Montag, 8. August 2022

Das Leben geht seine Wege……..

Was für ein einwöchiger „Ausflug“ in ein „anderes Leben“, ohne Sasha und mit Alexander, war denn das?  Mir entzieht sich der Zweck des Ganzen. Wozu dienen all diese „Spielereien“? Vermutlich dazu, um Sashas und vor allem meine Position zu festigen, im Familienverband. Aber wozu dieses Szenario? Konnte man das nicht anders lösen? Kevin ist gegangen, Alexander gekommen und Adam hat dies alles miterlebt. Und das alles nur, damit das Alte noch strenger, fester, disziplinarischer, autoritärer, bestimmter zurückkehren kann? 
Mag sein, dass es ein gutes Leben ist, an Sashas Seite. Ja. Da kommt es schon vor, dass ein Geschenk (ein gold lackierter Maserati) von Sasha vor meinem Hause steht, was ich mir nie mehr hätte leisten können. Und ebenso das bequeme Fliegen überall hin auf dieser Welt. Und nein, ich war NICHT bei meinen Eltern, obwohl…..ich es hätte müssen, in dieser Zeit. Denn mein Vater unterzog sich einer Knie-OP und meiner Mutter geht es nicht wirklich gut………….schrieb ich noch einen Tag nach meinem letzten Post.

Und nun?

Sasha und ich beendeten unsere Reise durch Israel. Besuchten noch einmal Nazareth und dann fuhren wir nach Jerusalem, wo wir uns mit Sashas Bruder Elan trafen. IHM haben wir viel zu verdanken und selbstredend Misha ebenfalls, denn beide Brüder intervenierten und setzten sich für das Glück ihres Bruders ein. 
Am Ende landeten Sasha und ich wieder in Schweden, wo nun auch Sarah, Sashas Assistentin, nachgekommen ist.   
Das zarte Band, welches mich und Alexander umfing, nun ja,……hat sich für den Augenblick aufgelöst und….es ist NICHT meine alleinige Schuld. Nein. Auch ER vermochte offenbar NICHT von seiner ehemaligen Verlobten zu lassen. – Oder sie nicht von ihm. In jedem Fall hat er wohl nachgegeben. - Denn, noch als ich mit Sasha unterwegs gewesen war, rief mich Imara an, dass man Alexander mit seiner einstigen Geliebten gesehen hätten. Später bestätigte er mir selbst, dass es nun doch zwischen ihnen wieder zu Intimitäten gekommen war. Nun gut, das war für mich in diesem Moment schon recht vorteilhaft. So heftete sich die Schuld nicht alleinig an mich, sondern gleichwohl an Alexander, der nun…….eben NICHTS weiter als mein Geschäftsführer ist.

Meine Eltern ließ Sasha nach Schweden fliegen, damit beide in meiner/unserer Nähe sind. Der Vater hat die OP gut überstanden und wird demnächst in einen Kuraufenthalt gehen. 
Die Mutter wird wegen einem Frühstadium von Demenz behandelt, was sie selbst nie wahrgenommen hat. Nur die sie Umgebenden. Daher ist auch sie in der Obhut von Ärzten. Wir werden sehen…….....
Das Leben wird weitergehen........

 

Montag, 25. Juli 2022

Eine furiose Rückkehr zum Alten - Ich will doch einfach nur.....leben!

Diese eigenartige Situation, in welcher ich mich nun befinde, mit Alexander und auch mein Grübeln über Sashas Worte von einem halben oder einem Jahr warten, lösten sich sehr(!) zügig auf und ich war gezwungen noch im Augenblick eine Entscheidung zu treffen. Sasha rief mich am Abend des 24. Juli an und sagte zu mir: „Pack‘ deinen Koffer und sei in einer Stunde am Flughafen Arlanda. Ich hole dich ab. Alles andere später.“

Phhhuuuuu! Was jetzt? Was nun? Um es abzukürzen, ich tat es einfach. Jedoch war ich in Erklärungsnot. Denn ich gedachte Alexander keinesfalls darüber zu informieren, was wirklich war. So sagte ich zu ihm, da er mich vorher am iPhone hatte sprechen sehen, dass ich noch heute eilends nach Deutschland fliegen müsse,….zu den Eltern und so ganz gelogen ist das nicht. Denn ich befinde mich derzeit tatsächlich in Frankfurt am Main. Jedoch bis Morgen nur. 
 
Tja nun, WAS kann ich hier überhaupt schreiben,….von alledem? (Nachdem man mir nahegelegt hat, diszipliniert den Regeln zu folgen und über das Meiste Schweigen zu bewahren.) 
Es wurden in jedem Fall Vereinbarungen getroffen, die für Sashas Brüder gleichwohl nicht ohne Konsequenzen sind, was ich beiden in einem hohen Maße anrechnen muss UND, was mich nun dazu bringt, vorbehaltlos bei Sasha zu bleiben. Man hat sich für mich eingesetzt! Oder besser dafür, dass Sasha am Ende doch mit mir(!), als seiner Frau, glücklich ist. Die von mir unterschriebenen Scheidungspapiere – die Sasha sich im Übrigen weigerte ebenfalls zu unterzeichnen – zerriß er gestern Abend noch vor meinen Augen……in kleine Stücke. 
„Gibt es vielleicht noch eine Kopie?“, rutschte es mir heraus, denn in solchen Kreisen ist es stets von Nöten auf der Hut zu sein. Aber selbst WENN, wird man es mir nicht verraten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich nicht absichern wird. Sasha verneinte jedenfalls. Bei DENEN ist ohnehin ALLES möglich, in jeder Hinsicht,….wie man sieht. 

Also, WAS bedeutet das nun? 
Dass ich Alexander, der nun allein mit Imara das Zentrum führen muss, vorerst NICHTS davon sagen werden. Denn, wenn Sasha nun vermehrt auf Reisen geht, als Chef (gemeinsam mit seinen zwei Brüdern selbstverständlich) des Unternehmens und mich nicht mitnehmen kann, verbleibe ich (allein?) in Schweden. Natürlich könnte ich auch in unserem Haus in Kanada oder Portland sein, WENN ich es wollte. ALLES ist wieder da, nach einer Woche des inneren Lösens von Sasha. Und gar zu leicht finde ich in diese Bequemlichkeiten zurück, die selbstredend ebenso ihre Pflichten und Regeln haben. 
Sasha und ich redeten gestern im Flugzeug über alles, auch über die Frauen und auch über die Intension hinter dem ganzen Szenario bis hier her, weil…… ich verständlicher Weise argwöhnisch war. Sashas Antwort darauf: „Wenn sich der Gedankenkreis der Verschwörungs-Theorien in deinem Kopf endlich schließt, wirst du am Ende erkennen, dass ich dich liebe und um dich kämpfe.“ 
Was nun Cecilia betrifft, also DIE Frau, die Sasha meiner statt ehelichen sollte, wurde ebenso eine Lösung gefunden, die alle(?) zufriedenstellt. Nur so viel zu ihr: Sie hat (aus der Not heraus) orthodoxe Regeln verletzt, die zu einem unschönen Ende ihrer unschönen Ehe führte. So muss sie jetzt glücklich sein, dass sie letztendlich doch bei Sasha bleiben und bei seinen Eltern wohnen darf, um die gewünschten Enkel zu gebären. Denn genau darum geht es letztendlich und ICH vermag es nicht zu tun UND möchte dies gleichwohl nicht! 
„Sie kann sich glücklich schätzen und wird ein schönes Leben haben.“, sagte Sasha dazu.

Im Allgemeinen bleibt mein Leben nun mit Sasha so wie es vorher war, mit…..kleinen Abweichungen. Die Regeln habe ICH….strenger zu befolgen…….selbstredend. Dennoch,…..ich bin so unsicher, weiß nicht wirklich was Inszenierung und was Wahrheit ist und……..ob es so bleibt wie es ist, oder sich erneut verändert. Und selbst wenn ich JETZT doch lieber ein Leben mit Alexander wollte,……geht das nicht mehr......... Ich bin Misha und vor allem auch Elan, Sashas Brüdern gegenüber (zu Dank) verpflichtet. Genauso handhab man das eben. Denn womit würde man mich erpressen wollen? Hier geht es ausschließlich darum, sich unterzuordnen, sich anzupassen. Man spielt eben, meiner Erfahrung nach, gern mit den Menschen. Daher werde ich aufmerksam sein. Denn, woher soll ich wissen, ob sie es mit mir nicht gleichermaßen tun? Und im Grunde tat man all dies nicht wirklich für MICH, sondern deshalb, weil Sasha nicht gewillt war mich aufzugeben. Infolgedessen wäre ich Sasha ebenso verpflichtet. Aus diesem Grund hat man Vereinbarungen und Regelungen getroffen, dass nun das Leben wieder so ist, wie es mit Sasha und mir gewesen war, bevor…… nun ja.
Dieses Hin und Her nervt einfach nur. Ich will doch einfach nur.....leben.

 

Samstag, 23. Juli 2022

Die Zeit frisst Erinnerung-en……..

Ich grüble über Sashas Aussage nach. Ein halbes oder gar ein Jahr, das ich "aushalten" soll. Was für ein Plan soll das sein? – Solch‘ Pläne kenne ich nur zu gut und meiner Erfahrung nach, funktionieren sie nie! - Entweder er vergisst mich bis dahin, denn gelebte Zeit schafft Gewohnheiten und........ frisst Erinnerungen. Oder es ist schlicht und einfach eine Irreführung für Jene, die es lesen/wissen sollen. Lügen, Manipulation und Täuschung sind schließlich das Metier, in welches er hineingeboren wurde und in welchem er sich tagtäglich bewegen muss. 
Aber WAS weiß ICH denn schon? Und,..... würde ich es wirklich wieder wollen, das Zusammensein mit ihm? Womöglich schon. Denn irgendwie stellt sich bei mir im Augenblick ein wenig Wehmut ein, ob all der Dinge, die ich mit ihm verlor. Aber ist es nicht so, dass man stets DAS haben will, was gerade nicht verfügbar ist?


Freitag, 22. Juli 2022

Jeder hat eine Vergangenheit

Es müssen wohl dramatische Umstände gewesen sein, unter welchen er hier hergefunden hat. Nur mit einem Koffer war Alexander gekommen und sogleich geblieben. Aber jeder von uns hat…….eine Vergangenheit.
  
Heute Morgen, bevor er einen Anruf erhielt, dass in sein Zimmer, welches er in Stockholm angemietet hatte, eingebrochen worden ist, hatten wir die Gelegenheit ein wenig miteinander zu reden. Denn da war diese Begebenheit, – und ich hätte ihn auch nicht weiter bedrängt, wenn es sich nicht erneut um diese Endlosschleife der Ex-Frauen und Ex-Geliebten gehandelt hätte, deren ich in der Tat überdrüssig bin! – dass er sich bereits den zweiten Arbeitstag frei genommen hatte, um….WAS eigentlich zu tun? Im Grunde ging es mich nichts an. Demgegenüber empfing ich da diese „Vibes“, die mir sagten, dass da etwas nicht stimmt. Und in der Tat war es so. Seine Ex-Freundin oder –Verlobte (was auch immer sie nun ist oder war), hatte ihn angerufen und um Hilfe gebeten. So gutmütig und hilfsbereit wie Alexander zu sein scheint, vermochte er nicht NEIN zu sagen. Er war den gesamten Tag unterwegs und kam erst am Abend zurück. Und heute erfuhr ich von Derek das Gerücht, welches umzugehen scheint, dass besagte Ex-Freundin Martina, hier bei uns im Zentrum war. Sie hätte Alexander im Büro „besucht“. Man beobachtete wohl, dass diese Frau recht anzüglich und aufdringlich war. ER selbst hat mir bisher nichts davon erzählt. Er äußerte sich zu ihr nur dementsprechend, dass SIE, Martina, anscheinend „ihr Spielzeug“, IHN, Alexander, nicht loslassen mag. (Sie ist die Tochter des Chefs gewesen, in der Firma, in welcher Alexander gearbeitet hat.) 
„Spielzeug?“, fragte ich nach. „Ich dachte sie hat dich geliebt und du sie?“ 
Er schaute ein wenig betrübt drein auf diese Frage und ich äußerte die Vermutung: „Ja, ja, ich weiß, in diesen Kreisen ist Liebe nichts was zählt. Sogar die eigenen Kinder sind nur eine Handelsware. Man vergibt sie wie eine gute Investition, zum besten Preis oder verkuppelt sie mit einer guten Partie, deren Familie einem nützlich sein kann, aus denselben Kreisen oder,….. lässt die Jungen eine Zeit lang spielen, mit wem sie wollen, bis man sie ermahnt, WAS ihre Aufgabe, ihre Bestimmung, ihre Verantwortung der Familie gegenüber ist.“ 
Alexander holte tief Luft: „Ja, so ist das wohl. Und ja, ich habe sie wirklich sehr gemocht.“.….und er sagte nicht geliebt. Aber womöglich nur, um seine Beziehung zu ihr mir gegenüber herunterzuspielen. Das vermute ich, denn andererseits gibt er schon zu, dass er noch Gefühle für sie hat, obwohl er sagt, die Beziehung sei endgültig vorüber. Das Eine schließ das Andere nun, vor allem nach so kurzer Zeit, nicht aus, meine ich. Denn um ehrlich zu sein,….phhhuuu, gestehe ich,……. Schweifen meine Gedanken gelegentlich ebenso noch zu Sasha hinüber, der heute Morgen angerufen hat, nachdem Alexander gegangen war, des Einbruchs wegen. Es war das erste Mal, seitdem ich weggebracht worden war, dass Sasha und ich frei miteinander redeten und es scherte ihn offenbar nicht, dass dieses Gespräch vermutlich abgehört wurde. Da er nun doch nicht offen über alles reden wollte und konnte, versuchten wir das erste Mal die Fernwahrnehmung, die erstaunlich mühelos gelang. Nun, nur so viel dazu, ER hält an UNSEREN Plänen fest, wie er …….sagt, oder besser….dachte. 
„Lass sich die Wogen glätten. Vielleicht ein halbes oder ein Jahr. Dann werden wir weiter sehen.“, meinte er…….leise. 
Offen sprachen wir über seine neue Frau, für die er sich entschieden hatte, oder besser, MUSSTE. Cecilia, sechs Jahre jünger als ich und….so einigermaßen gutaussehend, meinte er. Es wäre ihr wie Elan, seinem Bruder ergangen. Aus Eigensinn aus der gut statuierten Familie und Kreisen ähnlich dem Seinen heraus, gedachte sie Gott zu finden und kam zum orthodoxen Judentum. Sie versuchte sich anzupassen, hatte dort wohl auch einen Mann, welchen sie vor Kurzem unter recht schwierigen Umständen wieder verließ. (Es floss wohl offenbar auch Geld.) Nun hatte man rasch einen neuen Mann für sie finden müssen und DAS scheint nun Sasha zu sein. 
„Ich hätte mich auch für eine Ginsburg entscheiden können. Nur DIE sieht wahrlich nicht ansprechend aus.“, sagte er. 
Es hätte noch zwei andere gegeben. Eine Jiska, ebenso recht tief im Glauben und eine Ethel aus Wien. Beide wären einigermaßen annehmbar gewesen und….jünger als ich, ließ er kurz angeschnitten verlauten.

Doch zurück zu Alexander.

Er ist offenbar ein hilfsbereiter, ruhiger und harmonischer Mensch, entsprechend seinem Sternzeichen Krebs, worin auch die Treue enthalten ist und ich hoffe, er wird, vor allem in dieser Hinsicht, seinem Sternzeichen gerecht. Ebenso liebt er wohl eher die Abende auf der Couch, als auf Parys oder trinken zu gehen.  – Ahhhhh, wie angenehm!!! - Freunde hat er wohl ebenso nicht. Ein Einzelgänger, wie es scheint, so…..wie ich. Familie gibt es keine……mehr. ER stammt wohl aus einfachen Verhältnissen und ist der LETZTE. Kinder, hat er keine. – Was bin ich froh darüber! – Mit Vorwürfen scheint er sich zu quälen, weil er am Steuer saß, als sie von der Beerdigung der Großmutter kamen und sie den Unfall hatten, wo beide Eltern starben und ER drei Monate im Koma lag. Man dachte bereits, dass er sterben würde und ja, er war anscheinend auch eine kurze Zeit klinisch tot. Daher ist auch er im Nachgang noch mit reichlich Schmerzen gesegnet, so wie gesundheitlichen Schwierigkeiten. Also noch etwas, worin wir uns gleichen. 
 
Und wahrlich,…..er ist noch nicht allzu lange aus der Beziehung mit Martina heraus. – Was vorher war, weiß ich (noch) nicht. - Es müssen so etwa fünf Wochen sein. Denn das Zimmer, in welches nun eingebrochen wurde, hatte er erst vor vier Wochen angemietet. Kein Wunder also, dass er so zurückhaltend ist, was mir sogar entgegenkommt. Auch ICH bin noch nicht an neuen verbindlichen Bündnissen und Romanzen interessiert. Im Augenblick geht es mir nur darum, nicht unbedingt allein zu sein und ich bin glücklich darüber, dass Alexander das versteht und ähnlich denkt. Auch ER mag offenbar nicht wirklich alleine sein und so lernen wir uns, in einer Art platonischen Verbindung, so allmählich kennen und mir ist es in der Tat lieber, eine womöglich angehende Beziehung eben NICHT auf Sex aufzubauen, sondern auf anderen, beständigeren Werten. Das bedeutet konkret, dass Alexander und ich am Abend gemeinsam Filme schauen und Essen gehen. Tagsüber arbeiten wir so wie so zusammen. Wie es weitergeht,……werden wir sehen………….. Es ist nach wie vor und trotz alledem eine eigenartige Situation.