Mittwoch, 17. September 2014

Unzertrennlichkeit and bad Mantra



Ich bin nicht hungrig. Bin müde und satt, von den vielen Unwägbarkeiten. Insbesondere, was die Gesundheit betrifft.
Ja, im Augenblick fühle ich gerade meine Kränklichkeit ganz besonders schmerzlich.

Nur gut, dass Gunnar meine Gedanken zu lesen vermag.
Demzufolge weiß er genau, wonach ich mich sehne.

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Gunnar fickte nicht fremd und auch nicht bekannt. Blieb die ganze Zeit über bei mir. Oder ich bei ihm. Denn er fragte mich, ob ich mit zu den Kindern und später zu Natalja kommen würde. Malika, die äußerst erfreut schien, über unser beider Erscheinen, besuchten wir ebenfalls für einen kurzen Moment.
„Nein ich will sie nicht ficken.“, antwortete er mit Worten auf meinen zweifelnden Blick.
Aber lag es womöglich daran, dass wir beide vorher bereits zweimal ein intensives Ineinander zelebrierten?
Womöglich? Oder lässt er nun doch seinen Versprechungen Taten folgen und gibt sich tatsächlich Mühe mir treu zu sein? Zumindest, so oft es eben geht. (Zwinker.)

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Während des Besuches bei Natalja fand ich interessante Lektüre in ihrem Bücherregal.
Wer hätte es gedacht?
So verbrachte ich die Zeit ein wenig mit Schmökern, einstweilen Gunnar sich mit ihr angeregt und warmherzig unterhielt. Und erstaunlicher Weise bezog SIE mich dann schlussendlich in die Unterhaltung mit ein.
Genau genommen hatte ich vermutet, dass sie mit Gunnar lieber alleine sein wollte und sie mir dafür grollte, dass ich hier die Anstandsdame mime. Obgleich Gunnar selbst es wollte, dass ich ihn begleite. Das Gegenteil war der Fall.
Was natürlich nicht bedeuten muss, dass Gunnar zu einem späteren Zeitpunkt zu ihr zurückkehrt, um DAS zu tun, was er gewöhnlich mit ihr tut. Ficken. Dachte ich in diesem Augenblick. Womöglich war es nur ein speziell für mich inszeniertes Bild, welches mir der beiden Lauterkeit suggerieren sollte.
Oder ist er wirklich in Sorge um sie und sein/ihr Kind? Sodass er womöglich bewusst auf weitere Intimitäten verzichtet. Was bei Gunnars (Wesen?) Appetit eigentlich unwahrscheinlich ist.
Womöglich diente mein Besuch mit Gunnar bei Natalja auch nur dazu, mich Akzeptanz zu lehren.

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Nun, in jedem Fall waren Gunnar und ich bis zu diesem Zeitpunkt, Tag und Nacht zusammen. Daher war es unnötig mich mit den Detektiven in Verbindung zu setzen.
Wozu?
Sollte es noch andere Neuigkeiten geben, werde ich sie sicherlich noch früh genug erfahren.

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Zumindest hatte Gunnar am Abend Erfolg mir bessere Laune zu implizieren.
Und nicht nur das.
„Deine Gedanken enthalten schon wieder viel zu viele negativen Mantren. Bemerkst du das nicht? Kein Wunder also, das du dich so erbärmlich fühlst. Und reg’ dich nicht immer so viel auf. Es ändert doch nichts.“
Er hatte Recht!


Dienstag, 16. September 2014

Angespannt bis verworren



Im Augenblick bin ich derart angespannt und frustriert.
Genau genommen bin ich ein Mensch, der erstarrt, wenn’s irgendwo kracht. Es sei denn, mein Leben ist wirklich bedroht. Dann vermag ich auch schon mal völlig unwillkürlich zu reagieren. Wie damals, als ein Mann in unser Haus einbrach und ich ohne zu zögern (mit Ryans Waffe schoss. Nein. Dies sollte ich nicht einmal annähernd hier so offen schreiben. Denn Ryan war nun eigentlich der, der wirklich schoss) „reagierte“.
So stehe oder sitze ich oft nur in Bewegungslosigkeit verharrend da und starre Löcher in die Luft, wenn doch Handlungsbedarf bestünde. Mein Kopf scheint völlig leer und Panik ergreift mich. Womöglich kennt das jemand von meinen Lesern?
Also bin ich dann eigentlich ganz froh, wenn Gunnar an meiner Seite ist und mich beruhigt. Mir sagt, „wo es lang geht“ und WAS ich tun sollte.
Es gibt Tage, da ist es besonders schlimm. So ein Tag war gestern, und heute, erhole ich mich davon.
Am aller liebsten hätte ich mich in den See gestürzt. Da war ein Druck in meinem Kopf. Kaum auszuhalten. Und immer wieder das verkrampfte festhalten an Gunnars Arm. Das Suchen seiner Nähe. Den Schutz. Die Geborgenheit.
Allein, wäre ich verloren.

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Dann noch die ständigen Begegnungen mit Gunnars Konkubinen. Am aller häufigsten sehe ich Natalja.
Sie mag freundlich, ja sogar entgegenkommend und warmherzig zu mir sein. Dennoch ist ihr Anblick ein immer währender Stich in mein Herz. Gleichwohl Gunnar stets betont, dass ihm andere Frauen nichts bedeuten und seine Liebe  ausschließlich nur mir gilt. Andererseits bemerke ich schon, dass er zwischen seinen Mätressen unterscheidet. Insbesondere noch jetzt, wo Natalja sein Kind unter ihrem Herzen trägt.

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Nun, alles in allem, welche Unannehmlichkeiten liegen jetzt noch vor mir, die mir Sorgen bereiten:
- Meine Gesundheit so wie so
- Die kleinen zusätzlichen Leiden
- Der bevorstehende Diskurs mit den Ärzten, ob meiner (Chemo-) Therapie-Pause, welche ich anstrebe. Denn schließlich will man so viel wie möglich verkaufen. Infolgedessen könnte es schwierig werden mit der Durchsetzung meies Vorschlages.
- Die Eltern...

Selbstredend hatte ich lange Zeit nicht mehr viel mit ihnen zu tun. Dennoch komme ich nicht umhin, mich ab und an um sie zu sorgen. Insbesondere mit dem Blick in die Zukunft. Was wird werden?

Andererseits immer noch die „alten Vorwürfe“. Sobald man sich wieder näher kommt.
Es hat sich nicht viel geändert.
Meine Einstellung vielleicht. Ich bin nicht mehr so wütend wie früher. Habe vergeben und verziehen.
(Aber noch nicht vollständig, wie mir scheint.)
Bleibt letztendlich noch die unbeantwortete Frage, in wie weit Marie meine Schwester ist.......
Ob sich dieses „Familiengeheimnis“ jemals lüften wird?



Montag, 15. September 2014

Sehn-süchtig und nadlig



Ich vergas (überspielte) verhältnismäßig rasch Gunnars erneute Verfehlung. Da diese ohnehin beinahe schon wieder an der Tagesordnung sind. Genoss stattdessen den Rest der Zeit mit meinem Ehemann, bevor er am Nachmittag zu seiner Fußballveranstaltung aufbrach.

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Sich fallen lassen in Gunnars Arme ist in der Tat nicht schwer.
Zu vergessen, was war.
Es macht das Herz so sorglos leicht,....für den Augenblick und iauf irgendeine Art erlösend, befreiend und ich genieße nur......

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Umso anstrengender dann das Anschauen der CD, auf welcher Gunnar mit Natalja und mit Waris Björnsdottir zu sehen war.
Es war, wie die Detektive sagten. Mit Natalja war er zärtlich und sanft. Jedoch Waris schien dieses Mal nicht wirklich begeistert von Gunnars Besuch. Er war doch eher grob und rüde. Nahm sie hart und wie ER es eben wollte. Ohne viel zu fragen, stieß er sie aufs Bett. Riss ihr den Slip herunter, öffnete seine Hose, zog ein Kondom über und schon war er in ihr drinnen. Sie blickte ein wenig ängstlich drein. Beschwerte sich auch dann mit leisen Worten, nachdem er in ihr gekommen war. Woraufhin Gunnar  nun erstaunlicher Weise behutsam über ihr Haar strich mit einem sanftmütigen Blick tatsächlich „Verzeih.“ sagte. „Ich war nur so erregt.“
Sie lächelte daraufhin zögerlich und küsste ihn. Gunnar ging.

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Gunnar kam an diesem Abend noch vom Fußball zurück. Schlief nicht bei seinem Bruder und, obgleich er ein wenig nach Bier roch, war er nicht betrunken. Überdies war er liebevoller und zärtlicher denn je.
„Schön, dass du da bist.“, flüsterte ich leise in Gunnars Ohr und kuschelte mich an seinen warmen, muskulösen Körper. Ahhhhh......
„Er legte seinen Arm um meine Schulter und drückte mich fest an sich. „Ich hatte Sehnsucht nach dir.“
Ach was? Tatsächlich.
Gunnar sah mich von der Seite her an, küsste mich auf die Wange und ich wusste, dass er wusste, was ich dachte. 

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Sex, heute Morgen. Genüsslich, und einfach nur ein betörendes Gefühl ihn in mir zu spüren. Mich seiner Leidenschaft und seinen Liebkosungen hinzugeben. Dann ganz entspannt noch einige Zeit genießerisch in seinen Armen zu legen, während seine Hand mich streichelt.
Breakfast: Noch immer ein überaus aufmerksamer und hingebungsvolle Gunnar, der mich küsst und mit liebevollen Blicken bedenkt. Mich, und keine andere.
„Kommst du mit zum Briefing?“
„Muss ich irgendetwas entscheiden?“
„Trotzdem. Ich würde mich freuen.“
Was ist geschehen? Oder ist es erneut nur „eine Laune“?

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Befindlichkeiten:
Eine „nadlige“ Fingerspitzen-OP, die Gunnar durchführte. Bedauerlicherweise ohne Erfolg. Es sticht noch immer.
Vor einigen Tagen aß ich frische Datteln und bemerkte bereits kurz danach, dass sich an verschiedenen Stellen meiner Hände Stacheln in die Haut gebohrt hatten. Bekam auch die meisten heraus. Aber eben nicht alle.
Nun ist da ein dunkler Punkt, welcher empfindlich piekt, sobald man ihn nur berührt.
Zudem befürchte ich, dass diese ekligen Nadeln mit den Handtüchern noch in unsere Wäsche geraten sind.
Wie auch immer, wir werden es „merken“.
....Unvorsicht.....Kopf schüttel...hätte wissen müssen....
 

Sonntag, 14. September 2014

Keine Reue (?)



Gunnar war am Samstagvormittag noch einmal zu Erik gefahren während ich schrieb. Kam erst am Abend zurück und schlug vor, doch nach Stockholm ins Kino zu gehen. Aber dazu kam es nicht. Marie Henrik und die Kinder kamen, dann gleichwohl noch Christine und Thomas, und so wir blieben zu Hause.
Margherita, die Nanny, kam dann, um Inula Castanea und Óðinn Aron abzuholen und sie ins Bett zu bringen.
Aufgelöst wurde die Runde so kurz nach Mitternacht.

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Nicht wirklich ausschlafen heuten Morgen.
Ich pellte mich sogleich nach dem Aufwachen aus dem Bett.
(Kein Sex.)

„Ich gehe dann mal eine Rund joggen.“, war wohl Gunnars Antwort auf meinen letzten Gedanken/Satz.
Kaum war er draußen, rief ich Hannes an.
„Er ist bei Natalja.“
„Und?“
Räusper. „Und fickt sie doch ziemlich gefühlvoll und mit Lust. Ähhhh, wie es scheint.“
Nichts anderes  hatte ich mir erwartet.
Eine halbe Stunde später rief Vincent an.
„Er war gleich anschließend bei Ajana Awewe. Aber die wies ihn ab. Da ging er zu Waris Björnsdottir, wo er im Augenblick noch ist.“
„Fickt er sie etwa auch?“
„Ja. Und das ziemlich heftig. Es sieht so aus, als hätte er Frust.“
Angesichts dieser Tatsache vermochte ich nur enttäuscht und niedergeschlagen den Kopf zu schütteln. Was war nur los mit Gunnar? Hätte ICH mit ihm ficken sollen?
„Ich will es sehen.“
„Okay. Wir zeichnen es ohnehin auf.“

Ich wartete nicht auf Gunnar und ging zum Restaurant um zu frühstücken.
Er kam dann etwa eine halbe Stunde später.
„Warum hast du nicht gewartet?“
Ich funkelte ihn wütend an und er wusste, warum. Nur konnte ich nicht Preis geben, was ich wusste. „Du warst ficken. Oder?“, fragte ich dann.
Ein kurzes Räuspern. Eine verlegene Geste. Er schaute sich um.
„Ich war nur kurz bei Natalja. Habe nach ihr gesehen.“
Ein zynisches Lächeln umspielte bei diesen Worten meinen Mund.
„Ja. Natürlich. Wie überaus  freundlich von dir.“

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Da Gunnar heute ohnehin zum Fußball gehen wird, wird sich mir noch ausreichend Gelegenheit bieten,  die Aufzeichnung von Hannes und Vincent anzusehen.
(Und genau genommen hätte ich nicht übel Lust, mich diesbezüglich selbst einmal umzusehen.)



Samstag, 13. September 2014

Ma-C-Umbandistisches




Gegen die „russische Störung“ wurde Erik zu uns eingeladen. Er vermag mit Sicherheit etwas Magisches zu tun. War unsere Intension dahinter.
Ich selbst gedachte so die Gelegenheit zu bekommen, Erik nach Gunnars Verzauberung zu befragen. Alldieweil sie doch arg zu bröckeln scheint. Nur lag der Fokus ausschließlich auf dieser Aktivität. Was keinen Spielraum für andere Thematiken zuließ. Denn es wurde sich gemeinsam auf das „eine“ Ziel konzentriert.
Die kriminelle, russische Bedrohung.

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Den Rest des Tages und die Nacht......Magie.........der faszinierendsten Art.
Voodoo. Abgewandelt. Ins eigene Verständnis gebracht. Man könnte es auch als Umbanda, Quimbanda oder Macumba bezeichnen. Was einst aus dem Candomble’ und dem Spiritismus in Südamerika entstand. Es hat weder festgelegte Rituale noch ein festes Pantheon. Ist mehr eine „variable“ Art der Voodoo Religion. Hingegen Hoodoo, territorial gesehen im Süden von Amerika, speziell in New Orleans, entstand und größtenteils auch dort praktiziert wird. Zumindest bis jetzt.

Soll Voodoo wirken und Unbelehrbare „belehren“, muss „der Hinweis“ unmissverständlich in den „Blickpunkt“ rücken/gesetzt werden. Aber SO, dass der/die „Ausführende“ nicht wirklich wahrgenommen wird.
Subtiles, Verstecktes, aber dennoch Offensichtliches ist Trumpf.
Man arbeitet mit der Wahrscheinlichkeit, dem Glauben und Vermutungen der Menschen,....des zu Belehrenden. Hat/verfolgt jedoch selbst ein konkretes Ziel.
„Genau genommen, praktiziere ich in diesem Fall meine eigene Form des Umbanda.“, sagte Erik und erklärte mir gleich anschließend, was das bedeutet.
„Womöglich wäre es auch für dich ein Weg deine eigene Magie zu praktizieren. Es ist nichts wirklich Festgelegtes. Zusammengesetzt aus den Elementen, welche nur für dich eine Bedeutung haben. Aber nicht weniger wirksam wie die Urreligion selbst, aus der sie entstand. Das wichtigste ist, dass du weißt, wie Magie im Grunde funktioniert.“
„Was nichts anderes bedeutet“, schaltete sich Gunnar erklärend dazwischen, „dass jegliche Art der Magie aus der selben Quelle gespeist wird. Nur die Rituale, die Handlungen, Geister, Wesen und Bezeichnungen sind unterschiedlich. Ich halte mich da doch am besten an die Quantenphysik.“ Er zwinkerte seinem Onkel zu.
„Ja, ja. Die Quantenphysiker sind die Magiere unserer Zeit. Die, die alles in wissenschaftliche Argumente und Definitionen kleiden, sodass sie der moderne Mensch besser versteht.“
„Besser verstehen wird.“ Gunnar verzog das Gesicht und presste die Lippen aufeinander. „Auch wenn die Quantenphysik im Kommen sein mag, ist sie doch immer noch ein wenig verpönt und im Reich der Mystik angesiedelt. Von vielen Wissenschaftlern nicht anerkannt und doch eher belächelt.“
„Das wird sich ändern.“, bemerkte Erik Gunnars dazu.
„Weil alles genau DARIN begründet ist.“, argumentierte Gunnar weiter.
„Was bisher ja ach so mystisch und unglaubhaft erschien.“, vervollständigte Erik Gunnars Satz.
„In jedem Fall wirkt es.“, führte Gunnar Eriks Gedanken fort.
„Und DAS ist das Wichtigste.“, schloss Erik die Konversation ab.

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Es blieb keine Zeit für Sex oder andere Frauen.
Und das Aus-Schlafen war heute Morgen für uns das Wichtigste.

Noch immer ist sie spürbar, die Magie. Sie schwingt und wir wissen,... sind uns sicher, dass sie wirkt.
Irgendetwas muss geschehen sein. Denn die aufsässigen Gäste/Störenfriede sind verstummt.
Keine weiteren Vorkommnisse diese Nacht.

„Sollte es zu weiteren Störungen kommen, setzen wir nach.“, sagte Erik ernst. „Unsere Möglichkeiten sind mannigfaltig und wir haben noch längst nicht alle Optionen ausgeschöpft.“
Das lässt doch hoffen!!!


 


Freitag, 12. September 2014

Stürme



Ich war bis zum Lunch bei Gunnar im Büro.
Überdies ging es mir nicht wirklich gut. Übelkeit plagte mich und Schwäche. So allmählich zeigte die im Hospital verabreichte Medikation ihre Wirkung.
Also, was weiter tun?
Ich dachte an Jason, an Troels und Kevin natürlich. Ein tiefer Seufzer entsprang meinem Mund.
Gunnar durfte die Bilder in meinem Kopf nicht sehen.....

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Depression
„Du musst nicht immer so traurig sein.“, sagte Gunnar zu mir. Nahm meinen Kopf zwischen seine Hände, sah mich lächelnd an und drückte mir einen innigen Kuss auf die Lippen.
„Was gibt es denn schon zu lachen?“, erwiderte ich.
„Du lebst doch. Und nicht schlecht. Oder etwa nicht?“
„Was ist an meinem Leben schon so gut? Vor allem mit dieser vermaledeiten Krankheit.“
„ICH bin bei dir.“ Bei diesen Worten sah er mich holistisch an. „Dein Seelenpartner. Außerdem hast du genug von dem, was wirklich wichtig ist in dieser Welt. Schon dadurch bekommst du die Unterstützung vieler Leute. Überdies gibt es genug andere Menschen, die dich mögen und sicherlich fast alles für dich tun würden. Auch weil du eine so wunderschöne Frau bist. Aber nicht nur deshalb. Du zeigst Mitgefühl und bist gutherzig. Bist sogar bereit für deine Überzeugungen zu kämpfen. Auf welche Art auch immer.“
Während Gunnar mir auf diese Art und Weise schmeichelte sah ich ihn lächelnd und wohlwollend an und ich bemerkte im Blick seiner Augen, dass er tatsächlich meinte, was er da sagte. Es waren nicht nur Schönrederei.

Und in Vorahnung auf die kommenden Ereignisse blieb mein Herz weiterhin schwer.
Denn russische Gäste hatten sich eingemietet, die beinahe die gesamte Nacht den Zentrumsbetrieb störten und die Sicherheitskräfte in Atem hielten.
Kaum glaubte man an einer Stelle Ruhe geschaffen zu haben, flammte an einer anderen Stelle Unruhe auf. Gerade so, als wäre es geplant. Infolgedessen war es uns nicht möglich vor drei Uhr nachts zu schlafen.
Ich bin erschöpft und müde. Fühle bereits die Herbststürme in meinen Knochen. Wie könnte ich da fröhlich sein?

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- Marie, meine Schwester? Ich akzeptiere es so, wie es ist. Werde ich je die tatsächliche Wahrheit erfahren? Warum verschweigen mir meine Eltern so vieles?

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Gunnar und Jason scheinen nicht nur um meines Willen Rivalen zu sein. Da ist ebenso Lara, um die es geht.
So trafen die beiden am gestrigen Nachmittag bei ihr aufeinander. Und dies in eindeutiger Konstellation.
Gunnar hatte Lara im Bett gefickt. War dann mit ihr in die Dusche gegangen und während sie so vor ihm kniete und ihm den Schwanz lutschte, kam Jason dazu.
Zwischen den beiden entbrannte noch ein Platzhirsch Streit. Welchen Lara beendete, indem sie die beiden Männer bat zu gehen. Jedoch vorher hatte sie eingewandt, dass sie beide doch eigentlich verheiratet wären.
Was sollte dies bedeuten? Wies sie so auf eine festere Verbindung hin, die sie mit einen der beiden anstrebte? 
Und genau genommen dachte ich, auch mit ihr sei es endlich vorbei.
WIE, könnte ich unter diesen Umständen fröhlich sein?

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Nun gut. Zumindest war Gunnar den Rest der Zeit bei mir.
Marie hatte uns gleichwohl kurz mit den Kindern aufgesucht.
Und im Augenblick ist er bei Ryan, um mit dem Sicherheitsteam zu klären, wie die „russische Störung“ zu beheben ist.


Donnerstag, 11. September 2014

In meinem Sinne......



Es kommt Bewegung in die alt, eingefahrenen Gleise. Wer hätte das gedacht. Und das alles geschieht doch gleichwohl in meinem Sinne.

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Aufgrund der Anwesenheit von Henry Duvall im Zentrum, gedachte ich die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Oder zumindest mit Ryan darüber zu sprechen. Aus diesem Anlass winkte ich im Restaurant, während sich Gunnar mit Natalja unterhielt, Jason Anekelea zu mir heran.
„Wir müssen über meine Sicherheit reden.“
Jasons Gesichtausdruck zeigte Unwilligkeit. „Phhhu. Am besten du redest darüber zuerst mit Ryan. Er hat es nicht so gern übergangen zu werden.“
Ich stutzte. „Was soll DAS denn bitte bedeuten?“
Er schwieg, senkte betreten den Kopf und scharrte mit den Füßen.
„Okay.“, sagte ich und begab mich zu Tisch, wo meine Augen nach Gunnar Ausschau hielten. Er war mit Natalja ein Stück weiter nach hinten gegangen und die beiden gestikulierten wild. Natalja ließ Gunnar dann einfach stehen und setzte ihre Arbeit fort. Gunnar kam mit nachdenklicher Miene zu mir und setzte sich mir gegenüber.
„Gibt es Probleme?“, fragte ich
„Nein. Nein. Alles okay.“
Gleich darauf kam Natalja mit den Speisen zu uns an den Tisch und bediente.

Gunnar begleitete mich nach dem Lunch zu Ryan. Ich hatte ihm von dem Auftauchen  Henry Duvalls erzählt. Daraufhin war er noch nachdenklicher geworden. „Was kann er wollen?“

Bei Ryan im Sicherheitszentrum angekommen nahm ich im Chefsessel Platz und sah mir die Monitore an. Sie erinnerten mich an die, der Detektive und ein kurzes, kaum merkliches Lächeln huschte über mein Gesicht. In der Zwischenzeit berichtete Gunnar von Henry Duvall.
„Ja. Wir wissen davon. Ich habe schon Maßnahmen ergriffen. Keine Angst.“
„Na wunderbar.“, sagte ich lächelnd und drehte mich und den Stuhl einmal um die eigenen Achse.
„Was gibt es sonst noch von Belang?“ Ich grinste ihn an und wies in Richtung der Monitore. „Da kann man doch gewiss so einiges sehen.“
Wir alle lachten und Ryan gab sich gespielt verlegen. Denn eigentlich war er mitnichten der Typ dafür Geheimnisse Preis zu geben. Er bewies stets seine Loyalität.
„Also. Ich höre.“, bohrte ich weiter. Denn mit uns konnte, musste er schließlich über jedwede Kleinigkeit reden. Das war seine Pflicht.
Gunnar lachte. „Lass ihn doch noch ein paar Geheimnisse für sich behalten.“
„Warum?“, gab ich nicht nach.
Ryan räusperte sich und sah zu Gunnar. „Nun ja. Euer Freund im Rollstuhl ist des Öfteren so klamm heimlich hinter den Frauen her.“
„Ach was?“ Ich grinste. „Belästigt er sie?“
„Nein. Nein.“, wehrte Ryan noch augenblicklich ab. „ER beobachtet heimlich und spricht sie zuweilen auch an.“
„Und weiter?“
„Die Frauen sind meist gewillt mit ihm zu reden. Haben wohl Mitgefühl. Und so hässlich ist er ja auch nicht.“
„Nein. In der Tat. Das ist er nicht.“
„Was gibt es denn sonst noch so zusehen auf den Monitoren?“
Ein beschämtes Kratzen am Kopf. „Phhhu. Ja. Da sieht man schon mal die Gäste des Nachts in die Quartiere der Angestellten gehen und natürlich auch umgekehrt. Und es betrifft Männer wie Frauen.“
Ich schüttelte mit dem Kopf. „Also wird noch immer Prostitution hier betrieben?“
„Na ja. Ich denke nicht ganz.“, räumte Ryan vorsichtig ein. „Die Frauen tun das jetzt auf eigene Faust und kassieren ab.“
„Also kein Zuhälter mehr, der dazwischen steht?“
„Nein. Ich glaube nicht.“
„Kann man dies denn nicht grundsätzlich hier im Zentrum verbieten?“
„Das wird nicht wirklich möglich sein.“, mischte sich nun Gunnar mit ins Gespräch ein.
„Warum denn nicht? Könnten wir nicht hier im Zentrum generell Regeln diesbezüglich aufzustellen?“
„Die Frauen tun das in ihrer Freizeit. Da kann man ihnen nichts vorschreiben. Und den Gästen so wie so nicht.“, gab mir Gunnar zu verstehen.
„Einige Gäste nutzen das schon ganz gerne, und wenn die Frauen, oder Männer das aus eigenem Antrieb tun, kann man wohl nichts machen.“, bekräftigte Ryan noch einmal Gunnars Aussage.
„Ich kann das nicht verstehen!“, echauffierte ich mich. „Das ist doch offene Hurerei.“
„Es nimmt ja nun auch nicht überhand.“, verteidigte Ryan das Tun. „Und im Allgemeinen geht es hier ja gesittet und ruhig zu. Dafür sorgen wir schließlich.“ Er lächelte mich zufrieden an. Dennoch, ich selbst vermochte damit eben NICHT glücklich zu sein.
„Nun ja.“, gab ich trotz alledem vorerst auf, „Es ist immerhin genügend Stoff für Gerüchte, die ich mit Sarah erörtern kann.“
„Sarah weiß das schon.“, platze Ryan ein wenig unüberlegt heraus und wir beide sahen ihn fragen an.
„Ach was. Wie das?“
Ryan grinste und ich mutmaßte, dass sich offenkundig die beiden etwas näher kennen gelernt hatten. Konnte das sein?
Ich greuselte die Stirn und sah ihn prüfend an. „Sarah und du? Ihr seid....“ Ganz bewusst beendete ich den Satz nicht, um ihm Gelegenheit zu geben sich dazu zu äußern oder mich ganz und gar zu berichtigen.
Ryan räusperte sich und ich sah, dass er sich wandt. „Ja. Seit einer Woche etwa.“

Gunnar ging zum Office und ich nahm den Weg nach Hause. Kehrte kurz noch bei Hannes und Vincent ein, die mir Gunnars Treue für diese Nacht und bis dato bestätigten. Lenkte meine Schritte dann letztendlich doch noch zur Bank am See und verweilte dort einen kurzen Augenblick.
Gedanken versunken starrte ich in die Ferne. Zum anderen Ufer hinüber, als mich von hinten eine Hand an der Schulter berührte. Ich erschrak und sprang auf.
Es war Henry Duvall.
„Was wollen sie?!“, fauchte ich ihn an.
Er hob die Hände und ging einige Schritte zurück. „Keine Angst. Bitte. Ich will ihnen doch nichts tun.“
„Was wollen sie dann?“
Für zwei, drei Sekunden blieb er dort stehen und sah mich einfach nur an.
„Ich habe die Sekte verlassen.“
Ich lachte fast hysterisch. „Das glaube ich ihnen nicht!“
Wieder standen wir uns einige Sekunden lauernd gegenüber.
„Wie dem auch sei. Es ist so. Glauben sie es oder nicht.“
„Und wodurch kam nun der Sinneswandel?“, ließ ich mich doch noch auf eine weitere Frage ein.
„Durch sie?“
Ich war perplex. Stand da mit offenem Mund und sah ihn entgeistert an.
Ein kurzes Lächeln umspielte seine Mundwinkel und dann stand er einfach nur wieder da und der ruhige, friedliche Blick seiner Augen nahm mich gefangen und machte mich starr. Und da sah ich bereits einen Mann vom Sicherheitsteam auf uns zukommen. Er rannte und als er bei uns angekommen war, legte er diesen Henry Duvall ein wenig unsanft die Hand auf seine Schulter und sprach ihn an.
Henry Duvall ließ sich dies gezwungener Maßen gefallen und zwinkerte mir kurz mit beiden Augen noch einmal zu. Drehte sich um und ging ohne ein weiteres Wort davon.
Ich bedanke mich fast flüchtig bei dem Mann und wollte schon gehen.
„Verzeihen sie bitte.“, sprach er mich an und ich drehte mich zu ihm herum.
„Ja. Ist noch etwas?“
Er räusperte sich und begann: „Ich wollte sie um Rat fragen.“
„Mich?“, erwiderte ich mit erstauntem Gesichtsausdruck.
„Ja. Sie kennen doch Natalja.“
Ich dachte kurz nach. „DIE Natalja, welche von meinem Ehemann ein Kind erwartet?“ Im selben Moment noch bemerkte ich, dass meine Wortwahl entgleisend verstanden werden konnte. Diese Vertraulichkeit hätte ich so nicht aussprechen dürfen.
„Ja.“, kam seine Antwort sehr schnell.
„Nun, wenn das so ist, und wir so derart intime Dinge besprechen, wäre es gut, wenn sie sich mir zunächst einmal vorstellen.“
„Oh! Verzeihen sie bitte.“ Er lächelte nun offen und verbeugte sich leicht. Bei seiner Größe sah das ziemlich drollig aus. „Nathan. Nathan Cutter.“
„Hallo Nathan.“ Ich reichte ihm die Hand und bedanke mich noch einmal kurz. „Wie kann ich ihnen behilflich sein?“
Er kratzte sich verlegen am Kinn und lächelte etwas schief. „Ich dachte sie kennen sie ganz gut und könnten bei ihr ein Wort für mich einlegen.“
Ich horchte auf. Hatte er etwa ernsthafte Absichten mit Zuckerfötzchen? Wie das?
„Was dachten sie denn, in welcher Form ich sie erwähnen sollte?“, gab ich mich unwissend.
„Ich hatte schon lange ein Auge auf sie geworfen. Aber traue mich nicht sie anzusprechen.“
Ich konnte mir ein Lachen nicht verbeißen. DAS gab es also tatsächlich auch noch!!!
Womöglich wegen Gunnar. Schoss es mir dann durch den Kopf. „Bezüglich meines Ehemannes?“, fragte ich ihn.
„Ja. Das auch.“
„Bedeutet das, sie weiß noch nichts von ihren Ansinnen?“
Nun lächelte er. „Nein. Vielleicht vermutet sie es. Ich schaue sie immer wieder an und dachte sie bemerkt mich vielleicht irgendwann.“
„Aber?“
„Aber, bis jetzt gab es leider keine Reaktion von ihrer Seite.“
„Und sie meinen ICH sollte sie ihr empfehlen?“
„Vielleicht wären sie so nett.“ Er grinste. „Und womöglich würde uns das allen beiden helfen. Ihnen wie mir.“
Ich schmunzelte ob seiner Erwägungen. „Das könnte in der Tat so sein.“
Einen kurzen Augenblick dachte ich darüber nach, fragte ihn dann doch noch einmal nach dem Kind. Er bekräftigte wiederholt, dass er wüsste, dass es Gunnars Kind sei und zudem gab er mir zu verstehen, dass es nicht von Belang für ihn sei. Wenn er nur mit IHR zusammen sein könnte.
Erneut reichte ich Nathan meine Hand zum Abschied. „Ich lasse es sie wissen, wenn es zu Natalja etwas Neues gibt.“ Ein leichtes, wohlwollendes Augen zwinkern gab ich ihm noch mit auf den Weg und machte ging nach Hause.
Ich dachte noch einmal über Nathans Worte nach und befand, dass er Recht damit hatte. Seine Ambitionen konnten uns beiden von Nutzem sein.
Gunnar würde ich selbstredend nichts davon erzählen.
Infolgedessen setze ich mich an mein Notebook und schrieb.....

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......ging dann zu einem späten Kaffee latte ins Restaurant und blieb dort sitzen bis zum Dinner. Rief Hannes noch einmal an und fragte nach Gunnars Aktivitäten. Von ihm wurde mir bestätigt, dass er tatsächlich am Arbeiten sei.
Womöglich ergab sich nun eine Gelegenheit die Sache mit Natalja anzugehen.
Jedoch langweilte mich das Warten schnell und ich ging diese Angelegenheit lieber ein wenig zügiger an.
Mit einem Lächeln winkte ich Natalja zu mir und bat sie Platz zu nehmen.
Fragend schien sie etwas erschrocken drein zu blicken. Ich beruhigte sie und nahm ihre Hand. „Vielleicht hörst du mir für ein paar Minuten zu.“
Sie schien meiner Anweisung zu folgen und wartete ab. Demzufolge begann ich mit der Unterhaltung. Und dies allegro und direkt.
„Ein junger Mann hat mich nach dir gefragt. Er traut sich nicht dich anzusprechen. Hat jedoch schon einige Zeit ein Auge auf dich.“
Ein Blick des Erstaunens traf mich und ich wusste nicht, war er nur gespielt? 
„Wer soll das sein?“
Hatte sie tatsächlich nichts bemerkt???
„Nathan Cutter.“, gab ich seinen Namen ohne weitere Umschweife Preis.
„Der Name sagt mir nichts.“, antwortete sie mir viel zu rasch.
„Er ist einer der Sicherheitsleute. Sehr groß und stark. Nach seinem Alter fragte ich ihn nicht. Jedoch schätze ich ihn so auf Mitte bis Ende dreißig. Er scheint mir durchaus ein netter Kerl zu sein.“, fügte ich noch an.
Es sah so aus, als würde sie nachdenken. Blickte versonnen vor sich hin und schüttelte dann mit dem Kopf.
„Er ist SEHR groß. Mehr als zwei Meter. Hat keine Haare und ein wirklich nettes Lächeln.“, setzte ich mit Worten der Beschreibung nach.
„Er gefällt dir also?“ sagte Natalja auf einmal überraschend zu mir. Sie lächelte dabei  fast hinterhältig, wie mir schien, was ich nicht von ihr kannte, und fixierte mich.
Was bildete sie sich denn ein??
„Nein! DU gefällst IHM. Und ICH soll DICH fragen, ob DU womöglich Interesse an ihm hättest.“, ging mir die Geduld aus. Weil sie offensichtlich nicht verstehen wollte.
„Ich kenne ihn doch nicht.“, wich sie erneut aus.
Verdammte Gans! Vaca estúpida! Will sie mich verarschen???
Dann eben anders!
Ich schnaufte. `Das bedeutet wohl, du willst niemand anderen kennen lernen und weiterhin an Gunnar festhalten. Als.....WAS eigentlich?´, wollte ich schon zornig  werden. `Als seine Hure, die sein Kind empfing? In der Hoffnung, dass er sich von mir trennt und dich zur Frau nimmt?`, hätte ich sie am aller liebsten gefragt. Jedoch konnte ich mir solches Benehmen nicht leisten und besann mich statdessen. Sah sie an, lächelte, so gut ich es vermochte und wiegte den Kopf ein wenig hin und her.
“Nun, vielleicht möchtest du ihn ja kennen lernen.”
“Wäre es nicht gut, erst mit Gunnar darüber zu reden?”, fragte sie und ich funkelte sie wütend an. Lächelte doch dann milde und verbiss mir die Zynik. “Selbstredent. Das wäre vernünftig. Tue das nur.”
Anscheinend schien sie es nicht eillig damit zu haben, einen anderen Mann kennen lernen zu wollen. Denn sie stand, ohne weitere Fragen zu stellen, umgehend auf und setzte ihre Arbeit fort.
Vielleicht will sie auch tatsächlich nur Gunnar nicht verärgern......und ich deute ihre Gestik falsch.

Etwa kurz nach halb sechs rief mich Gunnar an. Fragte wo ich sei.
„Wo bist du? Ich wollte dich zum Dinner im Haus abholen.“
„Ich bin bereits hier im Restaurant.“

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Es wurde ein geruhsamer Abend mit Gunnar.
Kein Sex.
Er selbst war jedoch des Nachts für zwei Stündchen bei Malika, bei welcher ich heute Morgen zur Massage war. Ich sprach sie daraufhin jedoch nicht an. Obwohl Gunnar dieses Mal überaus leidenschaftlich und ebenso zärtlich mit ihr gefickt hatte, wie mir berichtet wurde. Sodann sei sie mit einem zufriedenen Lächeln in seinen Armen eingeschlafen und Gunnar wäre umgehend zu mir zurückgekehrt.
Und wie stets hatte ich nichts davon bemerkt........

Beginnt jetzt alles wieder von neuem? Teilt er jetzt wieder ständig mit einer seiner Konkubinen das Bett? Oder bleibt es die Ausnahme, wie er mir versprach.
Jedoch versprochen wurde bereits einiges, ohne, dass er es hielt.

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Gunnar ist nichts desto trotzt zärtlich und liebevoll wie immer mit mir.
Es gibt keinen Unterschied in seinem Verhalten zu mir. Ob er nun bei einer anderen Frau gewesen war oder nicht. Er ist stets voller Liebe und umsorgt mich hingebungsvoll.

Zudem MUSS ich offensichtlich verstehen, dass Malika seiner Zuneigung zuweilen ebenso bedarf wie ich. Von Zuckerfötzchen, Lara und manch anderer Fotze ganz und gar zu schweigen.

Überdies sollte ich trotz aller Zurückhaltung Nataljas mit Nathan Cutter sprechen und ihn ermutigen zu ihr zu gehen.
Jetzt! Oder gleich nach dem Lunch. Und ich hoffe im Restaurant, oder auf dem Weg dorthin, nicht wieder Henry Duvall zu begegnen. Selbst Gunnars Gesichtszüge während unseres gemeinsamen Frühstücks zeigten Abscheu gegen ihn.