Freitag, 22. August 2014

Entlassungsmarathon und Widersprüchlichkeiten




In einem unsäglichen Kraftaufwand meinerseits ging ich im Büro bis spät in die Nacht die Arbeitsnachweise durch. Die Entlassungspapiere wurden heute geschrieben und den betreffenden Personen zugestellt. Es sind zum überwiegenden Teil junge Asiatinnen. Insbesondere die, welche zuletzt eingestellt wurden. Wie beispielsweise die neunzehn Jahre alte Lo Nui. Die ihr Fick mit Dahl Lindqvist letztendlich nicht rettete. Aber auch Afrikanerinnen, eine Inderin und zwei Südamerikanerinnen sind unter den Entlassenen. Ebenso Tina Sundberg. Eine liberianisch stämmige Schwedin. Des Weiteren auch Peggy Westwood, Amber Hathaway, Aimee Firestone, Gemma Smith und zwei Russinnen, die bereits eine längere Zeit bei uns waren. Auch eine junge Rumänin, Irina, ist dabei. Und zu guter letzt vier Schwedinnen, die sich hier einen „gewissen Ruf“ erobert hatten. Schließlich ist unser spirituelles Zentrum kein Bordell!
Bei den männlichen Angestellten setzte ich gleichfalls „den Rotstift“ an. Was überwiegend junge Burschen mit arabischem Hintergrund betraf. Aber auch der philippinische Masseur Jose’, welcher sich nach Angaben von Christine nicht immer so gänzlich koscher benahm, musste gehen. Jedoch ebenso vier Schweden sind dabei.
O’Young Liang reichte bedauerlicherweise von selbst seine Kündigung ein. Er müsse zurück nach Hause fliegen. Sagte er. Seine Mutter sei krank.
Dahl gab es letztendlich auf ständige Anmerkung und Bedenken zu äußern und verließ nach wenigen Stunden das Büro. Nur Christine blieb die ganze Zeit über bei mir. Gunnar sah ab und an nach uns beiden und schüttelte mir dem Kopf. Er wusste genau, dass ich diese undankbare Aufgabe nun endlich hinter mir zu lassen gedachte. Und ich würde nicht eher ruhen, bis der oder die letzte zu Entlassende feststand.
Dennoch beabsichtige ich, falls es nötig werden sollte, wieder einige neue junge Männer einzustellen. Um des Gleichgewichtes Willen.
Die Flugtraktion der Angestellten ist heutzutage gängige Praxis in gut gehenden Unternehmen und nicht wirklich ablehnenswert. Dennoch bin ich doch eher eine Pragmatikerin.  Aber was sein muss,.....muss sein......

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Ich traf Jason Anekelea und fragte ihn, wie die Situation mit Veronica und Lisa, seiner Frau, nun gediegen sei. „Weiß deine Frau von Veronica?“
Er pustete die Luft durch seine gespitzten Lippen und zog die Augenbrauen hoch. „Sie vermutet etwas.“ Jason lachte. „Aber das tut sie doch immer.“
„Was gedenkst du nun zu tun?“, fragte ich ihn eindringlich und sah ihn erwartungsvoll an.
Er lächelte nur und ich wusste, dass die arme Veronica nur eine weitere Trophäe für ihn gewesen war. Was MICH verständnislos mit dem Kopf schütteln ließ. „Du bist unmöglich. Weißt du das!“, entrüstete ich mich.
Jason kratzte sich verlegen am Kopf und senkte den Blick.
„Hast du Veronica wenigstens die Wahrheit gesagt? Hast du ihr gestanden, dass es nichts ernstes mir ihr war? Oder lässt du sie weiterhin im Unklaren?“
Schweigen.
„Pfui, schäm dich Jason Anekelea! Nun kannst du dir sicherlich vorstellen, warum ICH nie wirklich eine ernsterer Beziehung mir dir in Erwägung zog.“
Er schnaufte. „Ich weiß. Ich bin ein Frauenheld. Ein Schürzenjäger und Schwerenöter.“ Ein unsicheres Lächeln huschte über sein Gesicht.
Nun schnaufte ich. „Alles verharmlosende Worte, die mitnichten an den Kern der Sache rühren.“
Jason blickte auf und kniff ungläubig die Augen zusammen.
Natürlich verstand er nicht. Ich sprach nur noch wenige Sätze voller Empörung und ließ ihn kurzer Hand stehen.
Wusste er überhaupt, dass seine Frau von ihm schwanger war? Jedoch für mich geziemte es sich nicht, dies zu fragen. Am Ende war es ihre Privatangelegenheit, und nicht die Meine.
Von Kevin schien er nichts zu wissen. Was gut so war.......

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Bedenken meinerseits bezüglich unserer, Gunnars und meiner, eingeschränkten Sexualität quälten mich. Alldieweil ich stets des Abends so derart übermüdet bin, Sodass kaum noch leidenschaftlicher Sex zustande kommt.
Mit besorgtem Blick sah ich meinen Ehemann an und Gunnar wusste genau, was mich leiden ließ. Er lächelte und nahm mich in seine Arme. Drückte mich fest an sich und hauchte mir ins Ohr: „Mach dir um meinet Willen keine Sorgen. Alles ist gut.“
„Aber du......“, setzte ich an und wusste nicht wirklich genau, welche Worte ich wählen sollte.
„Sorge dich nicht Rea. Wir lieben uns. Das ist alles was zählt und ich gehe nun nicht mehr fremd.“, sprach es und küsste mich auf den Mund.
Ich biss mir auf die Lippen. Löste mich aus seiner Umarmung und sah ihn an. „Und was war das dann mit Lara?“, fragte ich leise.
„Ein Ausrutscher. Verzeih.“ Er schnaufte.
Nun wurde ich doch wieder ein wenig trotzig. Mein Blick hatte sich verändert, als er ihn traf. „Nun ja, dir bleiben noch immer deine Konkubinen, wenn ich deine Leidenschaft nicht zu stillen vermag.“
Er nahm mich mit beiden Händen an den Armen und sah mich mit ernstem Blick an. „Nein. Du weißt, das ist vorbei.“
„Da bin ich mir nicht sicher. Denn ich kenne deinen Appetit.“
„Der nun nicht mehr wirklich so erheblich ist. Dafür hat Erik gesorgt.“
Bedauerte Gunnar etwa, dass Erik ihn ver-, oder enthext hatte? So schien es mir fast. Ich sah ihn forschend in die Augen.
„Nein, nein.“, wehrte er augenblicklich ab. Denn er hatte gesehen, was ich dachte. „So ist das nicht. „Ich bin zufrieden, genauso wie es ist.“
Woher kam nur mein Misstrauen, das ich ihm diese Worte nicht wirklich abzunehmen vermochte. Irgendetwas war da noch in ihm. Eine, wenn auch kleine, Widersprüchlichkeit.
Aber Hannes und Vincent hatten nicht derartiges vermeldet, als ich sie kurz vor dem Lunch aufgesucht hatte. Nur einen kurzen Blick auf den Streit von Jason und Lisa hatte ich geworfen und mir war klar, dass sie sich NICHT scheiden lassen konnte,  wenn sie tatsächlich Jasons Kind in sich trug.
Und wie würde Kevin dazu stehen? Hatte er sich etwa lautere Hoffnungen gemacht? Oder war es doch nur ausschließlich eine kleine „Ablenkung“ für ihn.



Donnerstag, 21. August 2014

Unter stressigen Umständen




Es ist diffizil unter gegebenen Bedingungen ein wenig Zeit zum Schreiben zu finden, wo unzählige Tätigkeiten anstehen. Meine Eltern erwarten selbstredend, dass ich ihnen je nach Bedarf zur Verfügung stehe. Obgleich Gunnar, welchen sie anscheinend mögen, einen Teil der Gesellschaft, des Zusammenseins mit ihnen übernimmt.
Zudem steht die Überprüfung der Arbeitsnachweise an, sowie die Vorbereitungen für Gunnars Geburtstag am Sonntag. Reiseziele festgelegt und Vorbereitungen sollten ebenso allmählich getroffen werden und mein nächster Hospitalaufenthalt wird gleichfalls in Kürze sein.
Einen Besuch bei Hannes und Vincent würde ich fernen gleichwohl noch erledigen wollen. Nur dünkt mir, dass genau dieser Part ausfallen wird. Alldieweil ich mitnichten gedenke mich diesbezüglich vor wem auch immer bloß zu stellen, oder einzugestehen, dass die beiden als Detektive für mich arbeiten.
Jedoch allen ungeachtet, war gestern für mich in erster Linie ein „Wellness- Tag“. Das schonende Trocknen meiner Haare benötigt ohnehin bereits einen halben Tag. Eine kleine Runde schwimmen, Körper-Peeling und Massagen die andere Hälfte. Was Gunnar und ich normalerweise gemeinsam tun. Aus diesem Grund hatten sich nun Christine und Thomas bereit erklärt meinen Eltern Rede und Antwort zu stehen. Insbesondere, was die Baumaßnahmen und ihre Finanzierung betrifft. Alldieweil mein „Kredit“ dafür von meines Vaters Konto stammt. Daher hat er natürlich das Recht, sich über alles informieren zu lassen.

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Das Zusammentreffen
Es war voraus zu sehen, dass sich Kevin und meine Eltern früher oder später hier begegnen. Nun ja, zumindest ist es nicht Jack mit dem sie kollidieren, und es würde mich gleichwohl nicht wundern, wenn Felicio demnächst hier erscheint.
Ich kann Kevin selbstredend nicht verbieten an unseren Tisch Platz zu nehmen. Infolge dessen gesellte er sich gestern Morgen zu uns an den Tisch.
Ich war gerade dabei mich zu Kevin hinüber zu beugen, um ihn ein Küsschen zu geben und Gunnar hatte offensichtlich seinen Arm und Nataljas Po oder Hüfte gelegt, die gerade servierte, als meine Eltern erschienen und nicht wussten, was sie von der sich ihnen bietenden Situation zu halten hatten. Die Blicke ihrer Augen verrieten mir, dass sie sogleich meine Rückfälligkeit meinerseits in finsterste, unmoralische Zeiten vermuteten und dementsprechend verhielten sie sich auch. Ein gekünsteltes Räuspern von beiden Seiten war zu hören und Blicke, die sagten: Das gehört sich doch nicht.
Nichts desto trotz war es für mich selbst ebenfalls unangenehm zu sehen, wo sich Gunnars Arm da befand. Er hatte dort nichts (mehr!) zu suchen!
Meine Eltern unterhielten sich dann mit Kevin sehr angeregt. Waren erstaunt einen Deutschen hier an unseren Tisch zu sehen. „Sie sind ein Verehrer meiner Tochter. Nicht wahr?“
Kevin grinste ein wenig verlegen. „Ja.“
„Sie hätten sie sicherlich auch gewollt?“
Welch’ unerwartete Konversation! Und ich vermute es war als strafende Lektion für Gunnar gedacht, der sich unmoralisch verhielt.
„Ähhh. Ja.“
„Wie lange kennen sie sie schon?“
„Schon länger als Gunnar. Da konnte ich noch laufen. Sie besuchte mich in Berlin.“
„Ach was ! Und jetzt sind sie hier? Was hat sie denn vorher aufgehalten?“
„Meine Frau. Aber sie ist gestorben und jetzt bietet mir Rea hier Asyl.“
„Oh Das tut mir aber sehr Leid für sie. Sie brauchen Glück. Guter Freund. Und womöglich stellt sich das auch bald ein.“ Mein Vater tätschelte Kevins Schulter, wie die eines Sohnes. Obwohl er ihn doch erst vor wenigen Augenblicken kennen gelernt hatte. Was schon erstaunlich war.
Gunnar zog nur die linke Augenbraue nach oben und verbuchte es unter: „Schwieger-Papa“.

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- Ich vermute so oft, dass die „Verzauberung“ Gunnars manch „Lücke“ aufweist. Was der erneute Fick mit Lara beweist. Und käme ich endlich zu Hannes und Vincent, würde ich sicher erfahren, ob er bei Natalja ebenso schwächelt und mich ganz und gar wieder belügt.
- Unerwarteter Weise zeigen meine Eltern für Gunnars Kinder kein sonderliches Interesse.
- Die Gerüchteküche besagt, dass es nach einem lautstarken Streit ein Zerwürfnis gegeben hat. Jason, der erst vor kurzem von New Orleans zurückgekommen war, verließ fluchend das eheliche Haus. Lisa schrie ihm hinter her und drohte mit Scheidung. Was voraus zusehen war. Trotz alledem frage ich mich, was DAS soll? Gedenkt man da auch einmal der Kinder? Denn dem Gerede ist gleichfalls zu entnehmen, dass Lisa erneut von Jason schwanger sein muss.
 
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Gerade in den Augenblicken, wo so unmöglich viel ansteht und ich noch zusätzlich durch meine Eltern unter Druck gerate, häufen sich die Attacken der Panik und ich fühle mich so derart erstarrt, sodass ich in keinster Weise auch nur einen Funken Motivation verspüre mit irgendetwas zu beginnen. Ich glaube, dieses Verhalten wurde auch schon benannt.
Gleichgültig. Ich empfinde im in diesen Tagen viel zu viel Stress, und ich bemerke, das tut mir gar nicht gut. Gunnar bemüht sich selbstverständlich, mich so viel wie möglich zu unterstützen und dementsprechend zu entlasten. Was ihm zu einem großen Teil auch gelingt.
In jedem Fall planen meine Eltern im Anschluss an den Besuch hier bei uns eine Reise durch die nordischen Staaten und anschließend ist ein Aufenthalt ihrerseits in New Orleans konzipiert. Bis dahin kann ich nur hoffen, dass nichts Nennenswertes ihre Aufmerksamkeit erregt und alles zu ihrer Zufriedenheit ist.

 

Montag, 18. August 2014

Erwartungen




No time to write today.
Sex and get up too early in the morning.
Massage, Brifing, Lunch.
We drove to Stockholm to pick up my parents from the airport.
Zuerst ist zu sagen, dass sie überwältigt waren. Es jedoch, wie gewöhnlich, nicht zeigen konnten. DAS hätten sie mir nicht zugetraut.
Aber es gab dennoch kein Lob.......
Warum erwarte ich es dann?

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- Um die Überprüfung der Angestellten und die Entlassungen kümmere ich mich später.
- Man hat meine Liste für die zusätzlichen Medikamente überarbeitet. Wir holten sie ab und besprachen sie kurz, bevor wir zum Flughafen fuhren.
- Jason wird Morgen von New Orleans zurückkommen. Was dann?
- Malika suchte mich kurz auf, um sich meiner Freundschaft zu versichern. Sie scheint damit ganz glücklich zu sein, nicht mehr mit Gunnar, oder irgendwem ficken zu müssen.
- Trotz alledem kümmert sich Gunnar weiterhin um seine einstmaligen (?) Konkubinen. Er versprach mir mit Lara nicht mehr zu schlafen. Jedoch nehme ich ihm das nicht wirklich ab. Denn ich sah in seinen Augen, dass er sich nicht gänzlich sicher zu sein schien, ob er ihr tatsächlich das nächste Mal zu widerstehen vermag, wenn sie gedenkt ihn zu verführen.
- Ich halte mich im Augenblick von Kevin fern.
- Natalja sehe ich jeden Tag und schau ihren Bauch an. Wann wird er beginnen zu wachsen?



Sonntag, 17. August 2014

Kaufrausch, Kevin und Kismet




Während ich am gestrigen Vormittag mein diary schrieb, war Gunnar seine Muskeln trainieren.
Am Nachmittag frönte ich einem Kaufrausch. Man gönnt sich ja sonst nichts.......
Gunnar trank einige Bier mit Taylor und Chris.
Am Abend das unvermeidliche Aufeinandertreffen von Kevin und mir, nach diesem „Überraschungs-Desaster“.
Er zuckte mit den Schultern und grinste. „Was? Du willst mich doch nicht?“
„Das habe ich nie gesagt.“, blieb ich ernst. „Im Gegenteil, und das weißt du auch.“
„Dann heirate mich.“

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Befindlichkeiten:
Auf Grund des all zu großen Frustes, ob Gunnars neuerlicher Untreue, vergaß ich die Panik-Attacke im Restaurant zu erwähnen. Es war mir so überaus peinlich vor all den Leuten. Gunnar hatte mich nach hinten, in den Personalbereich geführt, sobald er es bemerkt hatte und suchte mich zu beruhigen. Mit beiden Händen umklammerte ich fest seine Arme und drückte mich an seinen Körper. Atmete schwer und die Sinne drohten mir zu schwinden.

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„Was hat Kevin von dir gewollte?“, fragte mich Gunnar, nachdem wir zu Hause angekommen waren. „Er war so aufgedreht.“
Ich hatte Gunnar gegenüber noch nichts von Kevins französischem Fick mit Lisa Anekelea erwähnt, dessen zufällige Zeugin ich geworden war.
Gunnar lachte, als ich mit meinem Bericht geendet hatte und wiegte den Kopf hin und her. „Gönn’s ihm doch.“, sagte er, kam dann zu mir und legte seinen Arm um meine Schulter. „Ich weiß, dass du ihn magst. Aber ich vermute, die beiden bedurften einer kleinen Aufheiterung.“

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Noch immer schob ich das Telefonat mit meinen Eltern vor mir her. Obgleich Marie mich beharrlich drängte. Und wie es der „Zufall“ will, rief mich mein Vater seit so unendlich langer Zeit am gestrigen Abend an. „Wir werden dich besuchen kommen.“
Phhhhuuu......
„Du hättest mich nur fragen müssen.“, sagte Gunnar Augen zwinkernd. „Ich wusste, dass das passiert.“



Samstag, 16. August 2014

Rückfälliges Debakel und „Leichen im Keller“



Nach dem Lunch, welchen ich gemeinsam mit Gunnar im Restaurant einnahm, ging ich mit ihm ins Büro. Alldieweil ich mich bei Dahl über die Vorschritte bezüglich der Arbeitsnachweise zu informieren gedachte.
„Ja. Ja. Der Prozess wurde von mir in Gang gesetzt.“, sagte er fast theatralisch. Gerade so, als wäre dies ein Teil seiner Berechtigung hier weiterhin jobben zu dürfen.
Ich musste schmunzeln bei dem Gedanken diesem Macho eine Lektion erteilt, oder ihn zumindest „aufgescheucht“ zu haben. Wie befriedigend, angesichts der (Frech-) Freiheiten, die er sich innerhalb seiner Arbeitszeit und innerhalb dieses spirituellen Zentrums herausnahm.
Ich blieb noch eine kurze Weile, stand am geschlossenen Fenster im Office und sah dem Regen zu, wie er fiel. Dachte an das Zimmer darüber. Was würde nun daraus werden? Jetzt, wo Gunnar mir treu ist. Aber es gab mit großer Sicherheit noch einige andere „Nutzer“. Thomas und in jedem Fall Dahl und wer weiß wer noch.
Und wenn mir Kate begegnet, erinnere ich mich stets lächelnd an Vincents Ausspruch: `Sie fickt alles, was bei zehn nicht auf den Bäumen ist.´ Ich werde mich hüten, mich in ihre Angelegenheiten einzumischen oder David auch nur ein sterbend Wörtchen davon zu berichten. Es geht mich schlicht und einfach nichts an.
Ben Homgren ist selbstredend eine Augenweide in diesen tristen Räumlichkeiten und diesem staubig trockenem Milieu. Obgleich er, mit seiner, für mich altmodisch wirkenden Hornbrille, exakt in diese Umgebung hinein passt.
Marion Volaire ist der „frische Wind“, der um die Tisch und Stühle weht und Julia Lundin, gemeinsam mit Casandra Fish, die jugendliche Spitzigkeit, welche hier eigentlich nicht hingehört. Marion Wallin hingegen, wirkt stets ein wenig prüde, und Imara Sumei strahl eine Art besonderer Würde aus. Obgleich ich spüre, dass Dahl genau diese Eigenschaft an ihr zu vernichten sucht. Ich vermute ihn irritieren selbstsichere Frauen. Nur sehe ich ebenfalls, wie erhaben Imara Dahl gegenüber agiert. Sich nicht einschüchtern lässt von seiner selbstgerechten, zum Teil überheblichen Präsenz.
Bei Ellen denke ich an ihre Lesbischkeit. Wann wird sie sich gänzlich outen? Jedoch vor allem frage ich mich: WIE in aller Welt vermochte sie mit Gunnar in dieser eckstatischen Weise zu ficken? Wenn sie doch (vermutlich) eher auf Frauen steht.
Oh Christine, arme Christine. Das Bild wie ihr Thomas mit Natasha Sandström fickt, geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Aber auch hier bewahre ich stilles Schweigen.
Amaya Ji, zu guter letzt, die sich hier doch ganz ordentlich eingewöhnte und wir uns letztendlich an ihren neuen Namen.
So schließt sich der Kreis der Angestellten in diesem, (meinem) Büro und ich verlies es, nachdem ich Gunnar einen heißen, leidenschaftlichen Kuss auf seine Lippen presste. Ging zu Vincent und Hannes, die zum meinem Leidwesen keine guten Nachrichten für mich bereithielten.

Gunnar hatte am Morgen, als ich zu Hause mein diary schrieb, Lara in ihrer Hütte aufgesucht. Natürlich stellte sie erneut beharrlicher die Frage nach ein, zwei Stunden Zeit mit meinem Ehemann. Sie erwähnte sogar leicht errötend seinen Schwanz, welchen sie nur all zu gern noch einmal in sich gespürt hätte.
Ja. In der Tat. Diesen Wunsch vermag ich durchaus ganz gut zu verstehen!
Sie ließ nicht nach, in ihren Bemühungen sich Gunnar körperlich aufzudrängen und erreichte tatsächlich, dass er an diesem Morgen mit ihr schlief.
Ich senkte den Blick und den Kopf. War traurig über das, was ich da sah. Es war ein „Rückschlag“. Ohne Frage. Jedoch nicht gänzlich unerwartet. 
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Gunnar war noch schwimmen, bevor wir uns zum Dinner im Restaurant wieder sahen. Natürlich überzog Traurigkeit mein Gesicht. Ich vermag mich nur schwerlich zu verstellen und ebenso selbstverständlich hatte Gunnar meine Gedanken gelesen. Sah offensichtlich die Bilder in meinem Kopf.
„Es tut mir leid.“, sagte er leise und senkte den Blick, als wir bereits auf dem Rückweg zu unserem Haus waren. Sein Arm legte sich um meine Schulter und mir war vom ersten Augenblick an bewusst, was er meinte. „Ich wollte das nicht. Verzeih.“
Eine Zeit lang gingen wir still nebeneinander her. „Was soll ich denn tun?“, fragte er plötzlich.
„Ihr unmissverständlich klar machen, dass du sie nicht mehr fickst.“
„Ja. Das habe ich. Aber....“ Ich kannte den „Rest“.

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Das Damokles Schwert der erneuten Untreue schwebte ab dato nun wieder über mir und machte mich kopflose in meinem Handeln. Dennoch, ich war es gewohnt die beständige Contenance zu wahren. Meine Gedanken zu ordnen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Was ich auch tat....und tue.
Ob es nun eine Einmaligkeit war, oder Gunnar doch weiterhin, oder doch nur ab und an wieder mit Lara schläft, wird sich zeigen.

So enttäuscht wie ich war, nahmen meine Füße, als besinnlichen Spaziergang, den Weg zum See und gleich anschließend zu Kevins Hütte. Es war so etwa gegen acht und Gunnar hatte einen Kinobesuch erwähnt, an welchen ich nicht wirklich interessiert gewesen war.
Ich klopfte, aber keiner sagte herein. Infolgedessen drückte ich die Türklinke nieder und betrat sacht und aufmerksam um mich schauend den Raum. Wo waren Max und Matthias gelblieben? Da war niemand, jedoch hörte ich Geräusche und ging darauf zu. Die Tür zum Schlafzimmer stand einen Spalt weit offen und ich lukte hindurch. Ein Schrei (des Entsetzens) der Verblüffung sprang aus mir heraus und im selben Moment hielten die beiden in ihren Aktivitäten inne und sahen zu mir an die Tür. Ich blieb wie angewurzelt stehen und hielt mir die Hand vor den Mund. Ich sah Kevin, der auf dem Bett lag und Lisa Anekelea mit ihrer Fotze, die er leckte, über seinem Gesicht. Sie verbog sich eckstatisch nach hinten und nach vorn. Stöhnte und schrie. Ich hielt den Atem an.
Es dauerte einige Sekunden bis ich mich fasst und „Sorry! Sorry.“, stammelte. Auf den Absätzen wendete und aufgelöst nach draußen sprang. Da blieb ich stehen und schluckte. Ging dann zügig weiter zum Haus. Schloss die Tür hinter mir und schnaufte...... What on earth was that? Phhhuu......
Niemand braucht über den anderen zu werten, zu spotten oder zu lästern. Jeder von ihnen, außnahmslos jeder, hat “seine Leichen im Keller”!

“Was ist los?”, fragte mich Gunnar und band eine Uhr um sein Handgelenk.
„Du bestehst also auf den Kinobesuch, wie ich sehe?“, erwiderte ich ohne seine Frage zu beantworten.
„Ja. Bist du soweit?“
Ich schnaufte. „Muss das denn sein?“
Gunnar zog die linke Augenbraue nach oben und sah mich zweifelnd an. „Ich dachte das wäre ausgemacht.“
„Ja schon. Aber....“
„Kein aber. Wir gehen.“

Während der Fahrt informierte mich Gunnar sogleich über seine Pläne bezüglich seines Geburtstages am vierundzwanzigsten August.
„Hammary spielt gegen Ljungskile. Ich wäre’ gern dabei.“
Abermals dieser vermaledeite Fußball! Dachte ich so und Gunnar grinste.
„Ich weiß, dass du mich nicht begleitest.“
„Ellen vielleicht?“, schlug ich ein wenig missmutig vor.
„Ja. Ich werde sie vielleicht tatsächlich fragen.“
Nun, seine Wortwahl ließ vermuten, dass er sie nicht wirklich mit sich zu nehmen gedachte.
„Ich denke, es wird dir gleichwohl lieber sein, wenn ich nicht mit dir gehe. Denn es fehlt mir an der nötigen Begeisterung für diesen Sport. Deine Brüder sind sicherlich die vorteilhaftere Wahl.“
Einen Augenblick Stille zog ein.
„Was sieht dein Plan für diesen Tag sonst noch so vor?“, fragte ich gereizt.
„Wollen wir essen gehen?“
„Nein.“

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Es wurde sehr spät am Abend. Daher schliefen wir heute aus. Und ich ließ es zu und mich erneut überrumpeln, dass Gunnar mich einfach so fickt, als ich noch im Halbschlaf war und gerade so am Erwachen war. 
Was sollte das? Gedachte er mir etwas „Gutes“ zu tun? Seine erneute (und unerwartete) Verfehlung mit Lara dadurch wett zu machen?
Männer verhalten sich gewöhnlicher Weise nun einmal so. Ähnliches mit Ähnlichen zu überdecken und somit ungeschehen zu machen. Erinnerungen zu wandeln. Oder es zumindest zu wollen.
Wie Widersinnes dies auch sein mag, es gelingt tatsächlich zumeist.......



Freitag, 15. August 2014

Eine Frage der Contenance



Des Lebens Drama ist mein Spiel mit der Contenance.
Was sollte ich sonst anderes tun, als die Haltung zu wahren?
Die „gute Miene zum bösen Spiel“ vor zu täuschen und ebenso um meiner selbst Willen zu akzeptieren, zu billigen, anzunehmen, mich zu arrangieren mit den Umständen, welche nun einmal und vorerst nicht zu ändern sind.

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Entschluss
Im „Fall Natalja“ und überhaupt entschloss ich mich „Flagge“ zu zeigen. Zu demonstrieren, wie sehr wir uns lieben, Gunnar und ich, und wie glücklich wir miteinander sind.
Was bringt es mir zu schmollen? Mit Gunnar böse zu sein? Ich würde vermutlich nur das Gegenteil erreichen.
Allerdings denke ich noch darüber nach, WIE ich nun mit Natalja umgehen soll. Für den Augenblick bemühe ich mich trotz alldem, mir nichts anmerken zu lassen und weiterhin freundlich zu ihr zu sein.
Sprach sie mich doch nach dem gestrigen Dinner an: „Hat Gunnar mit dir geredet?“
„Ja. Hat er.“, erwiderte ich knapp aber manierlich.
Sie sah mich forschend an und hoffte offensichtlich auf eine ausführlichere, wohlwollende und verständnisvolle Antwort. Ich lächelte sie jedoch nur mitfühlend und würdevoll, jedoch immerhin noch freundschaftlich (und fair) an, während ich mir meinen Mantel überzog.
„Und?“, fragte sie dann doch noch ein wenig zaghaft, als ich mich bereits zum Gehen der Tür und ihr den Rücken zugewandt hatte.
Abgeklärt, mit erhobenem Kopf und ein wenig majestätisch, wendete ich mir ihr (gönnerhaft, überlegen und gnädig) noch einmal zu: „Und was?“, sagte ich in ruhigem Ton und lächelte ihr gelassen entgegen.
„Ich will es behalten.“
„Ich weiß.“
„Was wirst du tun?“
„Es ebenfalls als mein Kind ansehen, weil es Gunnars ist. Wie ich es gleichermaßen mit Inula Castanea und Óðinn Aron halte.“
„Wir sind also doch noch Freundinnen?“, flogen die Worte beinahe überschwänglich aus ihrem Mund und ihre Arme umschlangen mich. Drückten mich an sich. „Danke.“, sagte sie leise. „Ich wünsche mir so sehr ein Kind. Ich will es mir nicht wegmachen lassen.“, was doch annähernd so klang, als hätte sie es nicht „beabsichtigt“.
Wenn sie doch nur wüsste, was tatsächlich in mir vorgeht. Was ich ihr selbstredend tunlichst verschweigen werde. Schließlich gilt es die „Contenance“ zu wahren. Die Etikette. Das Ansehen. Es würde sich für mich nicht ziemen „aus der Rolle zu fallen. Es wäre unangemessen meinen Zorn und meiner Wut in der Öffentlichkeit, oder Natalja gegenüber Ausdruck zu verleihen. (Was ich, um ehrlich zu sein, am aller liebsten tun würde! Und nicht nur das. In meinem düstersten Inneren denke ich sogar darüber nach das Kind oder sie zu töten.)

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Anstand
Am aller liebsten würde ich mich, zur Ablenkung, mit der Reiseroute beschäftigen.
Der Ausgangsort wird ohnehin Berlin sein, wohin uns Marie, die Zwillinge, Inula Castanea und Óðinn Aron und Henrik begleiten werden. Nur vorher muss ich mit meinen Eltern reden. Sie zumindest in Kenntnis davon setzen, dass wir sie alle besuchen kommen. Das gebietet der Anstand.
Gunnar kennen sie noch nicht. Aber Marie.

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Weitere dramatische Ereignisse gab es in den letzten Stunden glücklicherweise nicht. So dass ich genau genommen zu Emilia Stephansdottir gehen könnte, um ihr meine Entscheidung mitzuteilen. Andererseits hatte Gunnar diesbezüglich angemerkt doch Gnade vor Recht ergehen, und sie schlicht und einfach links liegen zu lassen.
„Sie behelligt dich doch nicht. Wenn du dich nicht weiter um sie kümmerst.“, sagte er zu mir.
Ich dachte über Gunnars Worte nach und fand, dass er damit tatsächlich nicht falsch liegen konnte.
Nun gut. Mag sie bleiben. Jedoch bitte in gebührendem Abstand zu mir!
Und was tue ich mit den „Clan-Schwestern“? Lasse ich auch sie bestehen? Snezana scheint ein würdiges, sich aufopferndes Oberhaupt zu sein. Also, warum auch nicht hier Großzügigkeit walten, und den Clan der Bären-Schwestern bestehen lassen.

Ich finde, ich habe eine Anerkennung, einen Bonus in Höflichkeit und Haltung verdient. 



Donnerstag, 14. August 2014

Ein „ganz normaler Mann“



Es ist eine Farce, eine Verhöhnung meiner, dieser Frau, Natalja zu begegnen, von ihr bedient zu werden und freundlich zu ihr sein zu müssen, obgleich ich weiß, dass sie meines Ehemannes Kind in sich trägt.
Hatte sie es von Beginn an geplant? Oder sah sie „ihre Felle davon schwimmen“?
Gibt es nicht zur Genüge andere Männer? Maldita sea! Verdammte Huren, die sich beständig als meine vornehmlichen „Freundinnen“ tarnen. Putas de mierda! Ich hätte niemals einer anderen Frau den Ehemann gestohlen. Da war stets zu viel Anstand in mir. Die Erziehung und vor allem anderen meine eigenen, hoch angesteckten Idealen, denen ich folgte und noch immer folge. Obgleich ich überaus rasch bemerkte, dass sich andere Frauen mitnichten an Solches, oder Ähnliches, hielten und nach wie vor nicht halten.
„Wirst du es deiner Mutter gestehen?“, fragte ich Gunnar leise am gestrigen Abend, als wir alle noch beisammen saßen.
„Nein. Das hat noch Zeit.“, war seine knappe Antwort, bevor er sich wieder den Gästen zuwandte.
Erik hatte jedoch gespürt, dass sich eine feine, negative und angespannte Energie zwischen mir und Gunnar befand. Ich sah es ihm an, ging geradewegs auf ihn zu und es war mir gleichgültig, was Gunnar dazu sagen würde.
Ich baute mich förmlich vor ihm auf und sah ihm forschend in die Augen.
Nach etwa einer Minute begann er zu schmunzeln. „Oh! Oh!“, sagte er und wusste genau, was ich dachte. Denn er hatte in meinen Gedanken gelesen, was mein, was unser Problem im Augenblick war.
„Wie hat Gunnar darauf reagiert?“, fragte er mich. "wie geht er damit um?"
Ich zuckte mit den Schultern. „Normal und loyal.“
„Wem gegenüber?“
Ich musste zynisch grinsen. „Beiden.“
“Weißt du was ich vermute?“, sagte Erik nach einer Weile zu mir. „Wir haben Gunnar nicht ver-, sondern entzaubert. Er wurde in den zehn Jahren in dieser Sekte nicht nur konditioniert, nein, sondern bewusst verhext. Man wusste, dass er dir irgendwann begegnen würde und arbeitete darauf hin seine sexuelle Ausrichtung so zu verändern, dass keine Frau das lange aushalten kann. Und jetzt, ist er womöglich ein ganz normaler Mann geworden, der sich zwar an alles erinnert und womöglich auch zeitweilige Rückfälle erleidet, aber dennoch DER Gunnar geworden ist, der er ohnehin, also ohne den Einfluss der Sekte geworden wäre.“ Erik grinste. „Vielleicht hat er trotz alldem noch ein paar kleine masochistische Neigungen, welche ihm ohnehin zu Eigen gewesen wären. Und aller Wahrscheinlichkeit nach wird er weiterhin seinen Interessen, wie Fußball, Sauna, gelegentliche Partys, Bier trinken und womöglich auch dem Modeln folgen. Er wird eben ein ganz normaler Mann sein,....so zu sagen.“
Ich runzelte die Stirn und schwieg.

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Gunnar musste mich auf Grund meiner chronischen Müdigkeit frühzeitig zu unserem Haus zurück begleiten und blieb bei mir, bis ich eingeschlafen war. Ging dann aber noch einmal zurück zur Feier.
Am Morgen, der beginn eines „ganz normalen“ Tages.
Nach dem Lunch mit Gunnar, Christine und Thomas im Restaurant, werde ich Dahl „auf die Finger“ sehen. Oder besser gesagt, bei Hannes und Vincent vorbei schauen, um „live“ alle Aktivitäten, gleichwohl die von Gunnar, zu überwachen.
Ich habe mich ohnehin dazu entschlossen, Vincent und Hannes weiterhin hier als Detektive zu beschäftigen. Ja sogar ihren Betätigungsradius zu erweitern. Sie sind in der Tat für allerlei Informationen gut.

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New’s
- Christine offenbarte ich natürlich Thomas „Geheimnis“, dass er insgeheim mit Natasha Sandström fickt, nicht.
- Lisa Anekelea fragte mich nicht nach ihrem Ehemann. Sie dinierte mit Kevin. Entwickelt sich da etwas, zwischen den beiden? Verwunderlich wäre es nicht. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Lisa einen Mann, welcher sie nicht betrügt, zu schätzen wüsste. Zudem vermag Kevin noch gut mit Kindern umzugehen.
- Kevin engagierte tatsächlich, wie wir es in New Orleans besprachen, Rose Berggen als die Nanny seines Sohnes.
- Ellen unterhielt sich gestern intensivst und wild gestikulierend mit Gunnar. Mir gegenüber erwähnte er jedoch nichts davon. Angesicht dem, was ich von Vincent erfuhr, ist zu vermuten, dass sie mit ihm über ihre „lesbischen Neigungen“ sprach. Wobei ich mir jedoch nicht wirklich sicher bin, worüber die beiden tatsächlich redeten.
- Emilia Stephansdottirs „Rauswurf“ (Platz-/Geländeverweis) wende ich mich in den nächsten Tagen zu.

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Marie bedrängt mich hinsichtlich der/unserer Familienforschung.
„Du musst deinen Vater anrufen.“, fordert sie immer wieder. „Ich will es wissen. Du nicht auch? Am besten wäre es, wenn wir nach Deutschland reisen.“
Ich stöhne und setze eine Miene des Leidens auf. „Später. Lass mich vorerst den  anstehenden Aufenthalt im Hospital hinter mich bringen. Anschließend plane ich ohnehin eine umfangreichere Reise mit Gunnar. Wir könnten in Berlin beginnen und du wärst dort selbstverständlich dabei. Was denkst du Marie?“
Sie war begeistert. „Die Kinder und Henrik kommen selbstverständlich mit.“, und ich ahnte worauf dies hinaus lief. „Deine Eltern würden vielleicht die Zwillinge gerne sehen. Meinst du nicht?“
Ich nickte nur. Konnte gerade so ein sarkastisches Lächeln vermeiden und wendete mich ab.