Gunnar bekommt dieser Tage von den Menschen hier doch
einigermaßen beträchtliche Aufmerksamkeit aufgrund seiner Trauer um Alexa. Man
fängt ihn ein wenig auf und behütet ihn. Lenkt ihn ab mit kleinen Abenteuern.
Adam und seine Freunde sind da recht gut darin und ebenso erfinderisch.
Amazing! Das Ergebnis zeigt sich in Gunnars guter Laune, die ich ihm von Herzen
gönne. Er hat es verdient. Gleichwohl ich ihn oft den halben Tag nicht zu
Gesicht bekomme. Aber egal. Das Wichtigste ist, es geht ihm gut.
Die Aufhebung des okkulten Zaubers von Sashas Bruder Misha
durch unsere magisch kompetenten Freunde und Verwandten ist tatsächlich geglückt.
Gunnar geht es gut, gleichwohl ich permanent in seiner Nähe bin. Ich hatte es,
über die Freude des Zusammenseins mit ihm, nicht noch einmal explizit erwähnt.
Ist es nicht gut solche Freunde zu haben wie Erik,
Camille, Adam, Mary und Tate‘ okna nita pehin?
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Kevin rief an. Gunnar hatte das Gespräch entgegen genommen
und ich sah, wie er heftigst gestikulierte. Fragte nach, was denn geschehen
sei.
„Es geht um die Banken. Sie stellen sich quer und wollen
mehr Sicherheiten.“
„Wie jetzt?“ Das verstand ich nicht. Gunnar hatte auf laut
gestellt und Kevin erklärte mir, was da vor sich ging. Und noch im gleichen
Augenblick hatten Gunnar und ich denselben Gedanken. Sasha.
Gunnar schüttelte derb mit dem Kopf. „Was soll DAS denn
jetzt werden? Was tun wir jetzt?“
„Keine Panik, ihr beiden.“, beruhigte ich die zwei. „Ich
nehme vorübergehend ein wenig von den Erträgen des Immobiliengeschäftes auf
Hawaii. Damit kommen wir über die Runden. Später sehen wir weiter.“ Ich wies
Kevin an, sich um alles zu kümmern und zu tun, was eben nötig ist. Ich vertraue
ihm absolut.
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Sasha lässt mir keine Ruhe. Ruft mich ständig an. Es sind
bereits wieder über zwanzig Anrufe von ihm auf meinen iPhone gespeichert. Mit
ihm sprechen möchte ich nicht. Aber vielleicht sollte ich dies tun. Nur kann
ich ihm die Schwierigkeiten im Zentrum nur schwerlich so offen unterstellen?
Selbst WENN ER der Urheber ist, wäre es töricht, gerade vor IHM Schwäche zu
zeigen. In dieser Männerwelt ein Lapsus, welcher nicht angeraten ist.