Sonntag, 13. Dezember 2015

Ein intimes und persönliches Gespräch



Ich genoss den Tag mit Derek. Es war irgendwie außergewöhnlich. Einfach fabelhaft.
Gunnar rief an, um sich nach mir zu erkundigen und ließ anklingen, dass er womöglich noch einen Tag bräuchte, um mit Alexa um die Häuser zu ziehen.
Später dann, es war so gegen sechs, hatte er es sich offensichtlich anders überlegt.
„Bitte komm. Ich sehne mich nach dir.“ (Genau SO muss das sein!!! Dachte ich so.)
Derek sah mir noch in diesem Augenblick an, dass ich gehen würde. Er schnaufte leicht. Dann wieder.....ein Lächeln auf seinem Gesicht. Er umarmte mich. „Weißt du Rea, ich bin dir so unendlich dankbar dafür, dass du mir so rasch verziehen hast und wir solch’ wundervolle Stunden miteinander hatten. Nur schade, dass sie jetzt offensichtlich zu Ende sind. Willst du nicht bleiben?“ Er lächelte mich an.
Ich lächelte zurück. „Ein Teil von mir, bleibt hier.“, erwiderte ich und sah ihm liebevoll in seine braunen Augen.
Derek küsste mich so innig, wie nie zuvor. „Das ist das schönste Geschenk, was du mir machen kannst. Mich zu lieben. Insbesondere, nachdem ich dir so weh tat, gestern.“ Er lächelte gequält und schmuste noch einen Augenblick mit mir.
„Ja. Es ist wahr. Ich liebe dich.“, hauchte ich leise in sein Ohr.
Nun schluchzte Derek wie ein Kind. Drückte mich fest an sich. Küsste mich. Er wollte nicht, dass ich ihn weinen sah.
Aber dann blickte ich doch seine Tränen. Er sah mir nun direkt ins Gesicht und schüttelte ein wenig mit seinem Kopf. „NIE wird so etwas noch einmal geschehen. Nie. Hörst du Rea. N-i-e-m-a-l-s wieder.“
„Ich dachte, wir wollten es vergessen.“
„Schon fast geschehen.“, sagte er noch, räusperte sich verlegen und......ließ mich, wenn auch wehmütig, gehen.

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Mein Ehemann hatte ein zufriedenes Lächeln im Gesicht, als ich bei ihm erschien.
Wir speisten, lachten, kuschelten miteinander. Ich war vom Sonnenschein auf einer Sommerwiese zu einen blühenden Hain duftender Blumen über-ge-wechselt. Wie angenehm. Könnte es nicht immer so sein? Aber  dann am Abend, als wir zu Bett gegangen waren und ich Gunnar nach seinem Tag gefragt hatte, kam die Ernüchterung. Denn er erzählte mir davon, was, wie viel und wie lange er mit Alexa in intimer Weise zusammen war. Was ich da hörte, holte mich ein wenig auf den Boden von Gunnars Tatsachen und Neigungen zurück. Er hatte sich die Zeit des gesamten Tages genommen, um mit Alexa sadomasochistische Spielchen zu treiben. Sie hatte eingewilligt es zu tun. Überdies switschte er hin und her. War einmal der dominierte und ein anderes Mal der dominante Part. Die Praktiken und Derbheiten, die er beschrieb mit Alexa getan zu haben (es mir zu beschreiben und somit selbst noch einmal zu erleben, schien ihn anzuturnen), erschreckten mich fast. Obgleich ich wusste, dass Gunnar darauf stand.
„Hat Alexa nicht ein Kind in ihrem Bauch?“, fragte ich beinahe mitfühlend.
„OH! Nein. So grob war ich nicht. Mach dir keine Sorgen.“ Nun lächelte er mich anerkennend an. „Was denkst du nur? Ich achtete darauf, nicht zu hart zu sein. Es war mir schon bewusst. Außerdem hatte ich sie angewiesen mir zu sagen, sobald es ihr auf irgendeine Weise unangenehm war.“
„Wie nett von dir.“
Gunnar zwinkerte mir zu. „Es freut mich, dass du dich mit Alexa so mitfühlend zeigst. Ich werde es ihr sagen. Und da du jetzt so zugänglich, aufgeschlossen und offensichtlich empfänglicher für das Thema mit Alexa bist, kann ich womöglich doch noch hoffen, dass ihr beiden euch vertragt? Alexa würde es wollen.“
Ich musste, so ganz im Innen, lachen. „ALEXA will es nur, weil sie weiß, dass DU es willst. Denkst du wirklich, dass sie mir ernsthaft freundlich gesonnen ist?“
„Warum denn nicht?“ Sie ist immer auf dich zugegangen. Wo du sie permanent zurück gestoßen hast. Hat ununterbrochen versucht deine Freundin zu sein.“ Seine Augen strahlten bei diesen Worten eine Zuversicht aus, welche ich gewiss nicht zu teilen, sowie zu erfüllen vermochte UND es gleichwohl nicht tat. „Natürlich ist auch sie eifersüchtig. Aber andererseits habe ich mich klar und deutlich dazu geäußert, dass DU Rea, immer meine Frau bleiben wirst, die ich, so ganz nebenbei gesagt, über alles liebe.“ Gunnar schmunzelte ein wenig und gab mich einen Kuss.
In den vergangenen Minuten hatte er mir so derart bildlich dargestellt, WAS er mit ihr getan hatte, dass die Bilder noch immer durch meinen Kopf waberten.
Hast du sie tatsächlich an den  Beinen mit den Armen gefesselt und aufs Bett geworfen. Ist das nicht gefährlich für sie? Zu grob vielleicht?“
„Keine Angst. SO heftig war ich nicht mit ihr.“ Gunnar lächelte mich zufrieden an und fuhr fort mit seinen bildlichen Beschreibungen. „Aber Ja. Nur so, dass sich ihr Rücken durchgebogen hat. Es sah wie eine Traube aus. Ihre Brüste hatte ich verschnürt mit komplizierten Knoten. Das hat Spaß gemacht. Es tat ihr auch nicht weh. Ich fragte sie selbstverständlich danach. Dann habe ich noch die Nippelklemmen bei ihr angewendet und damit ihre Brustwarzen etwas lang gezogen. Und während sie so unbeweglich war, leckte ich ihre Fotze und führte ihr Gegenstände ein. Fäustelte ein wenig. Was nicht ganz gelang. Schade eigentlich. Sie ist wohl zu eng. Was andererseits auch angenehm ist, für meinen Schwanz.“ Er grinste.
Gunnar redete so derart unbefangen über diese Praktiken, während ich den Atem anhielt und mir, nur vom Zuhören, schon begann das Herz bis zum Hals zu schlagen. Ich musste mehrmals schlucken. War es nun Erregung bei der Vorstellung dieser Bilder, oder war es die Abneigung dagegen. Offensichtlich schien es sogar und erschreckender Weise, beides zu sein. Hatte ich nicht schon einmal festgestellt, (dass mich das Zuschauen erregte? Was doch eigentlich ganz natürlich ist und jeder nachvollziehen kann.) eine Spannerin zu sein? Denn ICH würde mich gewiss NICHT zu derlei Widerwärtigkeiten herab lassen, oder einwilligen so etwas zu tun. (Oder vielleicht doch.....einmal ein Versuch? Nur hatte ich zu Beginn unserer Beziehung bereits das Vergnügen, an Ähnlichem teil zu haben. Was mich genau genommen damals mit Abscheu erfüllte. Aber auch mit einer gewissen Aufregung. Schon eigenartig!)....Gunnar erkannte es sofort. „Macht dich das etwa an?“, fragte er grinsend.
„Ich bin müde Gunnar. Schlafen wir. Ich denke, du hast genug für heute von derlei Sachen. Doch eine Sache interessiert mich noch.“
„Was? Sprich dich ruhig aus.“, forderte er mich auf.
„WANN bist du auf die Idee gekommen mich anzurufen? WANN hattest du Zeit, dich nach mir zu sehen?“
„Ich tat es währenddessen.“, war seine prompte Antwort.
„W-A-S???“
„Ja. Ich stellte mir vor, du wärst dabei.“
„O-H-O! So ist das also. Und? Hat es dir etwas gegeben?“
Gunnar schien verstört. „Aber ja. Es wäre echt wunderbar gewesen, wenn du dabei gewesen wärst.“
Nun schluckte ich noch einmal.
„Aber wenn du im Zentrum mit zwei oder drei kindlichen Chinesinnen derbe Spiele treibst, denkst du sicherlich dabei nicht an mich.“
„Das ist nicht wahr. Auch in diesem Fall wäre ich......“, hier stockte er kurz, „......entzückt, dich dabei zu haben.“
„Und wie ist es mit der jungen, Schokoladen braunen Varis? Hättest du mich ebenso gern dabei, wenn du mit ihr fickst?“
Gunnar lachte. „Was wird das? Ein Verhör? Aber ja! DAS hätte ich. Auch wenn du es mir nicht glauben magst.“
„Was läuft da für ein Film in deinem Kopf?“
Er stutzte. „Film? Wieso? Es würde mir schlicht und einfach gefallen, wenn du, auch in diesen Fällen, mit mir zusammen wärst. Aber du wehrst dich so wehend dagegen, dass ich nicht mehr wagte dich überhaupt danach zu fragen.“
„Warum nimmst du Alexa nicht mit, wenn du mit anderen Fickst.“
Gunnar räusperte sich. „Weil auch sie, wie du, es nicht ertragen kann, mich mit anderen zu sehen. Sie ist eifersüchtig und jedes Mal, wenn sie es weiß, stink sauer.“
„Siehst du. Und kannst du das nicht nachvollziehen?“
„J-a.“, räumte er zaghaft ein. „Ich weiß. Ich wäre es wohl ebenso.“
„Stellst du dir manchmal vor, denn gelegentlich fragst du mich sogar danach, wenn du dich erinnern kannst, wie es mit Derek war, dabei zu sein, wenn ICH mit ihm ficke?“, setzte ich unerbittlich nach. Trotz alldem, dass ich müde war.
„Nein.“, war seine einsilbige Antwort. „Warum? DAS ist NICHT mein Ding.“
„Was ist nicht DEIN Ding?“
„Wenn MEINE Frau mit anderen fickt zuzuschauen oder selbst noch dabei tätig zu werden. Ich habe es lieber, wenn ICH mit mehreren Frauen UND meiner Frau ficken kann.“, erklärte er fast nüchtern.
„Du liebst es also, der Hahn im Korb zu sein?“
„Phhuuu! Kann schon sein. So genau habe ich darüber noch nicht nachgedacht. Ist jedoch möglich. Ich habe es damals, in der Sekte, oft erlebt und dann als selbstverständlich angesehen.“ Nun grinste er wieder ein wenig schief. Vermutlich wusste er doch ganz genau, WO diese (für mich abscheulichen, teils abartigen) Neigungen ihren Ursprung hatten.
Ich hingegen schnaufte. „Wie soll ich denn JETZT, nachdem du mir all das geschildert hast, noch schlafen?“
„AHHHA!“ Gunnar feixte frech. „Erwischt! Doch erregt.“
Ich stritt es ab.......................und versuchte einzuschlafen.

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Wir schliefen lang, heute Morgen. Denn gestern Abend hatte sich unsere Unterhaltung bis etwa zwei Uhr nachts hingezogen.
Da heute Sonntag ist, was mir selbstverständlich als Ausrede diente, beschloss ich, all meine morgendlichen Übungen wegzulassen und gleich mit Gunnar frühstücken zu gehen. Obwohl mir nicht im Geringsten danach war, Menschen sehen zu müssen.
Gunnar hatte DIES auf irgendeine Weise latent wahrgenommen und uns das Frühstück ins Apartment bestellt.
Ich sah liebevoll zu ihm hinüber. Nein, trotz aller Neigungen und (für mich) Abartigkeiten, war er KEIN Monster. Er war lieb, zumeist zärtlich (zu mir nur selten ein wenig gröber), tolerant. Für meine Begriffe zu sehr (!!) aufgeschlossen. Dennoch ein spiritueller, mitfühlender, liebenswerter Mensch, der durchaus Wertigkeiten hatte, die ich als gut (positiv) und richtig (brauchbar, wahrhaft, angemessen, wertvoll) empfand. In jedem Fall war er doch recht zuverlässig UND liebte mich, auf seine Weise (!!!), tatsächlich.....über die Maßen. Was ich allerdings (in meiner Eifersucht) oft nur schwer verstehen konnte. Schnauf..................
Offensichtlich machte es ihn nun glücklich, mich so tolerant und zufrieden mit den Gegebenheiten an seiner Seite zu sehen/wissen. Zumindest vermittelte er mir dieses Gefühl und ebenso mit Worten recht beständig.
Wobei ich irgendwie noch immer nicht wirklich weiß/zuordnen kann, welche Rolle Derek in diesem ganzen Theater spielt. Genau genommen, müsste er auf ihn eifersüchtig sein. Was er teilweise bereits gewesen war, WENN es den Anschein hatte, dass es ERNST mit ihm wurde. Er denkt offensichtlich, es ist ebenfalls für mich NUR ein Spiel. So wie für ihn, mit all den anderen Weibern. Bis auf EINE, selbstverständlich. Alexa scheint hier (derzeit?) die Ausnahme zu bilden.
Nur, gerade nach diesen letzten Tagen denke ich (!?), mit Derek ist es eben KEINE Spielerei. Mag sein, dass ich ihn NICHT wie Gunnar liebe. Aber IRGENDETWAS scheint da zu sein. Sonst hätte ich ihm seinen Fehltritt, nicht so rasch vergeben. Zumindest weiß ich bei IHM ganz genau, dass es in der Tat NIE wieder geschehen wird. Dazu ist er viel zu viel Ehrenmann. Viel zu aufrecht. Viel zu anständig. Viel zu redlich, charakterfest und rechtschaffen. SO zumindest schätze nicht nur ich ihn ein. Auch andere.

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Nach unserem gemeinsamen Frühstück hatte er mich gebeten, kurz nach Alexa sehen zu dürfen. Nach dem gestrigen Marathon, schien er sich doch ein wenig um sie zu sorgen. „Ich will nur schauen, ob es ihr gut geht.“, sagt er und lächelte mich an.
„Okay.“, erwiderte ich freundlich und offen, was IHN über die Maßen zu beglücken schien. Vor allem, das ich so großzügig sein konnte und dabei noch nicht einmal im inneren zornig war. (Was den Tatsachen entsprach! Nach den Schilderungen der letzten Nacht, hatte ich sogar Mitgefühl mit ihr.)
Ich, für mich, dachte nur, es könne nicht schaden, wenn er nach ihr sieht. Vielleicht leckte sie sich, nach dem gestrigen Tag auch....irgendwie....die Wunden. Denn ich vermochte mir nicht vorzustellen, dass ihr dieses ganze (Prozedur?) Bamborium von Gunnars Neigungen, genauso gefiel wie ihm.
Ich vermutete, sie tat es nur aus Liebe zu ihm.

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.........letztendlich ließ ich mich, an diesen Vormittag, doch noch auf eines von Gunnars Spielchen ein. Er schien Appetit zu haben. Ich kannte es und ließ ihn tun. Und im Nachhinein muss ich gestehen, dass es mir sogar gefiel, was er mit mir tat. Es war nichts Schlimmes. Nichts, was ich nicht kannte. Und er war doch recht vorsichtig. Nicht ZU rüde mit mir und fragte immer wieder: „Geht es dir gut...dabei?“
Gunnar war in JEDEM FALL glücklich! Das sah man ihm förmlich an.
Und ICH,.....weiß nicht so recht, WAS ich fühlen soll...............


Samstag, 12. Dezember 2015

Ein schmutziger Fleck auf Dereks weißer Weste



Vergessen und verzeihen. Ja. Darin bin ich gut. Ohne Zweifel!

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Meinem Magen schien es etwas besser zu gehen. Danke der Magentropfen. Dennoch wagte ich ausschließlich kleinere Portionen. Die fürchterlichen Schmerzen vom Tag zuvor, hatte sich mir gut eingeprägt.
Während des Lunches, den ich mit Gunnar allein einnahm, informierte ich meinen Ehemann darüber, was ich mir des Rest des Tages vorgenommen hatte.
Überdies war heute Freitag. Also Wochenende und ich erwartete, dass Gunnar sicherlich mit Alexa, seinen Brüdern, oder wem auch immer, Party feiern wollte. Infolgedessen sprach ich dieses Thema an. Gunnar schien allerdings selbst unentschlossen zu sein. Sah mich an und wartete, ob ich diesbezüglich Forderungen an ihn hatte, was seine freie Zeit betraf.
Ich blieb gleichwohl in diesem Fall sehr gnädig. Zeigte nicht nur Selbstsicherheit, sondern ebenso Souveränität und ließ es ihn entscheiden.
„Mir ist durchaus bewusst, dass du heute sicherlich gern ausgehen und etwas trinken magst. Also geh’ ruhig, mit wem auch immer du willst.“, blieb ich gönnerhaft und erhaben.
Gunnar sah mich erneut mit großen Augen an. Zog, wie gewöhnlich, die linke Augenbraue hoch, wenn ihn etwas erstaunte, und schien zögerlich mit DEM, was nun kam.
„O-k-a-y.“, sagte er dann und lächelte etwas unsicher. War offensichtlich nicht gewohnt, dass ich ihm Zeit mit anderen Frauen zugestand, OHNE aufzubegehren. Einfach SO.
„Dann werde ich heute Abend einmal so richtig auf die Pauke hauen.“, ließ er schließlich dann verlauten.
Ich musste grinsen. „Ja. Ich weiß. Das hat dir gefehlt.“
Nun schien Gunnar mutiger zu werden und verwehrte sich künstlich, gegen meinen Verdacht. „Hey, hey! So schlimm wird es schon nicht werden.“
„Nimmst du sie mit? Oder nicht?“
Er räusperte sich kurz. „Ja. Sicherlich. Und du? Wirst du bei Derek sein.“
Ich holte einen tiefen Atemzug und machte, Schulter zuckend, ein eher verdrießliches Gesicht. „Schon möglich.“

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Ich nahm mir Zeit. Blieb noch eine Weile sitzen, während Gunnar zurück zur Arbeit ging. Trank noch einen (warmen!) Glas Sprudel und einen lauwarmen Smoothie hinterher. Satt war ich allemal. Und mein Magen blieb soweit ruhig. Ich atmete auf. Sofern ich atmen konnte. Denn die Krämpfe sind derzeit ständig gegenwärtig. Bei JEDEM Atemzug. Natürlich gäbe es dagegen Medikamente. Doch, solange es nicht wirklich nötig ist, lehne ich dies ab.

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Der Schock
Kaum war ich im Zentrum angekommen und dachte darüber nach, wohin ich nun am  aller besten zuerst gehen soll, kam mir Sarah Sjögren entgegen mit einem Grinsen im Gesicht.
„Ich grüße dich.“, sagte ich während ich am Aussteigen war. „Es freut mich, dich zu sehen.“
Ihr Grinsen wurde breiter. „Wenn ich dir sage, was ich weiß, wird dir das Lachen schon vergehen.“
Ich blieb völlig erstarrt an der Tür meines Wagens stehen und wartete darauf, das Sarah weiter redete. Vermutete noch, dass es um Gunnar ging. Was nichts Ungewöhnliches gewesen wäre.
Sie spannte mich auf die Folter. Wartete noch einige Sekunden, bis sie begann: „Weißt du, WEN ich heute Morgen sah, als ich zum Dienst gegangen bin?“
Ich überlegte. Gunnar. Das war unmöglich. ER war b ei MIR gewesen. Oder im Büro.
Ich fixierte Sarahs Augen und war gespannt. „Sprich!“, fordert eich sie auf.
„Derek.“
„Ja und?“
„Er kam NICHT aus seiner eigenen Hütte. Sondern aus der, von Giselle Carter.“
Ich zuckte mit den Schultern. „Wer weiß, was er ihr zu sagen hatte.“
Sarah grinste. „Nein. Du missverstehst mich. Es war früh am Morgen. Er knöpfte gerade seine Jacke zu und SIE stand im Neglige´ in der Tür und winkte mir zu. Gerade so, als wollte sie auf sich und Derek aufmerksam machen. Derek sah ich jedenfalls an, dass es ihm mehr als unangenehm war. Er sah mich, nickte kurz zum Gruß und ging rasch weiter.“
Ich rang nach Luft. „Du willst mich doch sicherlich auf den Arm nehmen. Oder nicht?“ Denn ich konnte nicht glauben, was ich da hörte. Derek doch nicht!!!
„Doch, du hörst schon richtig. Er sah mich ganz Schuld bewusst an und huschte schnell an mir vorüber. Ich denke, er wusste ganz genau, dass ich es dir sage.“ Sarah neigte den Kopf ein wenig und klimperte verständnisvoll mit den Augen. „Tja. Dumm gelaufen. Würde ich sagen.“
Ich war geschockt!!!! Konnte es immer noch nicht glauben. Derek? Unmöglich! Das ER so etwas tat! Nein. Nein. Nein. Hatte er doch so viele Wochen auf mich gewartet, als ich mit Gunnar auf Reisen war.
„Ist dies schon einmal geschehen?“, fragte ich eilig.
„Nein. Nicht das ich wüsste. Gerüchte, gab es ebenso keine.“
Ich schüttelte verständnislos mit dem Kopf.
„Ich frag’ mich auch, was wohl in ihn gefahren ist, das er SO handelte. Derek ist kein Schützenjäger. Das ist bekannt. Er ist immer souverän.“ Nun schüttelte Sarah mit dem Kopf. „Eigenartig. Habt ihr euch gestritten?“
„Selbst WENN es so wäre, ist dies kein Grund.“, sagte ich noch und wusste........W-A-R-U-M.
Nun hatte er sich offensichtlich das aller erste Mal gehen lassen. Nach meinem gestrigen Verhalten, muss es ihm mit mir genug gewesen sein. Anscheinend musste er Dampf ablassen. Trotz alledem war es mir unverständlich.
„WER ist diese Kuh?“, erkundigte ich mich bei Sarah.
Sie lachte. „Weißt du Rea, SIE bildet sich was ein. Denkt sie ist die Schönste und was besseres. Als Derek noch im Sicherheitsteam war hätte sie ihn nicht einmal mit dem Arsch angesehen. Aber jetzt!“ Sarah setzte einen bedeutenden Gesichtsausdruck auf und wedelte mit ihrer Hand. „Jetzt, wo Derek Leiter des Zentrums ist, lässt sie ihn ran.“
Mir fiel geradezu der Unterkiefer herunter.
„Ist sie eine Schlampe? Oder was? Schläft sie mit jedem?“
„Nein. Nein. So ist das nicht. Sie fickt nur mit DEM, wo sie sich etwa verspricht.“
Oh Gott! Ich musst mich dringlichst setzen. Öffnete die Autotür und lies mich auf den Fahrersitz fallen. Griff mir an den Kopf. WAS nun???
„Was soll ich tun?“, sagte ich, ohne Sarah direkt damit anzusprechen. Jedoch antwortete sie mir.
„Wie sagst du immer so schön? Integer sein. Lass Dir nichts anmerken. Steh’ da einfach drüber. Derek ist ja nun in der Tat kein Weiberheld. Wer weiß, was ihn da geritten hat. Womöglich hat SIE IHN auch angemacht, dass er gar nicht mehr anders konnte.“
Mir fehlten schlicht und einfach die Worte. Unter diesen Umständen sah ich selbstverständlich davon ab, meine Zeit, meinen Abend, meine Nacht mit Derek zu verbringen. Nur Gunnar hatte ich nun in die Arme von Alexa fallen lasen. DORTHIN konnte ich keineswegs zurück. Das wäre überaus blamabel gewesen.
Also, was tun?
Jason? Oder irgendein anderer? Es gab so viele attraktive Männer hier. Die mir jedoch allesamt nicht wirklich zusagten. Dann eben allein.................
Ich stand auf, schloss den Wagen ab. Griff nach Sarahs Arm und drückte ihn kurz. „Danke.“, das du so ehrlich zu mir warst. Dabei vermutete ich, dass sie es kaum erwartet hatte, mir diese Neuigkeiten Preis zu geben (aufzudrängen). Es ist nun einmal und offensichtlich ihre Art. Willst du etwas wissen über die Menschen hier, dann frag’ Sarah Sjögren.

Auf dem Weg zu meinem Haus rief und Josh an. „Wie wäre es, wenn du heute Abend zu mir kommst und ich dir deinen Job erkläre.“
„Okay. Wann soll ich bei dir sein?“
„Warum holst du mich nicht gleich zum Dinner ab?“, fragte ich mir schmeichelnder Stimme.
Josh schien überrascht zu sein. „Okay. Dann bin ich gegen acht bei dir.“
„Ein wenig früher wäre mir lieber.“
„Na dann, bis nachher.“

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Derek kam Josh jedoch zuvor. Er hatte meinen Wagen stehen sehen. Klopfte an die Tür.
„Herein!“
„Hey. Wann bist du hier angekommen? Warum sagst du es mir nicht?“
Mein Gesichtsausdruck blieb starr. Ich räusperte mich kurz. Schwieg. Sah Derek nicht einmal an.
Nun wusste er, was geschehen war und er begann mit der Rechtfertigung,....die ich  nicht hören wollte. Im Grunde ahnte ich, WARUM derartiges vorgefallen war. Trotz alledem rechtfertigt dies noch lange nicht, dass ER mit einer anderen schlief, wo er mich doch (angeblich) so sehr liebt. Andererseits verstand ich ihn. Es war einfach, für den Augenblick........genug gewesen. Er war sicherlich über die Maßen frustrierte und es war offensichtlich nötig „Dampf“ abzulassen.
Nun, wie sagt Gunnar in solchen Fällen? Solche Dinge passieren einfach. Auch ohne das man es will. Der Moment ist da, und man lässt sich einfach....gehen.
Selbst ich kenne derartige Momente. Hatte ich doch genau in einem solchen damals Troels kennen gelernt.
Nun, WIE sollte ich mich nun weiterhin verhalten?

Derek hatte sich neben mich gesetzt. Was mir nach dem Geschehenen nicht mehr angenehm war. Andererseits sollte ich über diesen Dingen stehen.
Gleichwohl ich einen unbändigen Zorn in mir verspürte, blieb ich zumindest nach außen hin gelassen.
„Hatte ich dich aufgefordert, dich zu setzen. Nein.“
Er stutzte. „Rea bitte.“
„Du stehst auf und gehst.“, sagte ich noch immer in einem ruhigen Ton zu ihm. Jedoch konnte ich es nicht gänzlich lassen und hing noch einige Worte hinten an. „....zu deiner schwarzen Fotze.“
Ups. Da war mir doch tatsächlich etwas Hässliches heraus gerutscht.
Derek sah mich an und sein Mund stand offen. „SO denkst du also über mich?“
Ich blieb weiterhin nach außen hin gelassen. „Nicht über Dich, Derek. Ich bin nur eifersüchtig.“ Lächelte ihn sogar ein wenig hämisch dabei an.
„Okay. Wie du willst.“, sprach es nach einer kurzen Weile des stummen Starrens,......und ging.
Nun, konnte ich mich auf Josh vorbereiten. Womöglich hatte ich doch noch Glück und es würde ein schöner Abend werden.

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Als ich mit Josh essen war, kam Derek noch einmal an unserem/meinen Tisch. Er entschuldigte sich förmlich, in angemessener Art und ich versprach, über ein Verzeihen nachzudenken.
Josh erklärte ich mich in dieser Angelegenheit nur spärlich. Wozu hätte das gut sein sollen.
Als ich am Abend mit Josh in meinem Haus zusammen saßen, erklärte ich ihm so viel wie möglich, was MICH betraf und was ER, als mein Bodyguard, alles zu beachten hatte.
„Es ist ja nicht nur, dass du ausschließlich darauf achtest, dass mir von fremdem Menschen kein Leid zustößt. Nein. Es ist enorm wichtig, dass du über all meine kleinen und großen Beschwerden, Eigenheiten, was mir wohl tut und was nicht, Bescheid weißt. Und vor allem, wie du dich in bestimmten Situationen, die gleichwohl diese beschissene Krankheit oder ebenso die Panik-Attacken betreffen, verhalten sollst.“
Josh nickte. In diesem Moment war er noch ernst. Im nächsten begann er bereits einen Scherz zu machen. „Na ja, wir sind uns schließlich nicht SO fremd. Oder?“
Ich lächelte zurück. „Ja. Das ist wohl so.“
Und dann kamen Fragen wie: Hättest du dir vorstellen können? Oder: Du weißt doch, dass ich dich liebte? Kannst Du dich noch erinnern? Warum bist du damals nicht geblieben, als du bei mir warst? Usw.......
„Du hattest, nein hast eine Frau, Josh und Kinder.“
Bei diesem Satz nahmen seine Gesichtszüge wieder eine gewisse Ernsthaftigkeit an. „Ja. Du hast Recht Rea. Bist du deshalb gegangen?“
„Ja. Natürlich.“, erwiderte ich ernst. Was gelogen war. Schloss jedoch mit einem zweiten Satz der Wahrheit ab. „Es war auch diese Unsicherheit, nicht zu wissen, wo die Reise mit der Krankheit hingehen wird.“
Eine kleine Pause des Nachsinnens, für uns beide, entstand.
„Womöglich kommt deine Frau mit den Kindern noch nach. Meinst du nicht?“
Er lachte leicht und schüttelte mit dem Kopf. „Nein. Das wird sie nicht.“
„Was macht dich da so sicher?“, fragte ich noch, obgleich ich bestrebt war, diese Art Gespräch zu beenden.
„Wir haben uns fürchterlich gestritten. Und das nicht nur ein Mal.“
„Das soll vorkommen. Oder nicht? Noch lange kein Grund, um auseinander zu gehen.“
Josh schnaufte. (Woran ich erkannte, dass ihm das Reden über diese Thematik nicht wirklich leicht viel.
„Nun, wir werden sehen.“, war meine abschließende Bemerkung und Josh schien nun ebenso erleichtert zu sein, dass wir den Inhalt unserer Gespräche wechselten.
Wir redeten viel, kuschelten sogar miteinander. Einige Zärtlichkeiten blieben selbstverständlich nicht aus und gleichwohl dieser, oder jener zärtliche Kuss.
Dennoch ließ ich mich NICHT auf mehr ein. Meine Signale waren da schon eindeutig! Mein Magen akzeptierte überdies ein Glas Wein.

Der Abend war vortrefflich, angenehm und adrett. Nicht mehr und nicht weniger. Doch am Ende vermochte ich NICHT mit Josh ins Bett zu gehen. Ich wollte es nicht.
Ich dankte ihm für die schönen Stunden. Versicherte ihm scherzhaft, dass ich hier im Zentrum sicher sei und er nun seinen Job für heute beenden könne.
Er runzelte ein wenig die Stirn. Verabschiedete sich höflich und ging. Sicher hatte er sich mehr erwartet, nachdem wir über „alte Zeiten“ geredet hatten. Bedauerlicher Weise vermochte ich seine Erwartungen nicht zu stillen.
Als er gegangen war, rief ich spontan und instinktiv Derek an.
Es läutete eine lange Weile, denn es war bereits weit nach Mitternacht. Dann hörte ich seine Stimme,  „Hallo?“, die verschlafen klang.
„Derek, ich habe darüber nachgedacht.“, sagte ich zu ihm. „Ich verzeihe dir. Komm zu mir herüber. Jetzt.“....und er kam.

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Hätte ich es nicht getan, ihn nicht angerufen, hätte ich es zweifelsohne bitter bereut. Denn die Stunden mit IHM, bis hier her, waren einfach zauberhaft!!!!!!!! Eine Versöhnung par excellence! Die auf MEINEM Großmut basierte.
Da es gestern Nacht bereits sehr spät gewesen war, krochen wir beide umgehend und gemeinsam ins Bett. Schliefen eng umschlungen miteinander. Erklärungen und weit ausladende Gespräche fielen, wegen Müdigkeit aus.
Am frühen Morgen dann Sex und noch einmal Sex, so wundervoll, dass ich beinahe (!!!) auf Wolken schwebte. Zumindest war ich glücklich und frohgemut. Und auch über Dereks Gesicht zog sich ein strahlendes Lächeln.
Bis zu diesem Zeitpunkt redeten wir nicht sonderlich viel darüber, was geschehen war. Denn wir hatten beschlossen, es schlicht und einfach zu vergessen. D-a-r-ü-b-e-r zu stehen.
Eine Probe unserer beider Souveränität in Sachen Verzeihen, Liebe und über die vergangenen Ereignisse erhaben Sein, sollte uns jedoch unmittelbar bevorstehen. Als wir das Restaurant betraten, begegnete uns Giselle Carter.
Sie ging direkt auf Derek zu und er schien beinahe augenblicklich ein Stück zurück zu weichen. Zumindest blieb er stehen. Strahlte Kühle aus.
Giselle grinste ein wenig. Sah von ihm zu mir und wieder zu ihm. „Hallo Derek. Schön dich zu sehen.“ Nun wagte sie sich sogar provokant noch ein Stück weiter nach vor und legte ihre Hand auf Dereks Brust. Er fasste sie am Handgelenk und ließ sie fallen. Jedoch nicht übermäßig barsch oder ganz und gar aggressiv. Nein. So ganz entspannt, mit einem Lächeln. Sie...verstand. Sah fast anerkennend zu mir herüber und warf mir dann einen abschätzenden Blick entgegen. Ihm gegenüber verhielt sie sich nun eher erbost und ärgerlich. Ließ jedoch ab von ihm und WIR, nahmen Platz.
Derek rollte mit den Augen. „Es tut mir leid, dass du dies jetzt ertragen musstest.“
Ich blieb gelassen. „Ist okay. Wir beide wissen doch Bescheid.“ Ich lächelte Derek an und ER,......schien erleichtert.
Und im nächsten Moment kam auch schon Josh an unseren Tisch. Blieb allerdings davor stehen und erkundigte sich lediglich, mit einem abschätzenden und verächtlichen Seitenblick auf Derek, nach meinem Befinden. Ich versicherte ihm, dass es mir gut ging.
„Brauchst du mich heute noch?“
„Nein. Tue ich nicht. Sollte es anders sein, rufe ich dich an.“
Josh nickte steif und ging.




Freitag, 11. Dezember 2015

Der „Anti-Tag“



Es war ein einziges Durcheinander. Ein Hin und ein Her. Nur gut, dass Derek an meiner Seite war und mir half. Denn ich hatte nach dem Lunch im Restaurant arge, intervallartige Magenschmerzen. Und das gute zwei Stunden lang.
Derek erledigte sämtliche Telefonate. Folgte meinen Anweisungen. Delegierte die Leute dahin, wo ich sie haben wollte und sprach sogar mit meinem Ehemann.

Ich saß in meinem Haus auf der Couch mit einer Decke und krümmte mich jede fünf Minuten vor entsetzlichen Schmerzen. Derek war bei mir und kümmerte sich um alles.
Er lud Jason und Josh zu mir ein. Leider hatte ich das Pech, das beide gleichzeitig kamen und ich (meine!) die Karten offen auf den Tisch legen musste, was die beiden betraf. Gestand natürlich im Beisein des anderen, dass ich mir schon gern Jason als meinen Bodyguard wünschte. Und das ich genau genommen ausschließlich IHN danach hatte fragen wollte. Dann kam jedoch Josh ins Spiel. Was ich vorab schließlich nicht wissen konnte. Infolgedessen fragte ich auch ihn. Erklärte ich und redete mich einigermaßen heraus. Obgleich es nichts heraus zu reden gab. Warum soll ich nicht sagen können, was ich mag und lieber sähe und was nicht?!
Jason hatte selbstverständlich, wie ich bereits vermutete, eine heiße Debatte mit seiner Frau. Gedachte sich jedoch über ihr „Verbot“ den Job anzunehmen, hinweg zu setzen. Was mich selbstredend bewog IHM zuzusagen. Und Josh Jasons Platz im Sicherheitsteam anzubieten.

Kurze Zeit nachdem die beiden gegangen waren, kam Lisa, Jasons Frau, zu mir und begann zu wüten. Sie ließe es nicht zu.....ect.
Derek hielt sie auf. Drängte sie zurück und beförderte sie hinaus.
S-c-h-n-a-u-f!!!!!!

„Derek, bitte ruf die beiden noch einmal an. Sie mögen sich erneut hier her bewegen.“, wies ich ihn an.
Nun wendete sich das Blatt zu Gunsten Joshs. Der doch hoch erfreut darüber war.
Jason hingegen, sah man die Traurigkeit an.
Dennoch war, ist es für ALLE die vernünftigere Variante.

Ich war mehr als unentschlossen, was das Bleiben im Zentrum betraf. „Derek, rufe doch bitte Gunnar an und frage ihn, ob er zu mir kommen kann.“
Derek stutze leicht und sah mich mit großen Augen fragend an. „Ich dachte, dass wir heute Abend zusammen sind.“
„Nun,...ja. Ich weiß nicht.... Ich wollte.....“, stotterte ich und schon kam die nächste Welle.........Schmerz. Ich stöhnte auf und krümmte mich.
Ich sah den Unmut in Dereks Augen. Aber auch jede Menge Mitgefühl. Und er tat, was ich ihm aufgetragen hatte. Keine zwei Minuten später, reichte er mir mein Iphon herüber. „Sprich selbst mit ihm.“
„Rea, ich arbeite heute etwa bis zehn.“, hörte ich Gunnars Stimme sagen. „Ich kann jetzt nicht kommen. Bleib bei Derek und komme Morgen zurück. Wie geht es dir und  mit deinem Bauch?“
„Nicht gut.“, sagte ich und legte auf.

Das Dinner gestaltete sich schwierig. Ich aß italienisch, gerade zum Trotz. Und siehe da, ich hatte Glück. Es blieb (vorerst?) nur ein flaues Gefühl im Magen zurück und KEIN Schmerz.
Ich hatte mich über Lisa Anekelea so derart geärgert, dass mir der Frust gleichwohl auf den Magen geschlagen war.
Meinen Sprudel und alle anderen Getränke, nahm ich nun lauwarm zu mir.

Trotz aller gesundheitlichen Probleme ging ich noch einmal ins Büro, um mit Thomas einiges zu besprechen. Derek wich nicht von meiner Seite.
Zurück im Haus kam Unruhe in mir auf. „Ich fahre jetzt zurück nach Stockholm.“
„Nein! Das wirst du nicht!“, intervenierte Derek. „Ich lasse dich nicht fahren. Das schaffst du doch nicht.“
Nun nahm Derek die Sache und mein iPhone selbst in die Hand. Rief Gunnar an und unterrichtete ihn von meinem Vorhaben. Offenkundig in der Hoffnung, dass mein Ehemann mir befahl, vernünftiger Weise im Zentrum zu bleiben.
Er wurde NICHT enttäuscht.
„Rea, bitte, sieh doch ein, dass es unbesonnen ist, wenn du jetzt alleine fahren willst.“, waren Gunnars ach so bedachte Worte. Wusste ICH doch genau, Alexa würde sich darüber freuen, wenn ich im Zentrum bliebe. Genau DIESE Genugtuung wollte und würde ich ihr nicht geben. Punkt!
„Ich weiß“, trotzte ich. „Aber ich werde es schaffen!“, erwiderte ich mit entschlossener Stimme.
„Du bist so unvernünftig wie mit deinem Dinner.“, bemerkte Derek beinahe kapitulierend. Ich beachtete seine Bemerkung nicht und.....fuhr letztendlich eine halbe Stunde vor Mitternacht gen Stockholm.
Derek war außer sich. (Was nun nicht bedeutet, dass er wütend auf mich war. Oder sich ganz und gar mit mir zankte. Nein. Er war doch eher.....besorgt.)

Selbstverständlich fand ich Gunnar NICHT in unserem Apartment vor. An Alexas Tür zu klopfen, wie eine Bittstellerin, kam für mich allerdings nicht in Frage. Also rief ich Gunnar an.
„Vielleicht interessiert es dich, das ich gut angekommen und in unserem Apartment bin.“
Er räusperte sich und sagte dann: „Ich komme gleich zu dir hinüber.“, und.....legte auf.
Vielleicht sollte ich nun meinen Blog erneut umbenennen in „Die widerspenstige Frau“.

Gunnar kam tatsächlich eine halbe Stunde später. Roch frisch geduscht. Was mir sagte, dass er, aller Wahrscheinlichkeit nach, gerade Sex mit Alexa hatte.
Genau genommen erwartete ich, dass er nun zornig auf mich war. Alldieweil ich ihm die Nacht mit seiner Konkubine verdorben hatte.
Jedoch alles andere war der Fall. Er schloss mich freudig in die Arme. Drückte mich und gab einen innigen Kuss auf die Lippen.
„Geht es dir gut.“, war seine erste Frage. Dann lachte er Herz erfüllen.
Ich sah erstaunt zu ihm auf. Befürchtete genau genommen seinen Groll. Seine Verärgerung über meine Trotzigkeit und meine Penetranz. Dennoch war es mein gutes Recht zu sein, wo immer ich sein wollte. Und schon ganz und gar an der Seite meines Ehemannes! Punkt! Was gab es da kleinmütig, bang oder ängstlich zu sein.
Ich vermute stark, dass Gunnar dies alles in meinen Gedanken las. Denn er sah mich forschend aber anerkennend an und lächelte zufrieden. Dann nickte er mit Respekt in seinen Augen. „Ich freue mich, dass du um mich kämpfst.“
Eigenartiger Weise verärgerten mich seine Worte und Unwillen kam in mir auf. Ich war unentschlossen, wie ich darauf reagieren sollte und überlegte kurz. WENN ihm diese Genugtuung tatsächlich so viel bedeutete, oder er sogar stolz auf mich war, WEIL ich, seiner Meinung nach, so unnachgiebig und intensiv um ihn zu kämpfen schien, warum sollte ich da widersprechen?
Allerdings dachte ich ebenso darüber nach, ob er nicht Recht damit hatte. Offensichtlich war es SO.
Da stellt sich mir die Frage: Wieso tut ich das?
Nun, die Antwort ist simpel. Ich muss ihn wohl über die Maßen lieben...........

In Kürze berichtete ich ihn noch über meinen Tag und was im Zentrum geschehen war. Insbesondere, betreffs des Bodyguards.
Gunnar schien rundum zufrieden.

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Die Nacht war nicht „anti“. Die Nacht war schön. Zumindest DAS, was ich davon mitbekam. Ich war selbstredend so derart erschöpft, dass ich zufrieden in Gunnars Armen eingeschlafen bin. Wenn gleich wir vorher doch noch einige Worte gewechselt haben.
Er selbst, hatte gleichwohl NICHTS Intimeres weiter erwartet......wie angenehm!

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Nun, bis zu diesem Zeitpunkt hat sich Gunnar nicht verändert. Kein Wort über Alexa. Sei denn, ich hatte misslicher Weise damit begonnen.
Er scheint wie ausgewechselt. Allerdings,.....wie lang?

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In diesen Augenblick denke ich darüber nach, am Nachmittag zum Zentrum zu fahren. Josh aufzusuchen, um ihn einzuweisen und mich ggf. mit Derek auszusöhnen (....wo es nichts zu versöhnen gibt). Dennoch quält mich Unruhe bei dem Gedanken, dass er mir auf irgendeine Weise böse ist.

  

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Noch kein Bodyguard – und Magenkrämpfe



Troels war nicht abkömmlich. Gunnar ebenso wenig. Infolgedessen aß ich allein. Ging dann aber doch zu Gunnar ins Büro, um vor Alexa Präsenz zu zeigen. Sprach kurz mit meinem Ehemann und ging dann zurück zum Apartment und gleich anschließend einen caffe latte trinken.
Ich hatte noch nicht einmal mit Gunnar über die Angelegenheit privat Bodyguard gesprochen. Bruchstückhaft an. Selbstredend fragte er mich, WEN ich bevorzugen würde. Meine Antwort fiel vage aus.

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Am Nachmittag verdarb ich mir den Magen. Vermutlich war der Smoothie schuld. Ach nein. Es waren zwei...verhältnismäßig Opulente. Ich rief Gunnar an, der augenblicklich zu mir eilte. Den Rest des Tages hatte ich Magenkrämpfe. Dennoch aß ich am Abend ein einigermaßen ausreichendes Mahl. Ich bin es offensichtlich noch immer gewohnt, unter Schmerzen zu essen.
Heute Morgen die üblichen Vorsichtsmaßnahmen. Magentropfen, Nichts Kaltes. Geruhsam speisen.
Ich bin ohnehin stets müde und ausgelaugt. Sollte dringlicht wieder einmal  entschleunigen. Nur wohin noch? Langsamer kann ich bald nicht mehr werden.
Und dann seien die Muskelkrämpfe noch erwähnt, die mich derzeit besonders quälen. Ebenso die ständige Kraftlosigkeit. Das was andere als Selbstverständlichkeit erachten, wird für mich zur Tortur. Daher auch mein permanentes Desinteresse am Party Feiern und um die Häuser ziehen. Selbst das Reisen ist mir bereits zur Last geworden. Gleichwohl ich nicht viel klagen mag, ist mein gesamtes Leben jetzt, doch eine enorme Anstrengung. Auch, wenn es mir nicht anzusehen ist. Was ich als vorteilhaft empfinde.

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Zu allem Überfluss, am gestrigen Abend, hatte sich Kevin offensichtlich dazu entschlossen, ein ausgedehntes Gespräch zu führen. Und sicherlich, wie ich, oder besser Gunnar, dann vermutete, waren noch ein, zwei Bierchen im Spiel. Denn er redete und redete und redete............ermüdend!!!!!

Da ich nun „beschäftigt“ war, sah Gunnar offenkundig darin eine Chance, noch einmal zu Alexa hinüber zu gehen und diese Zeit mit ihr (und mit ficken) zu verbringen.
Nun, ich war nach geschlagenen vier Stunden des Zuhörens so derart erschöpft, dass ich Gunnar nicht einmal böse sein konnte und er mich gegen halb zwei des nachts zur Eile mahnte, endlich zu Bett zu gehen. Da es mir ohnehin nicht so gut ging, was ich Kevin selbstverständlich nicht unbedingt SO offenbarte.
Gunnar war trotz aller Beschäftigung (!), ab und an zu mir herüber gekommen und hatte nachgeschaut, wie weit mein Gespräch mit Kevin nun gediegen war. Er sorgte sich offensichtlich doch ganz beträchtlich. Und ich vermute, er selbst hätte es abgebrochen, wenn er wahrgenommen hätte, dass es mir zusehends schlechter gegangen wäre.

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So nun, zur wesentlichen Frage an sich, die ich bedauerlicherweise nicht beantworten kann. Alldieweil sich keiner der beiden, weder Jason, noch Josh, bisher gemeldet hat.....wie sie es versprochen hatten.
Warum Josh sich nun noch nicht entschied, vermag ich nicht zu sagen. WAS hat ER sonst ANDERES zu tun? Oder ist ihm der Job nicht wichtig?
Was Jason betrifft vermute ich, dass er noch immer mit seiner Frau debattieren wird. Er will, und SIE, will es nicht.
Daraus folgt, dass ich JETZT zum Zentrum fahre, um mir Klarheit zu verschaffen.
Sollte mir keiner der beiden eine Zusage geben, frage ich den Dritten. Gegebenenfalls, suche ich noch einmal die Personalakten durch. Oder werde inserieren. Die zügigere und effizientere Variante, ist allerdings die Arbeitsgeberagentur.
Alles in allem....viel zu tun.



Mittwoch, 9. Dezember 2015

Das „gezähmte Sein“



Manchmal ist es für mich noch eigenartig, den „veränderten Titel“ meines Bloges anzuschauen. Dann sinniere ich über mein „gezähmtes Sein“. Das nicht ausschließlich Gunnar geschuldet, sondern doch eher dieser beschissenen Krankheit zu verdanken ist. Was kann ich noch, ohne in kürzester Zeit müde und erschöpft zu sein? Selbst das Autofahren strengt mich zu sehr an. Längere strecken vermag ich nicht mehr zu bewältigen. Vom ausgiebigen Party feiern ganz und gar zu schweigen. Was ohnehin nie meine Welt gewesen war. Da bleibt einer nicht mehr viel. Kein Wunder also, dass ich in dieser Hinsicht einem Mann nur wenig bieten kann. Gerade Gunnar liebt es auszugehen und mit seinen Brüdern und Freunden Bier zu trinken, Partys zu feiern und um die Häuser zu ziehen. Nichts für meiner Eine. Womöglich ist es diesbezüglich sogar lohnend, wenn Alexa bei ihm ist. So kann ich zumindest sicher gehen, dass er nicht noch anderweitig orientiert, wenn er betrunken ist.

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Da Gunnar nun offensichtlich reichlich zu tun hatte und wir nur noch kurz miteinander den Lunch einnahmen, dachte ich darüber nach, zum Zentrum zu fahren und mir (m)einen eigenen Bodyguard anzuwerben. Wie Gunnar es mir vorgeschlagen hatte.
Als ich dort im Zentrum ankam, wartete jedoch eine sensationelle Überraschung auf mich.
Ein „alter Freund“. Josh Summerhead, hatte offenkundig seine bisherige Heimat Kalifornien verlassen und war nach Schweden gekommen, um mich zu suchen und nach einem Job zu fragen.
„Was ist aus deiner Frau geworden?“, fragte ich ihn, nachdem ich von Thomas erfahren hatte, dass er hier angekommen und ich zu ihm in seine Hüte gegangen war, um ihn zu begrüßen.
„Nun, du weißt, es ist nie wirklich gut zwischen uns gelaufen.“, antwortete er.  
„Ahhh! Du lügst. Ihr ward’ doch stets ein Herz und eine Seele. Seit so lang schon ein Paar.“
„Nicht mehr.“
„Das glaube ich dir nicht.“
„Kannst du ruhig. Sonst wäre ich doch nicht hier und würde dich um einen Job für mich bitten.“
„Vielleicht kommt sie doch noch nach.“
„Sehr unwahrscheinlich.“
„Und eure Kinder? Was ist mit denen?“, fragte ich doch ein wenig (aufgesetzt) besorgt.
„Sie sind natürlich bei ihr. Wo sonst.“
„Du hingst doch so an ihnen. Nicht wahr?“
„Ja. Das stimmt allerdings.“ Josh senkte den Blick und Traurigkeit schien ihn zu übermannen.
„Nun“, beendete ich dieses für mich doch eher unangenehme Familienthema, „ich hätte da vielleicht sogar etwas für dich. Denn ich war gerade dabei, mir einen privat Bodyguard zu suchen, weil es in der Stadt für mich allein zu gefährlich ist.“
„Oh! Tatsächlich?“
„Hörst du keine Nachrichten in deinem Amerika? Weißt du nicht, dass in Europa eine Invasion statt findet?“
„Phhhuu. Ja.“ Er kratzte sich ein wenig verlegen am Kopf. „Ich sah da ein paar Bilder. Aber....“ Den Rest des Satzes blieb er mir schuldig.
Genau genommen hatte ich vor, mich in dieser Angelegenheit an Jason Alekelea zu wenden. Allerdings vermute ich, dass dies seine Frau Lisa niemals zulassen würde. Sie wäre ihm sicherlich vor Eifersucht an den Hals gesprungen. Überdies wäre bei Jason die Versuchung viel zu groß (mit ihm zu schlafen!!!).
Bei Josh bin ich mir allerdings sicher, dass er keine wesentliche Wirkung mehr auf mich hat. Obgleich er doch ein ganz passables Äußeres besitzt mit seinen sechsundvierzig Jahren. Er ist noch immer attraktiv und absolut durchtrainiert. Hat eine einigermaßen annehmbare Größe von etwa 1.87. Gunnar hätte sicherlich nichts dagegen. Denn auch ER wüsste genau, dass mit Josh nichts passieren kann. Was die Sicherheit betrifft ebenso wenig. Ist er doch in vermiedenen Kampfsportarten ausgebildet.
„Wenn du Bedenkzeit benötigst, soll dies keinerlei Problem darstellen.", schlug ich Josh nun vor. "Und solltest Du Dich nicht für diesen Job entscheiden, gibt es für dich einen anderen im Sicherheitsteam. Wir hatten ohnehin beschlossen mehr Leute einzustellen.“
„O-k-a-y. Wie lange habe ich Zeit es mir zu überlegen?“
„Oh. Verzeih. Ich dachte nicht daran, dass du womöglich noch einige Tage Urlaub machen möchtest.“
„Nein. Nein. Das ist schon okay. Ich sage dir Morgen, was  - ich – hier – sein - will.“ Er lächelte ein wenig verlegen.
„Du wirst meine Nummer brauchen.“, sagte ich und gab sie ihm. „Dann bis Morgen.“

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Genau genommen hätte ich mit Josh als Bodyguard zufrieden sein sollen. Andererseits hatte ich mir nun doch Jason an meiner Seite (gewünscht) vorgestellt. Infolgedessen, ging ich gleichwohl zu ihm, um ihn zu fragen.
Er war zu Hause mit seiner Frau und seinen Kindern. Hatte frei an diesem Tag.
„Komme ich ungelegen?“, fragte ich sachte an, nachdem er mir die Tür geöffnet hatte. Und schon im nächsten Augenblick stand seine Frau neben ihm und sah mich mürrisch an. Offensichtlich hatte sie mich an meiner Stimme erkannt.
„Aber nein Rea. Komm rein.“ Jason machte eine elegante, einladende Geste mit seiner Hand und verbeugte sich ein wenig. Lisa tat nun einen Schritt zur Seite, sodass ich eintreten konnte.
„Setzt dich doch.“, bot er mir einen Platz in seinem Sessel an.
„Ich denke, das wird nicht nötig sein. Ich habe nur eine einzige Frage. Auf die du mir nicht umgehend Antwort geben musst. Jedoch Morgen wüsste ich doch gern, wie du darüber denkst.“
Jason legte die Stirn in Falten. „WAS soll ich denn für dich tun?“
„Ich suche einen geeigneten privat Bodyguard für mich. Hättest du daran Interesse?“
Kaum das ich ausgesprochen hatte, meldete sich Lisa zu Wort. „Kommt nicht in Frage.“, tönte sie.“
„Warte, warte.“, beruhigte er seine Frau. „Lass uns doch erstmal darüber reden.“
„Nein! Hier gibt es nichts zu reden. Bleib du besser im Sicherheitsteam.“
Ich räusperte mich kurz und es ist vermutlich unnötig es zu erwähnen, dass ich mich über die Maßen unwohl fühlte in dieser Situation. Andererseits, was hatte ich erwartet? Genau eben DAS.
„Okay.“, sagte ich und wandte mich bereits dem Ausgang zu, als Jason noch einmal  intervenierte.
„Ich  denke darüber nach. Okay? Und rufe dich Morgen an.“
Ich nickte und ging.

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Auf dem Weg zu meinem Haus kam mir Derek nach gelaufen.
„Ich wusste nicht, dass du hier bist. Warum hast du nichts gesagt.“
„Es tut mir leid. Ich bin noch nicht dazu gekommen.“
„Was tust du eigentlich hier.“
„Ich hatte vor, mir einen privat Bodyguard zu suchen, alldieweil es in der Stadt, wie du weißt, für mich nicht mehr sicher ist, wenn ich allein shoppen gehe.“
Derek stöhnte. „Hast du vielleicht dabei auch mal an mich gedacht?“
„Aber ja. Natürlich.“, log ich ihn an. Selbstredend wäre dies der naheliegendste Gedanke gewesen. Nur gedachte ich eben NICHT, mich unter seine Kontrolle zu begeben, wenn ich in den wenigen Momenten, in denen ich nicht mit Gunnar oder ihm zusammen war, frei sein konnte zu tun, was immer ich wollte! Allerdings war es nun kaum angebracht, ihm genau DAS zu sagen.
„Derek“, begann ich festzustellen, „Du bist jetzt Leiter des Zentrums und kein Sicherheitsbeamter mehr. Dein Job wird dich sicherlich beinahe rund um die Uhr in Anspruch nehmen. Du wirst keine Zeit erübrigen können, um auf mich aufzupassen.“
„WEN hattest du denn dann im Sinn?“ Derek sah mich nun ein wenig argwöhnisch an.
„Nun, es ist mir gleich WER es ist. Nur zuverlässig muss er sein. Daher bin ich noch am Suchen.“ Genau genommen war DIES nun nicht gelogen. Womöglich gab es noch andere Optionen als Josh oder Jason. Deshalb gedachte ich mir noch am selbigen Nachmittag die Personalien der Sicherheitsbeamten anzusehen. Womöglich käme noch ein andere für mich in Frage.
Im Augenblick jedenfalls, schien ich unerklärlicher Weise Derek Rechenschaft schuldig zu sein. Was ich einerseits schon verstand. Nur andererseits, hatte er kein Recht mich in dieser Weise zu bedrängen.

Ich ging mit Derek zum Büro und ließ ihn seine Arbeit tun. Währenddessen ICH die Personalakten durchstöberte und.........nicht wirklich fündig wurde. Bis auf Einen. Also gab es letztendlich nur drei Kandidaten. Josh Summerhead, Jason Anekelea und Leon Dahlberg war mir noch aufgefallen. Er schien mir geeignet zu sein. Und ganz peripher gesagt, ein bildschöner Mann. (Gefährlich!)
Favorisiert ist selbstverständlich Jason. Sagt ER zu, dann hat ER den Job!

Da ich Gunnar versprochen hatte am Abend zurück zu sein, blieb ich nicht bei Derek.
Thomas hatte mich jedoch noch in Anspruch genommen, bezüglich einer fehlenden Lieferung. Ich kümmerte mich darum und fuhr zurück nach Hause. Derek monierte nicht. Er verabschiedete sich schweigend mit einem Kuss auf meine Lippen.

WO ist nun genau genommen mein zu Hause? An meines Ehemannes Seite im Stockholmer Apartment, oder in meinem Haus im Zentrum? Wohler fühle ich mich selbstredend im Zentrum.

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Noch auf dem Weg zurück nach Stockholm rief mich Kevin an und informierte mich ganz offiziell darüber, dass er demnächst mit seiner Lebensgefährtin Janina (die sicherlich neben ihm stand, während er mit mir sprach) und seinem Sohn Vinc nach Schweden kommen würde, um seinen Job anzutreten. Max und Matthias hätten ebenso zugestimmt mit ihm zu reisen.

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Und wieder ein wundervoller Abend und eine erholsame Nacht mit meinem Ehemann. Obgleich ich selbst recht unruhig schlief. Ich hatte Schmerzen. Aus diesem Grund bemerkte ich, dass Gunnar heute Morgen bei Alexa war. Im Wesentlichen jedoch, ist er bei mir gewesen. Was nun das Wichtigste für mich ist.

Heute fehlt mir in der Tat das Verlangen zum Zentrum zu fahren. Ebenfalls gedeucht es mich nicht bei Derek zu sein. Derzeit liebe ich es die Ehefrau zu......leben.
Ein Essen mit Troels schwebt mir womöglich schon viel eher in den Sinn. Welches ich sogar „ganz offiziell“ kaschieren kann. Schließlich hat mich Gunnar selbst darum gebeten, Troels zu kontaktieren, bezüglich des Beitritts zu den Schwedendemokraten.
ICH allerdings, werde mir diesen Schritt für später vorbehalten. Meine (finanzielle und moralische) Unterstützung haben sie in jeden Fall. Das muss genügen.

So nun.....warte ich auf die Entscheidungen der Herren. Im Augenblick bin ich geneigt, Jason selbstverständlich den Vorzug zu geben. SOLLTE er sich denn für diesen Job entscheiden dürfen. Natürlich wäre ich ebenso mit Josh zufrieden.



Dienstag, 8. Dezember 2015

Noch immer glücklich



„Es ist schön, die so glücklich zu sehen.“, sagte mein Ehemann, währenddessen wir speisten.
Ich dachte kurz an Alexa. Ließ diesen Gedanken rasch fallen, so tief wie möglich und fragte nicht weiter nach ihr. In diesen Augenblicken war sie mir so derart gleichgültig, wie es einem nur jemand sein kann!
Nachdem Gunnar und ich den Lunch beendet hatten, begleitete er mich auf dem Weg zur Maniküre. Zurück ging ich allein.
In der Zwischenzeit hatte mein iPhone eine SMS von Thomas gemeldet. Er fragte an, ob ich heute doch noch einmal im Zentrum vorbei schauen könne. Nun sandte ich meinerseits Gunnar eine SMS, dass er bitte kurz nach Hause kommen möge. Was nun in der Tat nichts Welt bewegendes ist. Alldieweil er ausschließlich im selben Gebäude, sogar auf derselben Etage, einige Türen weiter gehen muss. Schließlich gedachte ich Alexa nicht zu begegnen. JETZT, wo Gunnar bereit ist, das Zusammensein mit IHR und MIR so streng zu trennen. Worüber ich selbstredend erleichtert bin.
Als Gunnar in unserem Apartment angekommen war, informierte ich ihn darüber, dass Thomas mich für ein, zwei Stunden bräuchte.
„Ich kann aber nicht mit dir kommen. Habe selbst hier genug zu tun.“, räumte er ein.
„Ist okay. Ich denke, vor dem Dinner bin ich zurück.“ Bei diesen Worten beobachtete ich Gunnars Gesicht, ob sich eventuell eine Regung von Missfallen zeigte, weil er WOMÖGLICH mit Alexa zu speisen gedachte. Jedoch NICHTS dergleichen. Stattdessen ein freudiges „Okay. Ich warte auf dich. Kommst du früher, dann hohl mich ab.“ Er zwinkerte mir zu. Denn er wusste genau, dass ich nichts tun würde, um Alexa zu begegnen.
In unserer Unterhaltung war kein einziges Wort über Derek gefallen.

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Derek war ebenfalls im Büro und vor den anderen überaus förmlich im Umgang mit mir. Anderes hätte ich gleichwohl nicht von ihm erwartet. Sehr professionell.
Doch kurz bevor ich mich zum Gehen wandt, nahm er mich doch beiseite.
„Ich dachte du bleibst.“, sagte er und sah mich erwartungsvoll an.
Ich schlug doch eher verlegen die Augen nieder. „Es tut mir leid Derek. Aber ich fahre heute zurück nach Stockholm. In jedem Fall komme ich in ein, zwei Tagen und bleibe dann. Ist das okay für dich?“
Er nickte und ich ging.

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Während der Fahrt nach Hause, dachte ich noch einmal darüber nach, dass es nicht wirklich viel zu tun gegeben hatte. Noch eine zusätzliche Bestellung, eine Entgegennahme und......Jedoch die sorgfältige Planung der Weihnachts- und Sylvesterfeierlichkeiten müssen noch erledigt werden. In groben Zügen hatten sie Ellen Parker und Imara Sumei bereits vorbereitet und durchgeführt. Es ging nur noch um die Feinabstimmung und um eventuelle Einwände, Änderungen, oder Neuvorschläge meinerseits. In diesem Zusammenhang dachte ich an Ian. Sollte ich ihn tatsächlich ins Unterhaltungsprogramm einbringen? Warum eigentlich nicht? Allerdings bedurfte es da noch einmal der Abstimmung.

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Zu Hause schrieb und surfte ich noch eine Weile im Internet bis Gunnar kam.
Dann gingen wir beide essen. Sahen noch ein wenig fern am Abend und gingen gemeinsam zu Bett. Allerdings hatte er mir vor dem Schlafengehen bereits eröffnet, dass er nachts für ein, zwei Stunden zu Alexa hinüber gehen, und auch, dass ich es nicht bemerken würde. Was alles in allem der Wahrheit entsprach. Infolgedessen monierte ich nicht und verdarb mir ebenso wenig den Abend mit eifersüchtigen Gedanken.

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Heute Morgen war Gunnar schon vor mir auf. Als ich erwachte, stand er bereits im Anzug neben mir. Ich roch den Duft seines Parfums, welches er gerade aufgetragen haben muss. Denn er war sehr intensiv.
Gunnar beugte sich zu mir herunter und küsste meine Wange. „Guten Morgen Schatz. Ich muss gleich gehen. Zum Lunch hole ich dich ab.“ Gunnar bag mir noch einen Kuss, lächelte mir liebevoll zu und ging.
Nun, ich sah ihn bereits früher wieder. Er kam noch einmal vorbei, um mir das Frühstück persönlich vorbei zu bringen.
Ich lächelte zufrieden. Wie angenehm!!!