Donnerstag, 5. Januar 2017

Unangemessenheiten



Ich kann nicht sagen, ob ich es bedauern oder gut heißen soll, dass ich es, trotz der kontinuierlichen Erziehungsversuche meiner Eltern, eben NICHT vermag, mich in jedem Fall und bei jedem Zusammentreffen mit der Konkubine meines Mannes, oder auch ihm selbst, wenn sie zusammen sind und oft mit Kind, angemessen verhalte. In meiner Position ist jedoch derart auffällig inadäquates (ungehöriges trotziges, unversöhnliches, halsstarriges, unangepasstes, widerspenstiges, renitentes,  unwilliges, verbohrtes, fast zickiges) Benehmen in der Tat deplatziert. Heute Morgen zum Frühstück passiert.  Überhaupt war ich bereits seit gestern Abend (ein wenig) verärgert. Nicht nur auf meinen Mann. Sondern ebenso auf Derek. Denn beide sind noch, wenn auch auf unterschiedliche Weise, mit einer anderen Frau samt ihren Kindern verbunden. Ich finde es im Ganzen so wie so eine ganz sonderbare (skurrile, kuriose, absonderliche, eigentümliche, fast bizarre) befremdliche Situation, in welche ich mich befinde und, an welche ich mich eben NICHT gewöhnen kann. So sehr ich es auch manches Mal versuche. Es gelingt mir nicht. Und im Nachhinein schäme ich mich meines Benehmens. Genau genommen sollte ich demonstrieren, dass ich darüber stehe. Aber ich kann es nicht jedes Mal.

Zur Erklärung ist zu sagen, dass ich mit Derek an meinem Tisch im Restaurant gesessen habe und dann kam Gunnar mit Alexa, samt ihrem Kind herein, geradewegs auf uns zu und setzten sich, wie selbstverständlich, an meinen Tisch. Später, als ich bereits gegangen war, kam sogar Giselle mit ihrem Kind dazu.
Nicht dass ich ausfallend geworden wäre. Nein. Durchaus nicht. Ich war eher ruhig. Zumindest noch im Restaurant. Konnte Gunnar (und erst recht dieser Schlampe nicht) in die Augen sehen. Wendete mich ab. Ignorierte die beiden. Selbst, als Gunnar mit mir sprach und zum Schluss noch andeutete, dass es mit Derek doch nichts anderes sei. Genau dieses Satz war das Tüpfelchen auf dem I gewesen, um mich aufgebracht und unangemessen reagieren zu lassen. Ich stand wortlos auf und setzte mich schlicht und einfach allein an einen anderen Tisch.
Nun gut, ich konzentrierte mich auf die Speisen und versuchte mich zu beruhigen. Und dann begann der Reigen der Männer, welche immer wieder die gleiche Frage stellten. „Darf ich mich setzen?“
Der erste war Troels. Zu dieser Zeit war ich noch recht wütend. „Nein!“ Er kräuselte, ohne ein Wort zu sagen, die Stirn und ging weiter.
Der Zweite war Sascha Fließe. Ihn sah ich zumindest an. „Nein.“, entgegnete ich schon ein wenig milder. Er lächelte leicht, nickte und ging ebenfalls weiter.
Der dritte war Greg Hagen. Er ging vorsichtig vor. „Hallo.“, begrüßte er mich, verbeugte sich leicht und seine Augen verrieten den Wunsch, sich zu mir setzen. Was seine Stimme mir schon im nächsten Moment bestätigte. „Darf ich mich setzen?“
Ich zögerte und musste dann lächeln und bot ihm den Platz mir gegenüber an. Er setzte sich. Wir unterhielten uns eine Weile und ich frühstückte in seiner Gegenwart zu Ende. Stand auf, verabschiedete mich von ihm und ging allein ins Büro. Ohne mich auch nur einmal umzudrehen. Dennoch wusste ich, dass dort, in der Nische, an meinem Tisch, mein Ehemann mit seiner Mätresse und ebenso mein Liebhaber mit einer anderen Frau samt ihren Kindern saßen. Ich ärgerte mich. WAS hätte ICH dort oben verloren? Das fünfte Rad am Wagen zu sein? Nein! Niemals! DAS musste nicht sein.

Der Unmut setzte sich späterhin noch fort. Es entbrannte ein heftiger Streit zwischen Gunnar und mir in meinem Büro. Er hielt mich mit beiden Händen fest und bedrängte mich, mich zu beruhigen. Seinen Worten Folge zu leisten. Jedoch dazu hatte ICH keinerlei Lust. Ich wiedersetze mich, riss mich los und stritt weiter.
Mike kam, wie oft, geistesabwesend herein. Sah auf und von einem zum anderen. Stutzte. „soll ich später wieder kommen.“
„Nein!“, erwiderten wir beide im Chor.

Selbstredend wusste ich, dass ich meiner Konkurrentin am Morgen erneut das Feld überlassen hatte. Aber welche Variante ich auch wähle, ich fühle mich mit keiner wohl. Stets bin ICH die, die verliert. Egal, ob ich nun lächelnd versuche darüber zu stehen, oder mich trotzig gebärde. Ich vermag mit keiner der beiden Varianten wirklich zu leben und glücklich zu sein. NUR, mit Gunnar allein. Allerdings ist genau DAS offenbar nicht möglich. Mein Ehemann ist eben wie er ist.
Nichtsdestotrotz kann ich mir bei ihm doch recht sicher sein, dass er mich tatsächlich nie verlässt. Immer bei mir bleibt. Liebt er mich wirklich so sehr? Oder ist es nur mein Geld und meine unendliche Duldsamkeit? Was ich allerdings nicht einmal denken mag. Warum auch? Schließlich bin ich keine hässliche Frau. Ganz im Gegenteil.
Derek hingegen würde mich ohne zu zögern heiraten, wie er sagt. Dessen bin ich mir schon einigermaßen sicher. Gleichwohl er doch sonst niemanden ehelichen will. Und auch hier vermag ich eben NICHT mit Sicherheit zu sagen, ob meine Stellung und mein Vermögen nicht ebenso ein Grund dafür sind.
Nur wie lange würde es mit ihm halten? Denn auch ER ist NICHT für ewig frei von Betrügereien mit anderen Frauen, vermute ich. Und ich habe in der Tat nicht vor, noch einmal jemand anderen zu ehelichen. Gleichwohl ich doch, gerade in dergleichen Situationen, daran denken mag. Das Dumme ist nur, dass eigentlich alle in Frage kommenden Kandidaten, mit Frauen und Kindern behaftet sind. Sowie Jason, oder womöglich sogar Kevin. Sasha Fliess ist mir zu ölig. Zu aalglatt. Und wer weiß was noch. Zudem schläft auch ER mit einer anderen. Aber WAS erwarte ich denn?
Auch wenn ich gedenke mich an diesem Reigen nicht zu beteiligen, kann ich nur sagen, ich habe ohnehin keine Chance und bin bereits mitten in Diesem. Ob ich nun will oder nicht. Aus diesem Grunde hat sich wohl Elisabeth die I. entschlossen, zölibatär zu leben. An der Spitze ist es stets sehr einsam und jedermann schaut auf einen.

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Nun gut, noch einmal kurz zu gestern Abend und warum ich mich über Derek, oder vielleicht sogar über mich selbst ärgerte.
Alles ist dieses Mal gut gegangen. Bestellungen, Einkäufe, Lieferungen. Ein Grund aufzuatmen. Nach der Arbeit und dem Dinner, ging ich mit Gunnar nach Hause. Er allerdings war noch einmal zu Alexa und seinem Kind gegangen und offenbar auch zu Lara. Er kam ziemlich spät. Es war so gegen neun.
Wir sahen zusammen fern, bis weit nach Mitternacht.
Derek hatte Licht gesehen und klopfte noch einmal bei uns an, um zu fragen, ob alles in Ordnung sein. Gunnar bat ihn herein und auch seinen Partner Sven Aberg.
„Aber nur ein paar Minuten.“, warf ich ein. „Wir wollen sie doch bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit im Zentrum nicht stören.“
„Es wird schon nichts sein.“, sagte Gunnar und verdrehte die Augen.
Derek willigte ein und die beiden Männer unterhielten sich, ein wenig abseits stehend, miteinander. Ich smal talkte derweil mit Sevn Aberg. Ein netter Mann. Hübsch anzusehen. Nur etwas klein.
Im nächsten Augenblick läutete Gunnars iPhone. Es war Alexa zu dieser späten Stunde und er diskutierte recht heftig mit ihr. Offenbar wollte sie, dass Gunnar zu ihr kommt. Und er selbst erklärte mir dann, dass sie doch zwei Tage und Nächte pro Woche mit ihm zusammen sein wollte. Insbesondere jetzt, wo sie sein Kind geboren hat.
Phhhuu. Was sollte ich sagen. Ich willigte selbstredend (und Zähne knirschend) ein. Zuckte mit den Schultern und meine Mimik war kühl.
Daraufhin redete Gunnar mit Derek, der schon fast gegangen war. „Kannst du hier bei Rea bleiben?“, fragte er ihn.
Ohne weitere Umschweife, oder viel nachzudenken, sagte er: „Ich regle das schon.“ Er setzte einen anderen Mann an seiner Statt ein, um die Schicht für ihn zu beenden.
Gunnar ging und Derek blieb.
Es war bereits gegen halb drei, als ich mit Derek zu Bett gegangen bin und wir wurden noch einmal, auf meinen Wunsch hin, intim miteinander. Derek war recht zögerlich. Führte, zu seiner Verteidigung, die Zeit ins Feld. „Es ist schon spät. Vielleicht Morgen. Meinst du nicht?“
Ich bestand darauf und er tat……….nach was ich verlangte. Obwohl mein Gefühl mir sagte, dass er an diesem Tag, oder sogar an diesem Abend, womöglich bereits mit einer anderen zusammen war. Und als ich ihn danach fragte, bestätigte er es mir. Nur war ich viel zu müde, so mitten in der Nacht, um an dieser Stelle noch böse zu sein. Und warum? Schließlich war er nach wie vor ein freier Mann.
Trotz alledem war ich verärgert. Oder doch eher hin und her gerissen. Einerseits wollte ich mit ihm schlafen. (Es ist SOOO angenehm mit ihm!) Andererseits verabscheute ich den Gedanken, dass sein Schwanz kurz zuvor noch in einer anderen war. Und gerade als wolle ich es mir selbst bestätigen, dass alles in Ordnung war mit uns, wurden wir am Morgen noch einmal intim miteinander. Was soll’s? Dachte ich so. (Soll ich mich etwa geiseln?)
„Kannst du noch mal?“, witzelte ich. Es war bereits acht.
Derek lachte. „Ja was denkst du denn? Aber wollen wir nicht lieber aufstehen?“ Und wir taten……

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Ach ja. Die Frau. Anne-Gret.
Wir trafen uns gestern noch einmal und unterhielten uns. Nach eineinhalb Stunden brach ich ab, alldieweil mir war, als drehen wir uns im Kreis und sprachen immer wieder über das Selbe.
Nun gut. Sie bat mich, wie erwartet, um einen Job. Nur ist sie doch eher eine Invalide oder eine Rentnerin. Vielleicht eine Rehabilitandin. Doch eher eine Versehrte im Geist und in der Physis. Also WAS tun mit ihr. Sie liebt Tiere über alles und an dieser Stelle hatte ich eine Idee. Hundesitterin. Sie wäre die erste hier. Und auch sicherlich gebraucht. Denn viele der Gäste bringen ihre Hunde und Katzen mit hier her. Also, warum nicht dieser Frau die Möglichkeit geben, sich etwas verdienen zu können und dabei noch Freude zu empfinden, wenn sie sich mit Tieren umgibt. Eine Chance für sie.



Mittwoch, 4. Januar 2017

Zerstörtes Leben, EINER Frau



(….was zurecht  impliziert, dass es nicht nur EIN oder mehrere, sondern unzählige zerstörte Frauenleben gibt. Kein Wunder, in dieser patriarchalen Welt.)


Diese Frau, mit der ich mich gestern noch traf, um mit ihr zu sprechen, ist in der Tat nicht zu beneiden. Ihr Name ist Anne-Gret Gustavson. Sie ist fünfundfünfzig Jahre alt und geschieden. Hat keinen Mann und bedauert das sehr. Ist doch recht einsam. Kümmert sich allerdings herzallerliebst um Tiere. Leidet sogar mit ihnen und das am liebsten Tag und Nacht, was sie kaum schlafen lässt und ihr Selb redend übermäßigen Kummer macht. Wie es mir scheint, sogar noch Depressionen verpasst. Warum tut sie sich das nur an? Schließlich vermag sie nicht die ganze Welt zu retten! Wer kann das schon? Die, welche die Macht dazu hätten, tun es nicht. Im Gegenteil. Sie sind verantwortlich für diesen ganzen Schlamassel!
Was erlegt sie diese Frau da nur auf? Sie kann kaum schlafen vor Schmerz, den sie verspürt, wegen der unzähligen Tiere, die gequält werden von den Menschen (zumeist Männer). Sie scheint mir überhaupt an dem Zustand der Welt zu zerbrechen. Es fiel mir schwer, sie aufzumuntern und ich glaube, an ihrer Grundeinstellung und -stimmung vermag niemand etwas zu ändern. Manche Menschen leiden eben gern.
Überdies fühlt sie sich übergewichtig. Sieht einer Magen OP entgegen, die sie unbedingt durchstehen will. Am besten sofort. Diabetes hätte sie wohl obendrein. Nur irgendwie glaube ich das Ganze nicht wirklich, nachdem was sie mir erzählte. Nicht, dass es nicht so wäre. Aber sie selbst könnte so viel an ihrem Zustand ändern. Tut es aber nicht.
Natürlich hat sie Angst davor, sich selbst und ihren Fähigkeiten zu vertrauen. Wer hat das nicht? Ich selbst bin nicht frei davon. Sonst wäre ich schon längst wieder gesund.
Wie mir Anne-Gret erzählte, versucht sie schon ihr ganzes Leben zu sein, wie es von ihr erwartet und wie es von der Gesellschaft vorgegeben wird. Immer schön schlank und hungrig sein. Am Ende ist ihr Körper, nach vierzig Jahren, total gestört. Was ich überaus bedrückend finde und es war gut, dass ich gezwungen war, nach fast zwei Stunden die Unterhaltung zu beenden. Oder besser, auf heute zu vertagen. Allerdings gedenke ich nicht noch einmal so viel Zeit zu verwenden, wenn es möglich ist. Wir werden sehen. Dieses Mal kommt sie zu mir ins Haus. Gestern trafen wir uns in meinem Büro. Und mir wähnt, ich werde sicherlich noch über ihr Kindheitstrauma erfahren, das mit Missbrauch zu tun hat.
Traurig das Ganze. Was für ein zerstörtes Leben!!!

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Ich war nach dem Gespräch mit dieser Frau nach Hause gegangen. Gunnar blieb noch für eine Weile im Büro und kam, bis zum Abend,  immer wieder einmal vorbei. Ging dann noch einmal zu Alexa und seinem Kind hinüber und anschließend kuschelten wir beide bis in die Nacht hinein auf der Couch.
Spät abends entschied ich mich noch einmal zu schreiben und eine Bestellung zu tätigen.
„Must du denn jetzt noch arbeiten?“, fragte er dann und half mir schlussendlich. Blieb, ohne Unterbrechung, bis zum Morgen bei mir. Und im Augenblick ist er am Arbeiten. Drängt allerdings darauf, endlich zu Tisch zu gehen. Wie immer, sind wir spät dran.
Manchmal, aber nur manchmal, habe ich Hoffnung, dass Gunnar doch noch ein brauchbarer Ehemann wird. Nur WAS tue ich mit dieser Frau? Seiner Geliebten. Alexa. UND dem Kind? Wird es ewig unser beider Leben überschatten? Oder WO führt das hin?
Dieses geteilte Leben, gefällt mir nicht!


Dienstag, 3. Januar 2017

Von Männern und der Zeit, die beständig vorwärts schreitet




Ian hat sich nicht von mir verabschiedet. Zumindest NICHT persönlich. Er schrieb mir ausschließlich eine Nachricht via iPhone, dass er abgereist sei und er nächstes Jahr, oder vielleicht sogar etwas früher, wieder kommen wird, WENN man ihn lässt. (Wer ist man?)

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Derek sah ich gestern Nacht, als ich kurz vor dem zu Bettgehen, aus dem Fenster sah. Offenbar hat er die Schicht für die Nacht. Er zieht seine Runden noch immer mit dem ebenso attraktiven Sven Aberg. Offenbar verstehen sie sich doch recht gut. Dieser ist allerdings blond und blauäugig. Muskulös sind sie beide.

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Gunnar kam gestern unerwarteter Weise recht spät nach Hause. Selbstredend legt er nun sein verbliebenes Kind ins Bett und was er sonst noch so mit Alexa tut….? Wer weiß. In jedem Fall gestand er mir, dass er bei Lara war. Und nicht nur, um sich zu unterhalten.
Aber egal. Ich kann ohnehin nichts dagegen tun. (Er duschte jedoch erst kurz bevor wir gegen halb zwei zu Bett gegangen sind.)
Heute Morgen dann trotz alledem der Sex.

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Gestern habe ich mich noch einmal ausgeruht. Heute ist das anders.
Gleich nach den Intimitäten mit meinem Mann, sind wir aufgestanden. Was mir Zeit gab für mein Übungen und den Gang zum Restaurant gemächlichen Schrittes.
Danach das Briefing, Termine besprechen, Bestellungen etc…….und vor mir liegt der Lunch mit Gunnar und ein Gespräch mit einer einsamen, älteren Weltverschwöhrungstheoretikerin, wie ich selbst eine bin. Nur eben nicht alt und nicht einsam. Sie ist zumindest eine Frau, die die Augen nicht verschließt und jede Menge Wissen hat. Alldieweil sie sich belas…..über die monotheistischen Religionen und die Unterdrückung der Frauen in diesem System. Alles in allem jede Menge Stoff zum unterhalten. Ich lernte sie Sylvester kennen. Sie jobbte im großen Saal als Aushilfskellnerin. Natürlich hätte sie das nicht nötig, sagte sie. Interessiere sich eigentlich nur für das Zentrum und wolle wissen, wie es hier so ist. Wir werden sehen…….

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So, nun sind sie alle wieder fort. Gunnar und ich sind geblieben und leiten das Zentrum. Allerdings fehlt uns Kevin. Was wird sein, wenn man ihn überredet in Deutschland zu bleiben und seine Lebensgefährtin Janina ist hier offenbar die treibende Kraft. Alldieweil sie aller Wahrscheinlichkeit nach noch immer eifersüchtig auf mich ist. Habe ich ihr einen Anlass gegeben? Aus meiner Sicht nicht. Aber egal. Kevin war und bleibt IMMER die letzte Option, nach Gunnar, Derek und vielleicht sogar Jason. (Sollte niemand mehr übrig sein von meinen Verehrern. Allerdings weiß man nie, welche Möglichkeiten sich einer noch bieten, oder wen man zukünftig noch kennenlernt.) Mit ihm zusammen könnte ich das Zentrum leiten. Wir werden sehen. In jedem Fall bedränge ICH ihn nicht zurück zu kommen. Er hat Trauerzeit..........


Montag, 2. Januar 2017

Das Ziel ist der Lohn



Vor allem anderen möchte ich mich bei meinen Leserinnen und Lesern bedanken, die es wieder ein Jahr lang mit mir und meinen Sorgen ausgehalten haben.
Nun, auf ein NEUES!
Ich wünsche jedem, der hier liest, alles Gute im Neuen Jahr. Mögen jedem seine Wünsche in Erfüllung gehen.

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Der große Abend des Abschiedes war gestern gekommen. Wir saßen alle noch einmal zusammen. Redeten miteinander. Auch ich mit Marie und ich brachte mein Bedauern zum Ausdruck, dass es zwischen uns nicht mehr so war wie früher, als wir noch Kinder waren. Aber offenbar müssen wir beide einsehen, dass es niemals wieder so sein wird. Es ist schlicht und einfach zu viel geschehen. Der Tod von Maries erwachsenem Sohn Raymond, hier in Schweden. Dann die Zeugung der zwei magischen Kinder,  Óðinn Asger und Inula Castanea, auf eine recht eigenwillige Art, indem sie mit drei Männern hintereinander schlief, die sie kaum kannte und mit denen sie bis zu diesem Zeitpunkt nur wenig zu tun hatte. Dann die Geburt in ihrem Alter. Zwillinge. Zumindest hat sie nun doch noch DEN Mann für sich bekommen können, welche sie sich wünschte. Einen Nordischen.
Um Gunnar sorgte ich mich gestern. Der Abschied von seinem Vater fiel ihm überaus schwer. Hier spielt gleichwohl der Tod seiner Mutter hinein, die nun erst seit kurzem nicht mehr unter uns weilt. Es ging ihm sehr nahe, gestern Abend. Ich vermute, er würde es am liebsten sehen, wenn sein Vater, samt seiner neuen Frau, hier in der Nähe wohnte. Vielleicht ging es ihm damit besser. Aber auch nur vielleicht.
Alexas Eltern sind heute ebenfalls abgereist. Zurück nach Kalifornien. Ihre Schwestern Nancy und Jacki waren erst einen Tag vor Sylvester gekommen. Die Brüder waren nicht hier.

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Mit Kevins Rückkehr scheint es Probleme zu geben. Ich rief ihn heute an, um ihm alles Gute für das neue Jahr zu wünschen. Er antwortete nur zögerlich und am Ende stellte sich sogar noch heraus, dass er einige Wochen länger in Deutschland bleiben möchte. 
Nun gut, Ich verstehe das. Mag es so sein. Allerdings vermute ich, dass ihm seine Mutter und vor allem Janina zusetzen werden, wenn sie es nicht bereits taten, dass er für immer in Deutschland bleibt. Ich fühle, da geht etwas vor!....das NICHT zu meinen Gunsten ausfallen könnte. Dennoch ich brauche Kevin hier!
Nach dem Gespräch mit ihm und bereits währenddessen, hatte ich mich derart aufgeregt, dass mir das Blut in den Ohren rauschte. NICHT gut! Gerade JETZT, wo es mir ein wenig besser ging. Was ich zum größten Teil auf meine neue Medikation zurückführen kann, die ich mir (wir uns) selbst ausgewählt hatte.

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Alles in allem bin ich froh, dass sie all diese Menschen wieder gegangen sind. Und am liebsten wäre es mir, Alexa und ihr unseliges Kind würden ebenso aus unseren, Gunnars und meinen, Leben/Blickfeld verwinden. Allerdings ist hier bedauerlicher Weise KEIN Ende abzusehen. Also bleibt: WIE entferne ich die Geliebte meines Mannes samt Kind aus meinem Leben. Das Problem ist nur, das es magisch ist. Ein Sonnenwendkind. Als drittes für eine Dreiheit geboren. Für den/einen magischen Weg ist es schon lange zu spät. Ich muss eine andere Lösung finden. Wenn es überhaupt eine gibt.
Diesbezüglich hatte Gunnar schon gewitzelt: „Dann nimm DU doch das Kind.“ Denn er ist, wie es schein, NICHT willens  darauf zu verzichten. Aber womöglich liegt darin ein lohnender Aspekt, welchen ich bisher nur noch nicht beachtet hatte. Wenn Alexa mit dem Kind fort gehen würde………wie lange und wohin, sei vorerst dahin gestellt. Vielleicht wäre es doch von Vorteil genau deshalb ihre Freundn zu mimen, damit ich sie so nach und nach davon überzeugen kann, doch gelegentlich ihre Eltern zu besuchen, weil sie ihren Ekeln zu sehen gedenken und DAS möglichst OHNE meinen Mann. Ach wie wäre es doch vortrefflich, sie eine Zeit lang aus den Augen zu verlieren!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wie es jedoch mit Gunnar „Sinn“ dazu steht, wird sich zeigen UND es wird MEINE Aufgabe sein, ihn davon zu überzeugen, dass es nicht nötig ist, aus welchen Gründen auch immer, dass das Kind ständig hier zugegen sein muss. Genauso wenig wie seine Mutter. Was jedoch eine recht ermüdende und delikate Herausforderung sein, viel Zeit und Raffinesse meinerseits in Anspruch nehmen wird.
Aber das Ziel ist der Lohn!
Und in diesem Zusammenhang schließt sich der Kreis und ich komme auf die vergangenen Tage zurück, in denen ich beinahe allein das Zentrum leitete UND Gunnars Familie ertrug,  welche ich so la, la überstand….OHNE weiter zu murren. Ein recht schweres Los, wie ich fand und was meiner Gesundheit im Wesentlichen nicht sonderlich zuträglich war.
Aber gut. Ich fühle mich doch recht wohl, WENN man das angesichts meiner gesamten Kränklichkeit überhaupt so sagen darf. Andererseits, die Sache mit Kevin hat mich schon einigermaßen aufgeregt und nun bin ich dabei, mich wieder zu beruhigen. Nur vermute ich, was ihn betrifft, wird es noch lange nicht das Ende sein…….


Sonntag, 1. Januar 2017

Der erste Tag des Jahres 2017




Am ersten Tag des Jahres möchte ich meine Hoffnung und Zuversicht für das kommende Jahr zum Ausdruck bringen.
Fülle und Reichtum möge uns begleiten.
Wir, und auch ICH, so ganz persönlich, werde tun, was immer mir möglich ist, die Zukunft in Bahnen zu lenken, wo die meisten von uns glücklich sind. Und wichtig ist hier zu sagen SIND. Gerade so, als wäre es bereits geschehen.
Liebe Leserinnen und Lesern, macht Euch ein Bild, wie Eure Zukunft aussehen soll und tut alles, um DAS zu erreichen.
Bilder der Seele sind mächtige Verbündete auf dem Weg das Ersehnte zu voll-bringen.
Ich wünsche ALLEN (Wissenden), die gutes wollen, die größtmöglichsten Erfolge.
Fortuna et prospere!
Lycka och framgång !


Persönliches:

Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich Ian singen höre……