnismäßig!!!) sicher - , und dieser Wandel zieht sich sicherlich bis zu DEM Zeitpunkt hin, wo klar ist, wer der nächste Präsident der Vereinigten Staaten wird. Mann passt sich eben an. Was nicht wirklich übel ist. Nein. Sasha schlug nun immerhin die Richtung des Wandels, des Neuen und Kommenden ein, worauf ich ihn so lange hingewiesen hatte. Eben dessen, was im Augenblick für viele Menschen doch recht annehmbar scheint. Zudem, und, um ehrlich zu sein, bin ich recht angetan darüber, dass unser eigener Jet wieder bereit für uns steht.

Da ich mir vor zwei Tagen ein kleines Stück meines Zahnes abbrach, bleiben wir noch ein wenig länger hier, bis diese Angelegenheit geklärt worden ist. D.h. gleich Morgen zum Dentisten zu gehen. Es ist ärgerlich, es ist in der Tat so ärgerlich, dass derartiges nun zusätzlich passiert. Aber egal, was sein muss, muss sein.

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Eine kleine Pointe zum Schluss, welche mich aufmerksam werden ließ.
Sasha hatte gestern ein, oder zwei Bier getrunken. Dagegen ist selbstverständlich nichts einzuwenden. Nur, ich mag diesen Geruch nicht!!! Er erinnert mich zu sehr an alte Zeiten, vor allem an (dem toten) Jack, den Engländer und ebenso an all die Partys mit Gunnar, welche ich besuchen musste und nicht wollte. Daher bat ich Sasha nicht in meinem Bett zu schlafen. Er war perplex und irritiert. Ich erklärte es ihm dann und er verstand was ich wollte. Die Angst in seinen Augen war jedoch nicht zu übersehen. Er nahm an, es sei der Anfang vom Ende, dass ich ihn nicht mehr lieben und womöglich verlassen wolle. Ich beruhigte ihn: „Nein, nein, SO ist das nicht!“ Nach und nach kam die Erleichterung. Und als Bonus für ihn und den Schreck, ließ ich ihn doch bei mir schlafen.
Nun, da war jedoch ETWAS in meinem Inneren, was mir tatsächlich Worte zugeflüstert hat wie……du findest ihn nicht wirklich attraktiv, sondern vom Äußeren her doch eher recht dürftig. Nicht wahr? Vielleicht strebst du eine Trennung an, wenn….er dir ohnehin nicht gefällt. Ohne einen Mann könnte dein Leben möglicherweise NOCH besser sein? Deine Bescheidenheit würde dir helfen mit deinen dir zu Verfügung stehenden finanziellen Mittel auszukommen. Hab‘ doch keine Angst. Du wärst dann frei zu tun, was immer du willst. Usw……..Welcher Teufel hatte mich da nur geritten??? WO kamen diese Gedanken her?
NEIN! NEIN! Sasha begleitet mich trotz aller kränklichen Widrigkeiten tapfer bis hier her. Keiner hat mich bisher so geliebt wie er. Wie könnte ich solch‘ loyalen Mann eine Trennung, oder gar ein Ende unserer Ehe antun? Obgleich ich das Wort Ehe in meinem, unserem Fall für fragwürdig halte. Denn zuweilen frage ich mich, bin ich tatsächlich verheiratet mit ihm bin? Rein rechtlich mag es sicher so sein. Nur drängt Sasha noch immer darauf, unsere Ehe vor G**t noch einmal korrekt zu vollziehen, was mich, um ehrlich zu sein, etwas misstrauisch macht. Dennoch ist er bemüht, mein Partner, Ehemann, Freund und….was auch immer zu sein. Und ich glaube ihm. Wozu denn sonst all die Mühe. Sashas Augen sprechen ohnehin noch immer die Sprache der Liebe, was weithin für alle sichtbar ist. Also WOZU sich trennen? Was soll denn das? Zudem war es nie meine Absicht allein zu sein!

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….und doch noch etwas Spirituelles!
In diesen Breiten gibt es allerlei Traditionen. Unter anderem die der Percht und ihrer Wilden Jagd, welche in der vergangenen Nacht das letzte Mal vorbeigezogen ist. Man besänftige diese wilden Gesellinnen und ihr Gefolge am besten mit weißen Speisen, was ich tat. Diese werden auch Percht- oder Sampermilch genannt. Zudem ist es der letzte Lostag. Alles, was nicht so gut lief, insbesondere in den Rauhnächten, ist man in dieser Nacht in der Lage noch einmal zu korrigieren. Ich schrieb ALLES auf ein kleines Papier, was ich loslassen möchte und bat meine Schutzgeister um Hilfe. Verbrannte den Zettel dann über einer Kerze, räucherte Salbei und Weihrauch dazu.
Sasha war nicht dabei, was gleichwohl nicht meine Absicht gewesen war. ER huldigt seinem eigenen Gott, welcher mir, oder besser die gesamte Religion – so wie alle Religionen!! – suspekt vorkommt. Seine ist NICHT meine Tradition (und so wie so mag ich dieses ganze Getue, diese Brimborien , diese tausend feststehenden Regeln, Handlungen etc., so wie alles….in dieser Hinsicht….. nicht!) und wird sie niemals werden, auch wenn ich mich (für eine Zeit lang???) anpassen mag.