Dienstag, 19. Februar 2019

Schwöre es mir bei deinem Leben

Ach, hatte ich doch total vergessen zu erwähnen, dass es kurz vor unserer Abreise aus Schweden, noch beinahe einen Zweikampf gegeben hätte zwischen……Kevin und Sasha. Natürlich nicht so wirklich. Eher….scherzhaft. Spielerisch so zu sagen. (Natürlich weiß Sasha sehr wohl, dass mich Kevin noch immer liebt, alldieweil er keineswegs einen Hehl daraus macht.)
Kevin wollte einfach nur, dass ich bleibe…..

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„Schwöre es bei deinem Leben, dass du bei mir bleibst.“, Sasha lächelte mich an und hielt mich in seinen Armen. Dennoch sah ich in seinem Blick ein wenig Unsicherheit und,... dass es ihm ernst damit war. Jedoch ich versicherte ihm erneut und wiederholt, dass ich in jedem Fall bei ihm bleibe.
„Schwöre es mir bei deinem Leben.“, wiederholte er die Aufforderung.
Nun ja, bei meinem Leben, DAS ist natürlich ein wenig arg. Sollte ich hier in der Tat eine Zustimmung geben? Ich wusste nicht recht, wie antworten. Daher zögerte ich.
Jedoch Sasha beharrte weiter darauf. „Schwöre.“ Und ich tat.

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Ein Spiel:
Dazu sollte man wissen, dass ich einer wirklich unschönen Angewohnheit fröne. Ich vermag meine Hände nicht ruhig zu halten, wenn auf der Couch sitze und am Fernsehschauen bin. Oder auch sonst……
Nun ja, das führt natürlich dazu, dass es zuweilen gleichwohl schmerzhaft und gelegentlich sogar blutig werden kann.
Nun hat sich Sasha zu meiner Heilung von dieser tadelswerten Marotte ein Spiel ausgedacht und hier geht es um meine, eigentlich scherzhafte Idee des Sabbat-Jahres, welche unerwarteter Weise aufgenommen und diskutiert worden war. Sasha scheint mir von seines Vaters Gedanke, dieses Jahr in Israel zu verbringen, inspiriert worden zu sein. ICH jedoch lehne solches strikt ab!
Daher nun seine Eingebung.
„Jedes Mal, wenn ich dich sehe und du deine Finger verletzt, zählt dies jeweils einen Tag, welchen wir in Israel verbringen, frei nach deinem Grundgedanken. Und ich glaube, die 354 Tage sind zügig erreicht.“ Er lachte.
Nun, wir sind bereits bei…..101. Sasha zählt geschwind und ist überaus aufmerksam (und dies wohl aus gutem Grund).
„Sehe ich Blut“, meinte er Augen zwinkernd, „dann addiere ich sogleich eine Dekade hinzu.“
Allerdings weiß er auch, dass ich mich vehement dagegen verwehre, dorthin zu fliegen. Zum einen möchte ich dort nicht sein und zum anderen ist es in der Tat….recht gefährlich.

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Die „Deborah-Angelegenheit“ zieht sich weiter hin.
Claire ist ausgezogen und…..verschwunden. Wohin und ggf. mit wem, wissen wir nicht. Sie hat, wie bereits erwähnt, nur eine Telefon-Nummer und die unterzeichneten Scheidungspapiere hinterlassen.
Kevin ruft mich gelegentlich an. Derek, nun so ab und an.
Von Gunnar nichts. Ich weiß nach wie vor nicht, wo er sich mit wem aufhält. Ob ich nun diesbezüglich meinen Träumen und Visionen glauben kann,……..vermag ich nicht zu sagen. In jedem Fall handelte ich noch nicht. Traute mich nicht zu handeln. Womöglich ist es gut auf einen realen Anruf von Gunnar zu warten. Ich meine, WAS ist SO schwierig daran? 
Und,.....kalt ist hier in Montreal. Heute sind es minus zwölf Grad.


Sonntag, 17. Februar 2019

Von recht mysteriösen Träumen


Das Leben, MEIN Leben, unser, also Sasha und mein Leben, nimmt so allmählich klare (-re) Konturen an. Er weiß und gewöhnt sich daran, auf mich zu achten, was ihm ein klares Bedürfnis sein muss und wird (und ist), sowie bei Gunnar und ich weiß, dass Sasha es möchte……schrieb ich (vor-)gestern noch. Was genau genommen noch immer seine Gültigkeit hat.
Heute jedoch kann ich sagen, das etwas Eigenartiges, überaus Mysteriöses geschehen ist.
Aber, ich beginne zu erzählen, mit dem Anschluss an meinen letzten Post.
Sasha ist natürlich nicht zu rasch zu überzeugen, auf „meine Seite“ zu wechseln. Und meine eher scherzhafte Idee mit dem „Sabbat-Jahr“ wurde zwar aufgenommen und mit seinem Vater diskutiert, der meinte, solch‘ „Jahr“ müsse man in Israel verbringen, jedoch vermochte ICH dieser Idee selbstredend NICHTS abzugewinnen. Dessen war sich Sasha ohnehin im Voraus überaus sicher.
„Niemals!“, schoss ohne langes Überlegen dieses abweisende Wort aus meinem Mund hervor, samt missbilligender Mimik und Gestik.
Sasha lächelte nur. „Dachte ich mir schon.“ Bemerkte jedoch noch etwas hinzu: „Wolltest du nicht mit mir ein wenig schlicht-er leben? Wir würden dort eine kleine Wohnung beziehen und einfach nur….zusammen leben. Du könntest in dieser Zeit Hebräisch lernen und noch so viel Anderes. Was denkst du dazu?“
Phhhuu! Tja nun. WISSEN dazuzugewinnen, wäre schon in Ordnung für mich und ebenso das einfachere Leben. Aber NICHT in Israel. Nicht nur, dass ich dort so wie so nicht sein möchte, obendrein ist es bekanntlich ein Pulverfass, welches zu jeder Zeit hoch gehen könnte. Gefährlich ist es dort allemal. Letztlich zudem noch ein Erdbeben. Danke. NEIN.
Sasha war selbstredend bereits mehr als klar gewesen, dass es diesbezüglich von mir KEINE Zustimmung gibt. Infolgedessen ließen wir dieses Thema gleichwohl zügig fallen und redeten nicht weiter darüber…….im Flugzeug. Denn, ich hatte mich letztendlich DOCH dazu entschlossen, mit der Privat-Maschine seines Vater zurück nach Montreal zu fliegen. Er war von Russland her gekommen, hatte in Berlin seinen jüngsten Sohn Misha aufgenommen und uns dann in Stockholm.

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Nun,….zum Mysteriösen.
In der letzten Nacht – die erste in Montreal -  träumte ich gleich zwei Mal hintereinander von Gunnar UND, es war immer wieder derselbe Traum. DAS ist mir noch NIEMALS in meinem Leben passiert,….dass ich die absolut gleiche Handlung, mit derselben Botschaft nun gleich zwei Mal kurz hintereinander, mit einer zweiminütigen Wachphase dazwischen durch, träumte. Der Inhalt war jeweils ebenso gleich. Ich ging zurück zu Gunnar.
Wurde hier okkultiert? Oder was? Was natürlich keinen Sinn ergäbe, glaubt man weiterhin, dass mich Gunnar zugunsten all der anderen Frauen mit samt meinem Geld verlassen hat.
Zweifelsohne hatte ich dann auch nicht mehr weiter schlafen können. Letztendlich stand ich so gegen halb sieben Uhr morgens auf, nachdem……….ich telepathisch visionierte. Der Inhalt war klar und ich gebe ihn hier (noch nicht) komplett Preis, alldieweil mich Gunnar darum bat. Überhaupt sollte ich an dieser Stelle nichts darüber schreiben. A-b-e-r Sasha kam mein Verhalten eigenartig vor und er bohrte nach, bis ich ihm die zwei Träume von Gunnar gestand UND….dessen Inhalt.
Nun allerdings war Sasha erneut am Zweifeln, ob ich tatsächlich bei ihm bliebe und er fragte wieder und wieder danach. Zu guter Letzt wurde er beinahe noch böse deshalb. (Hätte ich ihm nur nichts gesagt!)ICH bestätigte ihm genauso oft wie er fragte, dass ich keinerlei Ambitionen hegte, von ihm fort zu gehen und ja, mit einem kurzen noch immer zweifelnden Blick, glaubte er mir (vielleicht) sogar. Meinte ich es tatsächlich so? JA. (Obgleich mir Gunnar nicht nur Anweisungen gab, was ich zu tun hätte, damit wir wieder zusammen sein können, sondern ebenso Erklärungen für sein Handel, welche durchaus schlüssig erschienen/sein konnten. Seine ewige Liebe schwor er mir obendrein. WIR gehören zusammen usw….. Tja nun……?)

Als Sasha Joggen war, rief ich Kevin an, welchen in notfalls einweihen sollte. So die Vision.
„Bis du verrückt geworden?“, ließ seine zweifelnde Frage nicht lange auf sich warten. „Das sind Hirngespinste.“, sagte er.
„Deine Heilung ist also ebenso ein Hirngespinst?“
„Nein. Selbstverständlich nicht.“
„Also, WAS lässt dich dann an meiner Vision, an meiner Wahrnehmung zweifeln?“
„Das kann einfach nicht sein. Willst du dich tatsächlich wieder auf Gunnars Harem einlassen?“
„Er sagt,….“
„Glaubst du ihm etwa?, unterbrach er mich gleich. „Denkst du wirklich Gunnar würdest DU allein genügen?“
„Nein. Nicht wirklich.“, gab ich zu. „Nur, das ich mit Sasha zusammen bin, magst du schließlich eben so wenig.“
„Du solltest mit mir zusammen sein.“, kam die Prompte Erwiderung.
„Ja. Ich weiß. Aber da sind noch immer dein Sohn und deine Frau, die dich liebt.“ Usw….


Tja nun,…… war ich mit Sasha so gefestigt gewesen (und bin es trotz alledem nach wie vor noch!) und nun ist wieder alles durcheinander gekommen. Sasha bemerkt selbstredend meine innere Unrast und mein leichtes (!!!) Schwanken. Dennoch bin ich fest gewillt bei Sasha zu bleiben. Punkt. Vision hin oder her. ALLERDINGS wären da noch Gunnars (visionäre) Anweisungen, die nicht unerheblich sind und zu Verwirrungen führen könnten. Schlechten falls verliere ich das Zentrum. Bestenfalls, bin ich wieder mit Gunnar vereint. Nur DAS, WAS ich tun soll, ist schon recht gewagt. Ich denke in jedem Fall noch darüber nach. Womöglich klärt alsbald ein echtes Gespräch mit Gunnar die Situation. Wir werden sehen………………


Donnerstag, 14. Februar 2019

Komm’ auf meine Seite


Womöglich war ich mir in den letzten beiden Tagen selbst ein wenig unsicher (mit der Liebe und unserer gemeinsamen Zukunft) und projizierte diese Zweifel auf Sasha. Ich kann nicht wirklich sagen, was mit mir geschah. Im Grunde gibt mir Sasha in jedem Fall viel Zuversicht. Hilft mir in jeglichem Belang. Was kann ich noch mehr erwarten? Und seine Liebe zu mir, ist nach wie vor ungebrochen.

Heute,….mein Ansinnen an Sasha, mit dem Hinweis, dass ich nun unwiderruflich und tatsächlich bei ihm bleiben werde:
„Komm‘ auf meine Seite. Lebe mit mir dort. Wende dich ab von denen, die die Erde zerstören, mit allem, was auf ihr ist. Verstehst du mich?“, bat ich mit eindringlichem Ton.
Sasha weiß, um WAS es mir dabei geht. Nur für ihn ist es ein Dilemma. Es würde bedeuten auszusteigen, aus diesem System. Vielleicht zu Beginn im weitesten Sinne. Den seinen Vater im Sich lassen, mit der Leitung des Unternehmens, DAS möchte er selbstverständlich nicht.
„Vielleicht verkaufst du ihm, also deinem Vater, meine Idee und dein Verhalten als eine Art Sabbat-Jahr.“, schlug ich ein wenig  scherzhaft vor.
Er schmunzelte und meinte: „In jedem Fall würde es bedeuten, alle Annehmlichkeiten zu verlieren, wie beispielsweise unseren privaten Jet. Und wie soll ich dann die Häuser unterhalten? Oder Anwälte, den Unterhalt meiner Kinder und meiner Ex-Frau zahlen? Nein, ich weiß nicht recht.“ Im Laufe dieser wenigen Sätze wechselte der Ausdruck seines Gesichtes zu einer eher besorgten Mine. Zweifel waren ihm anzusehen, was meine Vorstellungen betraf.
„Ja. Vielleicht warst du erst einmal ab, ob es wirklich DEINE Kinder sind.“, gab ich zu bedenken. „Wenn nicht, wären die Sorgen weniger.“
„Es bleibt Claires Unterhalt und die Kosten für die Häuser. Wollten wir sie behalten, für einen etwaigen Weg zurück, sollten wir sie vermieten und selbst mit etwas weniger Wohnraum, der unluxuriöser ist, zufrieden sein.“
„Wie wäre es hier in Schweden. Mein Haus ist doch genug.“
Ich sah in Sashas Augen, dass Schweden sicher NICHT SEINER Wahl entsprach. „Du möchtest in Montreal oder Portland wohnen. Nicht wahr?“
Er nickte. „Ja.“
„Womöglich finden wir einen Konsens zwischen all dem, was jeder Einzelne von uns will . Und vielleicht spricht du mit deinem Vater darüber und siehst, was er meint.“
„Mein Vater?“ Sasha legte seine Stirn in Falten und räusperte sich.
„Warum nicht? Erkläre es ihm, sodass er es in seiner Welt, in seinem Kontext versteht.“
Ein Lächeln von ihm. Von Sasha flog zu mir hin. „Beim nächsten Meeting bist du die Verhandlungsführerin. Du kannst das in der Tat ganz fabelhaft.“. Er zwinkerte mir zu.
„Aber auch nur, weil du mich liebst.“, gab ich zurück. „Jeder andere wäre dafür nicht empfänglich.“
Zustimmendes Lachen sprang auf mich zu. „Ja. Richtig. Ich würde alles für dich tun, weil ich dich liebe.“, gab er zu.
„Wir hatten doch bereits vor geraumer Zeit darüber gesprochen.“, ließ ich dieses Thema noch nicht fallen. „Du sagtest damals, wenn ich tatsächlich irgendwann einmal bei dir bliebe, dann würdest du auf allen Reichtum, auf das Unternehmen deines Vaters und die gesellschaftliche Stellung gern verzichten. JETZT hast du die Gelegenheit dazu es wahr zu machen.“, wagt ich mich mutig vor.
„Erpresst du mich vielleicht gerade?“ Ein schelmisches Grinsen huschte über sein Gesicht, während er mich ansah und dies sagte.
„Nein. Ich erinnere dich nur an deine eigenen Worte.“, räumte ich (gespielt) demütig ein.
„Wärest du denn überhaupt zufrieden ohne all den Komfort?“ Sasha sah mich ein wenig skeptisch an. „Ich wäre dann nicht mehr in der Lage dir noch einmal finanziell zu helfen.“
„Womöglich startest du vorerst mit einem Jahr als Versuch. Dann schauen wir, wie gut es uns gelingt. Räume dir bei deinem Vater die Möglichkeit ein ins Unternehmen zurückzukehren. ER leitet es doch im Grunde so wie so noch. Schmeichle ihm. Er wird sicher noch viele Jahre gesund und fit an der Spitze stehen. Ist es nicht genau DAS, was er will? Trotz der Möglichkeit, dass Du das Unternehmen bekommst, noch immer die Kontrolle inne zu haben. Lasse sie ihm……vorerst….und WIR versuchen in dieser Zeit neu zu starten, uns etwas Eigenes aufzubauen. Natürlich weiß ich, dass es für uns, und vor allem für Dich bedeutet, den Gürtel enger zu schnallen. Dich ein wenig um-zu-stellen. ICH hätte damit keinerlei Problem. Wir könnten gemeinsam dieses Zentrum leiten.“
Sasha legte den Kopf ein wenig schief und ich wusste, was er damit meint. Er möchte nicht in Schweden bleiben. Ich weiß. Jedoch gedenke ich ihn da raus zu holen. Raus aus einem Umfeld des Molochs. Weg von all dem satanischen Kreisen, welche mir in diesem Zusammenhang noch nie behagten und weswegen ich bereits einige Male von Sasha weg gegangen bin, weil ich der Meinung war und bin, dass ich in solch‘ einem Einflussbereich niemals leben kann.


Möglicherweise war dieser Anstoß, diese Unterhaltung auch noch viel zu früh. Schließlich sind es erst in etwa vier Wochen, die wir nun zusammen sind und wo klar ist, dass wir gleichwohl zusammen bleiben. Der Unterschied für mich besteht jedoch darin, dass ich mir jetzt absolut sicher bin, dass ich an Sashas Seite sein will. Für mich gibt es KEINEN Weg zurück!


Mittwoch, 13. Februar 2019

Liebe wächst mit dem Zusammensein


Es ist eigenartig hier im Zentrum ohne Gunnar. Dennoch ist es mir nicht gänzlich fremd…….mit Sasha hier zu sein. Genau genommen ist ER der perfekte Mann für das Geschäftliche und auch sonst…..wir werden sehen.
Mittlerweise sind einige Wochen vergangen, in denen ich Gunnar nicht sah und was soll ich sagen, ich gewöhne mich so allmählich an…..meinen neuen Mann. Sasha selbst ist mir schließlich ebenso wenig fremd. Dennoch ist da ein Unterschied, sich jeweils nur einige Nächte, Tage oder Wochen zu sehen, oder gänzlich das Leben zusammen zu sein. Heute Morgen schrie ich ihn das aller erste Mal an. Resultierend allerdings aus meinem Unvermögen in heiklen Situationen Ruhe zu bewahren. Da türmen sich vor mir Berge auf, wo genau genommen keine waren. Die Psyche überbordete, Wetterfühligkeit, Probleme standen an, noch einige Krankheitssymptome dazu, plus einen grausigen Tag, wo mir schier alles über den Kopf zu wachsen schien und nicht zu vergessen die Trennung von Gunnar, ergaben beinahe einen Nervenzusammenbruch. Sasha bekam alles ab. Gut, mag sein, das ein Tag Zorn genügt hätte. Nur heute waren da noch die Probleme im Büro und ich tickte schier aus. Schrie Sasha an, obwohl er mir erneut aus finanziellen Nöten half (…was mir beschämend erschien).
Bereits gestern gab es eine Diskussion zwischen uns, die vermuten ließ, dass Sasha an mir zweifelt. Was aller Wahrscheinlichkeit nach aus der Ängstlichkeit heraus entstand, mich eventuell doch wieder zu verlieren. Er vertraut mir noch nicht vollends. Doch wer möchte es ihm verdenken, nachdem ich ihn wieder und wieder verließ, obgleich ich ihm das Bleiben bereits wiederholt versprach. Kein Wunder also, dass er sich mit mir noch recht unsicher ist.
Ich beruhigte ihn, beschwor ihn mir Glauben zu schenken, dass nun alles genau SO geschieht, wie er es sich schon so lange wünscht.
Die Liebe kam zur Sprache. „Du hast immer gesagt, dass du Gunnar mehr liebst als mich.“
„Bemerkst du nicht, dass sich mit mir und in mir etwas verändert, was sich schließlich nicht von heute auf Morgen vollziehen kann. Aber es wird werden. Glaube mir. Ich dachte du weißt, dass ich dich liebe. Das hast du mir gegenüber stets erwähnt.“
Sasha nickte. „Ja, du hast Recht.“
Ich hob die Schultern und sah in fragend an. „Genügt dir meine Liebe etwa nicht?“
Er sah mich an, als traue er sich nicht, mir eine wahrheitsgemäße Antwort geben zu können. Infolgedessen sprang ich ein und erklärte ihm, dass meine Liebe zu ihm wachsen wird.
„Meine Trennung von Gunnar ist schließlich erst….“, ich überlegte kurz, „….zwei, oder drei Wochen her?“, formulierte ich doch eher eine Frage und sah ihn mitten ins Gesicht, in der Hoffnung, er verstünde mich. „Mit Gunnar war es doch ähnlich.“, suchte ich noch zu argumentieren. „Zuerst war da nur Leidenschaft. Noch längst keine Liebe oder eine gemeinsame Zukunft in Sicht. Ganz im Gegenteil. Und du siehst, welch große Liebe am Ende daraus geworden ist.“
„Ja.“, gestand er trocken. „Deshalb konntest du dich offenbar so lange Zeit nicht von ihm lösen, obwohl er dich wieder und wieder betrog.“
„Das war schon bei Felicio so.“,  führte ich aus. „Ich erzählte dir schon oft davon, dass ich Gunnar vor dem Traualtar stehen ließ und zurück zu Felicio rannte. Und später dann heiratete ich Gunnar doch und lernte ihn lieben.“
„Nur das ich dich nicht betrüge.“, warf Sasha ein wenig zögerlich lächelnd ein.
„Tja nun, was soll uns dann noch geschehen? Lass mir ein wenig Zeit und alles wird gut.“, bekräftigte ich.
Sasha gab sich dann irgendwann mit meinen Aussagen zufrieden. Dennoch konnte ich da immer noch Zweifel spüren. WO war nur in diesem Augenblick seine sonst so zur Schau getragenes Selbstvertrauen hin? Anscheinend geht es für ihn tatsächlich um mehr als nur darum mit mir verheiratet zu sein. Vermutlich möchte er, dass ich ihn genauso liebe, wie er mich. A-b-e-r,….EINER liebt eben immer mehr. Und bisher war ich das gewesen. Nun scheint es Sasha zu sein. Was allerdings keineswegs bedeutet, dass ich Sasha nicht lieben kann/nicht liebe. Ich würde sagen, Liebe wächst mit dem Zusammensein. Und Sasha war bisher doch ein geduldiger Mann. Nur womöglich hat seine Geduld nach über zwei Jahren jetzt ein Ende und er will Ergebnisse sehen. Garantien haben, die niemand jemand anderen geben kann,…..geht es um Liebe. Aber dennoch bin ich zu allem bereit……..(Ich folge ihm. Vergesse Gunnar. Wer war das….eigentlich? Gunnar? Nur ganz SO einfach ist das natürlich nicht. Jedoch bin ich bereit mir tatsächlich Mühe zu geben, denn irgendwie liebe ich Sasha schon. Mag sein, dass es (noch?) nicht ganz so intensiv wie mit Gunnar ist,….bisher. WER war noch einmal Gunnar? Smile…..Alles wird gut…..sagt auch er.- Von Gunnar hörte ich bisher….nichts.) (Wäre es möglich, dass Sasha seine innere Sicherheit an der Verliebtheit in meinen Augen misst? Was ich mir eigentlich nicht vorzustellen vermag, da er immer, vom Augenblick unserer ersten Begegnung an,  eine Art von Sekurität, Selbstvertrauen, ja sogar Stolz ausstrahlte.)
Aber sonst gelingt unser Zusammenleben recht gut……

In jedem Fall war ich heute ungehalten (und ich bereue das, was ich ihm entgegen brachte) und gestern stand ich gesundheitlich, psychisch total neben mir, sodass mir Sashas Gegenwart und Hilfe unerlässlich waren. In diesem Zusammenhang hatte ich bemerkt, dass auch ER nicht perfekt ist. Er stand mir zur Seite, so gut es ihm eben möglich war. (Womöglich war auch er in diesem Augenblick überfordert? Strahle allerdings noch immer eine gewisse Selbstsicherheit aus.) Tat, was er meinte, was richtig für mich sei und riet in den meisten Fällen ebenfalls nur, ohne wirklich zu wissen (denke ich). Folgte eher seiner Intuition (so kam es mir vor), mit welcher er genau genommen absolut richtig lag. Er spürte in mich hinein und tat, was mir half. Ich konnte sehen, dass ihm all das nicht SO leicht gefallen war. (Er hatte gewusst auf was er sich mit mir einlässt!) Aber immerhin hat er es mit mir durchgestanden und ich hoffe, dass er dies gleichwohl in der Zukunft tut, will er doch schließlich, dass wir zusammen bleiben und ich weiß,…..dass er mich liebt. Ohne Frage.

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Die Deborah-Angelegenheit scheint vorübergehend zu stagnieren.
Claire hingegen ist ausgezogen. Hat die unterschriebenen Scheidungs-Dokumente auf dem Küchentisch zurückgelassen, als sie das Haus in Portland verließ. Sasha hinterließ sie ausschließlich eine Telefon-Nummer. Nicht mehr. Er weiß nicht wo sie wohnt und mit wem. Allerdings setzte er bereits erneut eine Detektei darauf an. Schließlich vermutet er noch immer, es sei SEIN Kind in ihrem Bauch.
Sasha drängst mich zudem, dass wir Schweden verlassen und mit seinem Vater, der von einer Geschäftsreise aus Russland kommt, und seinem Bruder Misha mit dem Privatflugzeug nach Kanada fliegen. Ich bat ihn noch ein paar Tage hier zu bleiben.
„Was wollen wir noch hier?“, fragte er. „Es ist alles geregelt und Kevin weiß über alles Bescheid.“
Bis Freitagmorgen habe ich noch Zeit mich zu entscheiden. Aber im Grunde hat Sasha Recht. 

Samstag, 9. Februar 2019

Auf dem Weg nach Schweden


Sasha und ich sind auf dem Weg nach Schweden. Die üppige Geburtstags-Party meiner Eltern heute, lassen wir aus. Ich war bei ihnen gewesen, man hat sich unterhalten und gratuliert. Das wars…..für mich zumindest. Sasha vermag dies nicht wirklich zu verstehen. Aber egal.
Von Gunnar….NICHTS. Derzeit habe ich keinerlei Verbindung mehr zu ihm, was allenfalls sogar besser ist für meinen Gemütszustand und meinen Hang zum nicht loslassen können. Hätte er doch zumindest die Scheidungspapiere unterschrieben. Damit wäre, nicht nur für mich, ein Abschluss möglich. Aber egal. Sasha wird es regeln.
Claire, Sashas Frau auf dem Papier, rief an und tat kund, dass sie bereit sei die Scheidungs-Dokumente zu unterzeichnen UND…..das Haus in Portland alsbald verlassen würde. Sie wolle es nicht. Zudem verhöhnte sie Sasha meinetwegen. Ich würde so wie so nicht bei ihm bleiben….sagt sie. Über weitere Pläne informierte sie Sasha nicht. Und ebenso wenig ein Wort von diesem anderen Mann, mit welchen sie sich gelegentlich tritt. Oder sollte ich sagen, immer öfter. Jedoch, sei es ihr gegönnt. Über das Kind in ihrem Bauch sprach sie nicht und auch Sasha fragte (vorerst) nicht weiter.
Die „Deborah-Angelegenheit ist gleichermaßen noch nicht weiter fortgeschritten. Es zieht sich offensichtlich noch eine Weile hin.

Meinem Oberschenkel scheint es glücklicher Weise besser zu gehen. Ein paar kleine Dosen Bromelain, Wobenzym und Solum-Öl scheinen es gut zu richten.

Nun denn, schauen wir, was es im Zentrum alles zu tun gibt. In jedem Fall freue ich mich Kevin wieder zu sehen und Derek ebenfalls.